Mitteilungen der HOG
21. April 2008
An alle Mitglieder der Heimatortsgemeinschaft Bistritz-Nösen e.V.
hans.franchy@t-online.de 05.02.2007
Dr. Hans Georg Franchy
Rechenschaftsbericht 2007
Meine sehr geehrten Damen und Herren, liebe Mitglieder, liebe Freunde.
Im Herbst 2004, in Wels, haben die dort Anwesenden, Heidemarie Wellmann, Dipl.-
Ing. Jürgen Schneider, Annemarie Wagner und den Unterzeichner beauftragt die
Heimatortgemeinschaft Bistritz-Nösen als eingetragenen Verein zu gründen. Diesen Auftrag haben wir ernst genommen und erfüllt. Am 13.Mai 2005 fand die
Gründungsversammlung statt.
Zum Ziel hatten wir uns eine Reihe von Aufgaben gesteckt. Wir wollten den Kontakt zu den in Deutschland und Österreich lebenden Landsleuten pflegen. Dies ist uns gelungen indem wir zwei gut besuchte Treffen 2006 und 2007 in Nürnberg
organisiert haben.
Wir wollten den Kontakt zu den in Bistritz lebenden Landsleuten intensivieren. Dies ist und gelungen durch Teilnahme von Vorstandsmitgliedern an bedeutenden
Ereignissen wie Erntedankfest 2005, Muttertag 2007 in Bistritz. Es wurden 2006 und 2007 Busreisen nach Bistritz und Nordsiebenbürgen Unternommen. Es wurden
zahlreiche Kontakte zu dem Bistritzer Bürgermeister, dem Deutschen Forum und
nicht zuletzt zu der Bistritzer Evangelischen Kirchengemeinde gepflegt.
Wir hatten uns zum Ziel gesetzt zur Renovierung der Bistritzer Kirche beizutragen.
Mit Hilfe Ihrer Spenden wurde 2005 mit über 43.00,00 € das Kirchendach überholt
und 2006 mit beinahe 30.000,00 € im Innenraum der Kirche, die Westfassade und
das Gewölbe über der Orgel renoviert. Diese Maßnahme ist noch nicht
abgeschlossen.
Wir haben in geringem Maße Alte, Kranke und Notdürftige Landsleute in Bistritz
materiell unterstützt. Wir haben die Durchführung der Weihnachtsbescherung 2005
und 2006 finanziell unterstützt.
Wir hatten uns durch unsere Satzung die Aufgaben gestellt das deutschsprachige
Schulwesen in Bistritz sowie die Jugendarbeit in unserer HOG zu fördern und zur
Dokumentation des Lebens und der Leistung der Bistritzer beizutragen. Diese
Bereiche sind deutlich zu kurz gekommen bzw. gar nicht behandelt worden.
Insbesondere ist es uns nicht gelungen junge Menschen mit Bistritzer –
Norsiebenbürgischen Migrationshintergrund für unsere Arbeit zu motivieren.
Bild folgt
Promenade 2007
Ich bitte alle Mitglieder in Ihren Familien die Kinder und Enkelkinder an ihre Herkunft und Zugehörigkeit zu erinnern. Vielleicht gelingt es Ihnen sie zu motivieren unserer Gemeinschaft beizutreten.
Zum Stand der Mitgliedschaft.
Unsere HOG begann das Jahr 2007 mit 287 Mitgliedern. Im Laufe des Jahres
konnten wir nur 14 Neuanmeldungen verzeichnen. Abgemeldet hat sich Herr
Friedrich Sigerther. Verstorben sind Frau Rosa Adam im Alter von 86 Jahren und
Johann Sponer im Alter von 80 Jahren beide aus Drabenderhöhe, Johann Graffi, 77
Jahre alt, aus Setterich, Dr. Günter Hanke im Alter von 65 Jahren aus Nürnberg und Karl Eisenburger im Alter von 86 Jahren aus Wüstenrot. Somit zählt unsere
Gemeinschaft zum Jahresende 296 Mitglieder.
Eine Liste alle Mitglieder ist als Anlage beigefügt.
Der Kassenbericht 2007 liegt Ihnen als Anlage vor. Einige Erläuterungen
sind dazu erforderlich. Ausgaben für Renovierungsarbeiten sind 2007 nicht angefallen, lediglich die in Rumänien für Arbeiten aus dem Jahr 2006 erstattete Mehrwertsteuer, von umgerechnet 4.000,00, wurden als Einnahme und Ausgabe verbucht.
Dieser Betrag ist dem Konto der Bistritzer Kirchengemeinde gutgeschrieben und wird bei Zahlungen in diesem Jahr berücksichtigt.
Die Verwaltungskosten erscheinen relativ hoch. Es handelt sich um Erstattung von Auslagen die anlässlich von Fahrten der Vorstandsmitglieder zu Sitzungen und zur Teilnahme an Veranstaltungen in Bistritz entstanden sind. Diese erstatteten Beträge sind jedoch von allen Vorstandsmitgliedern als Spenden dem Verein zurück überwiesen worden.
Einnahmen aus Spenden. Leider sind unsere Erwartungen in Bezug auf Spenden
zur weiteren Renovierung der Kirche nicht aufgegangen. Trotzdem sehen wir
insgesamt auf ein gutes Jahr zurück und danken allen ausdrücklich für Ihre
Unterstützung. Ganz besonders möchte ich den Familien danken, die bei Beerdigung
lieber Verwandten auf Blumenschmuck verzichteten, und um eine Spende im Sinne
der Verstorbenen zur Renovierung der Kirche in Bistritz gebeten haben. Ebenso
danke ich allen, die aus besonderen Anlässen Geld zur Renovierung der Kirche
gespendet haben.
Eine Liste der Spender ist beigefügt und wird zukünftig bei allen Jahresberichten als Anlage beigefügt.
Foto folgt
Kontakt nach Bistritz. Der Kontakt des Vorstands zu der Bistritzer Kirchengemeinde, zu dem Deutschen Forum in Bistritz und zu dem Bürgermeisteramt
wurde in diesem Jahr weiter intensiviert Die Beziehung zu Bürgermeister Vasile Moldovan und seinen Mitarbeitern hat sich deutlich verbessert. Unsere Meinung zu organisatorischen Anliegen der Stadt wird gehört, wenngleich uns bewusst ist, dass unsere Einflussnahme auf Zerstörter Kronleuchter und anderes durch die Polizei Entscheidungen gering ist. Es gab sichergestelltes Diebesgut nach Einbruch (über das im letzten Jahr zu verschiedenen Turmgerüst in die Kirche) im Herbst 2007 Anlässen fünf Treffen mit dem Bürgermeister. Anlässlich dieser Gespräche erhielten wir Einblicke in die Projekte zur Verkehrsregelung auf der Fleischerallee und Umgestaltung der Promenade.
Danach sollen die Bäume auf der Fleischerallee nicht gefällt werden. Lediglich an der Kreuzung Fleischerallee mit der Bahnhofsstraße sollen einige Bäume zur
Errichtung eines Kreisels weichen. Der Hauptdurchgangsverkehr von der Unteren
Vorstadt Richtung Wallendorf findet, nach Umgestaltung der Holzgasse zu einer
Fußgängerzone, überwiegend über die Fleischerallee statt.
Auch die Befürchtungen, dass die Bäume der Promenade abgeholzt werden um
Spielplätze einzurichten, konnten entschärft werden. Es gibt ein Gesamtprojekt in dem der zum Teil überalterte Park erweitert werden soll. Es gibt Überlegungen auch den Bereich des Bistritzer Flussufers auf beiden Seiten als Naherholungsgebiet zu nutzen.
Die Stadtverwaltung – der Bürgermeister-haben zugesagt das Regenwasser vom
Dach der Kirche, dass bisher nur auf die Grünflächen um die Kirche abgeleitet wurde über Abflussrohre der Kanalisation zuzuführen, um an den alten, feuchten
Grundmauern der Kirche keinen weiteren Schaden anzurichten. Die Planung ist
abgeschlossen, es wurde mit den Arbeiten begonnen. Diese schreiten nur ganz
langsam voran, da auf einem Großteil des Geländes früher Friedhof war und die erforderlichen archäologischen Untersuchungen durch die Museumsbehörden
zeitaufwendig sind.
Renovierungen im Orgelbereich
der Kirche.
Um den seinerzeit gewaltigen Riss in der Westfassade nachhaltig stabilisieren zu können, wurde der Putz sowohl innen als auch außen von den Wänden bgetragen.
Nachdem 2005 die Arbeiten an der Westfassade außen bis auf das Westportal und den Sockel abgeschlossen waren,
Bild folgt
Wand hinter der Orgel. Putz abgetragen 2005
bestand die Notwendigkeit auch im Innenbereich hinter der Orgel den Putz neu
aufzutragen und den Anstrich zu erneuern. Wir, die HOG Bistritz – Nösen hatten
durch Vorstandsbeschluss in Abstimmung mit der Bistritzer Kirchengemeinde der
Firma Creativ den Auftrag erteilt den Innenraum im Orgelbereich bis zu den ersten Pfeilern zu renovieren. Der Beginn der Arbeiten verzögerte sich im Sommer 2006, da vorher die Ornamente der Orgel abgebaut und die Orgel gegen
Staub und Schmutz abgedeckt werden mussten. Die Orgel war zu dem Zeitpunkt schon nicht mehr spielbar und Überlegungen zur Renovierung standen an
(siehe weiter unten, zum Kapitel
Orgel).
Trotz vertraglicher Vereinbarung mit den Arbeiten bis November 2006 fertig zu werden, musste wegen Wintereinbruch mit den Arbeiten aufgehört werden. Von
den insgesamt auf 47.000,00 € veranschlagten Kosten wurden durch unsere HOG im Jahr 2006 29. 742,00 € nach Vorlage der Rechnungen bezahlt. Die Stadt Bistritz beteiligte sich auch mit abgerundet 9.000,00 € an den Gesamtkosten, so dass nur noch ungefähr 9.000,00 € als Kosten bis zum Abschluss der Arbeiten übrig blieben. Leider wurden die Arbeiten, obwohl wir mehrfach darauf gedrängt hatten, den ganzen Sommer über nicht wieder aufgenommen. Erst im Spätherbst 2007 wurde die Firma Creativ wieder aktiv und beendete den Anstrich in dem renovierten Teil. Lediglich die Nordwand, die wegen unsachgemäßer Befestigung des Turmgerüstes feucht wurde, und der Fußboden um die Orgel sind noch nicht renoviert. Das Arbeitsgerüst ist nun abgetragen und wenn man auf den fertig gestellten Teil (siehe Foto) sieht, meint man in einer anderen Welt zu sein. Es sieht wunderbar aus. Man kann sich vorstellen wie diese Kirche
aussehen könnte, wenn sie fertig renoviert ist.
Wir haben beschlossen den Restbetrag an die Firma Creativ nur dann auszuzahlen,
wenn auch die Westwand zum Turm gestrichen und der Fußboden um die Orgel
erneuert ist.
Die Verzögerungen der Arbeiten in der Kirche im Jahr 2007 sind auf den großen
Arbeitsaufwand in der Gemeinde, durch die zeitintensive Bearbeitung der
zahlreichen Anträge zur Rückerstattung von Kircheneigentum, aber auch durch den
psychischen Stress nach dem plötzlichen, tragischen Tod der Ehefrau unseres Stadtpfarrers, Frau Bettina Krauss, zurückzuführen.
Die Orgel in der Bistritzer Kirche ist eine der größten in Siebenbürgen. Sie
wurde 1795 durch den bekannten Orgelbauer Johann Prause erbaut.
Während der Jahre wurde sie zweimal durch Hesse und Einschenk umgebaut
und zusätzlich um romantische
-Bild folgt-
Renovierter Bereich um die Orgel 2006
Kronstädter Jugend Bachchor
Mittelalterliche Festspieltage in Bistritz 2007 Elemente erweitert. Zurzeit ist sie nicht mehr spielbar. Zinnfraß, Staub und Schmutz sowie der Holzwurm machen eine Renovierung unabdingbar. Nach Meinung einer Expertenkommission ist die Zurückführung auf den Originalzustand der Prauseorgel sinnvoll und machbar. Die Finanzierung der Renovierung ist noch nicht gesichert.
Der Meinung der Fachleute nach, muss mit einem finanziellen Aufwand von
mindestens 100.000,00 € gerechnet werden. Schätzungen anderer Fachleute
belaufen sich sogar auf 160.000,00 €. Auf dem Konto der HOG Bistritz-Nösen
befinden sich 8.000,00 € für die Reparatur der Orgel. Dieser Betrag ist vor allem durch Konzerte des Jugendbachchors Kronstadt unter der Leitung von Steffen Schlandt in Deutschland sowie in Tartlau mit Unterstützung der HOG Bistritz-Nösen zu Stande gekommen.
Ein in seine Heimatstadt Bistritz verliebter Rumäne, Florin Sasarman, hat im
Sommer 2007 mit Unterstützung der Stadtverwaltung Bistritz erstens eine Stiftung zur Rettung des mittelalterlichen Stadtkerns ins Leben gerufen,
und zweitens mittelalterliche Festspieltage in der neuen Fußgängerzone in der
Holzgasse, abgehalten. Den Erlös von 2.000,00 € wurde an Pfarrer Krauss zur
Renovierung der Orgel übergeben. Mit früher eingegangenen Spenden und dem oben genannten Betrag müssten zurzeit ungefähr 12.000,00 € zur Orgelreparatur in Bistritz bereitliegen.
Zusagen von Bistritzer Unternehmen, aber auch durch Projektförderungsanträge an
die Stadt, Kreis und Land erscheint eine Finanzierung der Reparatur der Orgel
machbar.
In der Zwischenzeit soll für musikalische Begleitung des Gottesdienstes eine Orgel als (Dauer)Leihgabe der Gemeinde Maldorf nach Bistritz gebracht und im ersten Abschnitt des südlichen Seitenschiffs aufgestellt werden. Diese von Carl Schneider erbaute Orgel würde, laut Ursula Philippi, „stilmäßig eine schöne Ergänzung zur renovierten großen Orgel im Geiste Prauses darstellen“. Die Orgel kann in Maldorf abgeholt werden, da dort kein Gottesdienst mehr gehalten wird und es auch keine Kirchengemeinde mehr gibt. Die HOG Maldorf hat der Leihgabe zugestimmt, dafür danken wir ihr herzlich. Nun ist das Bistritzer Presbyterium gefordert, so schnell wie möglich die Orgel nach Bistritz zu bringen. Der Behelf mit einem Harmonium in der großen Kirche ist mehr als unzulänglich.
Renovierungsarbeiten am Turm
Der Bistritzer Turm, der höchste Siebenbürgens, ist älter als die 1563 umgebaute Hallenkirche. 1478 wurde mit dem Turmbau in der jetzigen Form begonnen und erstreckte sich über einen Zeitraum von 66 Jahren. Der Turm hat eine bewegte Geschichte auf die hier nicht weiter eingegangen werden soll.
Der bröckelnde Sandstein der Galerie machte den Turm zu einem öffentlichen
Risiko für die Fußgänger. Auch der in die Mauern eindringender Regen ließ Weiden aus den tiefen Ritzen sprießen. Alles in allem, der Turm musste eingerüstet werden um das Ausmaß des Schadens feststellen zu können. 1903 war er zum letzten Mal von einem Gerüst umgeben. Groß war die Freude als der Bürgermeister 2006 verkündete für die Renovierung des Turms stünden Landesmittel zur Verfügung. Über die Höhe der Mittel wurde gerätselt und bis
heute wissen wir nicht genau wie viel Geld zur Verfügung gestanden hat oder steht.
Die Arbeiten wurden von Bukarest aus
ausgeschrieben und eine Firma aus Miercurea Ciuc bekam den Zuschlag. Diese
wiederum gab den Auftrag weiter an ein Subunternehmen. Im Herbst 2006 sollten
Überprüfung der Schäden und die Turmdacherneuerung abgeschlossen sein. Das
Gerüst bis zur Galerie war auch relativ schnell aufgerichtet. Dann kam der Winter und der Frühling, und es tat sich nichts mehr. Weder die Stadtverwaltung noch das Presbyterium konnten Auskunft erteilen, wann und wie es weiter geht. Pfarrer Krauss erhielt von der Baufirma keine Auskunft und sonst auch niemand.
Irgendwann im Mai wurde das Blechdach abgetragen. Als es abgetragen war kamen große Stürme und Regen, denen die dünne Behelfsabdeckung mit Plastikfolien nicht gewachsen war. Der Zustand wurde bedrohlich und monatelang war kein Arbeiter auf der Baustelle zu sehen. Bei einem der sieben Besuche des Unterzeichners in Bistritz wurde der Zustand als unerträglich empfunden, es wurden das rumänische Fernsehen, der Rundfunk und die Presse eingeschaltet. Dann endlich tat sich was, aber es war schon November. Bei eisigen Temperaturen im Dezember und Januar 2008 wurde das Kupferblech auf den Dachstuhl aufgetragen. 1916 war das erst 1909 gefertigte Kupferblechdach kriegsbedingt abgetragen worden, und seither war nur ein langsam vor sich hin rostendes Zinkblechdach auf dem Turm. Nun sollen noch die vier Türmchen auch ein neues Kupferblechdach erhalten. Wie es dann weitergeht steht in den Sternen.
Bild folgt
Mit Kupferblech neu gedeckter Kirchturm
Januar 2008
Wasserschäden am Kirchturm
Rückerstattung von Kircheneigentum
2007 wurde das Hauptschulgebäude des Evangelischen Gymnasiums sowie der Schulhof rückerstattet und der Stadt Bistritz per Pachtvertrag auf 99 Jahre überlassen. Es wurden Nutzung und Instandhaltung vertraglich vereinbart.
Mit weiteren Rückerstattungen wird gerechnet. Dazu gehört die Ackerbauschule auf der Fleischerallee und auf der
Rosenburg, das Altenheim und die
Turnschule.
Gymnasium in Bistritz 2007
Bistritzer Friedhof
Von vielen Besuchern wird der Bistritzer Friedhof als ungepflegt, überlagert und überfremdet empfunden. Dies gilt genau so auch für den katholischen Teil. Dieses Empfinden wurde auch dem Presbyterium unterbreitet, dass unsere
Meinung grundsätzlich teilt, jedoch im Verkauf der Grabstätten eine wichtige Einnahmequelle für die Kirchengemeinde sieht. Pfarrer Krauss hat in
Aussicht gestellt, dass im Frühjahr 2008 eine neue Friedhofsordnung
erstellt wird, die zur allgemeinen Zufriedenheit ausfallen wird. Es erscheint sinnvoll sich in Zukunft wie andere HOGs auch um die Pflege des Friedhofs zu bemühen. Eine Aufgabe wäre wertvolle alte Grabsteine vor dem Verfall zu
retten Die von der HOG Bistritz-Nösen ausgerichtete Reise nach Hermannstadt und
Bistritz 2007 Vierundvierzig Personen, überwiegend Landsleute, darunter vier Personen aus Kanada und jeweils eine aus Österreich und Südafrika haben vom 10. – 22 August an einer Busreise in die alte Heimat teilgenommen. Es wurden die Kirchen in Hermannstadt, Mühlbach, Kertz, Mediasch, Schäßburg, Kronstadt und natürlich auch Bistritz unter kompetenter Führung der jeweils zuständigen Pfarrer besichtigt. Ein Höhepunkt war der Empfang bei dem Siebenbürgischen Bischof D. Dr. Christoph Klein in Hermannstadt.
Weiterhin wurde Klausenburg und Rodna besucht. Von Bistritz aus wurde eine Fahrt zu dem Jahreskonzert des Kronstädter Jugend-Bach-Chor zur Kirchenburg Tartlau unternommen. Der Erlös dieses Konzertes war auf Wunsch des
Chorleiters Steffen Schlandt ausschließlich der Renovierung der Bistritzer Orgel bestimmt (siehe Kassenbericht).
Ganz besonders hat uns die Gastfreundschaft unserer Landsleute in Bistritz erfreut. Im Kellersaal des Karl Kurt Klein Hauses waren wir zu einem Empfang mit traditionellen Gerichten und mit einem erstklassigen Kulturprogramm eingeladen. Herzlichen Dank an Thomas Hartig und seine vielen Helfer.
Bericht über das Bistritzer – Nordsiebenbürger Treffen vom 29.September 2007
in Nürnberg um zweiten Mal organisierte unsere 2005 neu gegründete HOG ein Treffen in Nürnberg. „Asu äst Heschet hun ich longher näst mi erleft“ lautete
die spontane Aussage eines Teilnehmers. Rund 300 Gäste waren der Einladung gefolgt und erlebten eine Fülle an Köstlichkeiten für Herz und Verstand. Schon der Gottesdienst in der Emmaus-Kirche war erhebend. Nicht nur die Predigt des ehemaligen Bistritzer Stadtpfarrers Kurt Franchy erfüllte die Herzen der Anwesenden, sondern auch der Chorgesang, aber Bistritzer – Nordsiebenbürger Treffen Nürnberg 2007 insbesondere der Sologesang der aus Bistritz angereisten Sopranistin Anita Hartig war ein besonderes Erlebnis. Vorausgegangen war am Vormittag die Mitgliederversammlung unserer Heimatortgemeinschaft. Diese hatte überwiegend informativen Charakter. Es wurde detailliert über die Baumaßnahmen in Bistritz berichtet.
Bild folgt
Kirchgang in Hermannstadt 2007
Jugendtanzgruppe „Regenbogen“ Deutsches Forum
Bistritz Bericht über das Sachsentreffens am 14 September 2007 in Hermannstadt
An diesem Treffen, dass zum ersten Mal nicht in Birthälm stattfand, war
unsere Heimatstadt Bistritz durch Mitglieder des Bistritzer Forums und eine
Vorstandsdelegation unserer HOG vertreten. Die Bistritzer Frauen stellten Handarbeiten an einem Stand aus. Die Blaskapelle und die Tanzgruppe des Bistritzer Forums beteiligten sich an dem Umzug und dem Kulturprogramm. Besonders hervorzuheben ist der unermüdliche Einsatz der Herren Thomas Hartig
(Geschäftsführer) und Joan Arcalean (Jugendleiter) des Deutschen Forums.
Vorausschau auf 2008
1. Am Palmsonntag dem 16 März findet in Bistritz der nun schon traditionelle
Ostermarkt in Bistritz statt. Ausrichter ist das Deutsche Forum Bistritz. Aus diesem
Anlass wird St.D. Horst Göbbel (Nürnberg) einen Vortrag über die Bistritzer
Geschichte im Gewerbeverein halten.
2. Am 17. März wird auf Anregung des HOG Vorstandes eine Arbeitssitzung in
Bistritz stattfinden an der Bischof D. Dr. Klein, Hauptanwalt Friedrich Gunesch, der
Präfekt des Kreises, der Bürgermeister der Stadt Bistritz, Stadtpfarrer Hans Dieter
Krauss, Diaspora-Pfarrer Johann Zey, Architekt Prof. Szabo sowie St.D. Horst
Göbbel sowie der Unterzeichner seitens des HOG Vorstandes, teilnehmen. Einziger
Tagesordnungspunkt wird die Erarbeitung eines Konzepts zur völligen Renovierung
der Bistritzer Kirche sein. Es soll auch die Finanzierung durch EU oder Landesmittel
erörtert bzw. durch stellen von Anträgen langfristig sichergestellt werden.
3. Auch in diesem Jahr soll wieder eine Busreise nach Siebenbürgen organisiert
werden. Die Reise soll im Juni stattfinden und wird voraussichtlich 10 Tage dauern.
In diese Zeit fallen die „Mittelalterlichen Festtage der Stadt Bistritz„. Unsere
Teilnahme an diesen Festtagen, an denen Szenen aus der Bistritzer Geschichte
nachgestellt werden, soll als Solidarbeitrag zu den Bemühungen des Organisators,
Herr Florin Sasarman gesehen werden, der bemüht ist Geld zur Restaurierung der
Orgel an diesen Festtagen einzuspielen.
Die Reiseleitung liegt in den bewährten Händen unserer Annemarie Wagner die
gerne mehr Auskunft dazu erteilt und Anmeldungen annimmt. Telefon 0911-739266.
4. Renovierung der Ostfassade und des Gebetglockenturms in diesem Jahr. In
Absprache mit dem Bürgermeister der Stadt Bistritz, der Evangelischen
Kirchengemeinde Bistritz, der Landsmannschaft der Siebenbürger Sachsen aus
Österreich werden wir, als treibende Kraft, die Renovierung der Ostfassade und des Gebetsglockenturms in Auftrag geben. Die Gesamtkosten werden sich auf ca.
110.000,00 € belaufen. Die Übernahme von 50 % der Kosten hat die Stadt uns
zugesichert. Die restlichen 50 % sollen über Sponsoren aus Österreich und Spenden unserer Mitglieder und Landsleuten sichergestellt werden. (Siehe Beiblatt). Das Holzgerüst an der Ostfassade steht schon über 12 Jahre, droht zusammenzubrechen und ist leider eine Feuchtigkeitsquelle für die Wände in der Sakristei und im Chorraum. Der Gebetsglockenturm (Dachreiter zur Holzgasse hin auf dem Kirchendach) musste vor über 10 Jahren wegen akuter Absturzgefahr abgetragen werden.
Bis das Gesamtkonzept das am 17 März erarbeitet werden soll zum Tragen kommt
werden noch sicherlich mindestens zwei Jahre vergehen. Zeit in denen Planungen
erstellt und Genehmigungen zahlreicher Behörden eingeholt werden müssen. Wir
können jedoch mit der Ostfassade nicht so lange warten. Deshalb bitte helfen Sie mit Spenden zur Fertigstellung.
5. Das Deutsche Forum in Bistritz gibt bekannt, dass ab diesem Frühjahr im Kurt
Karl Klein Haus, dem Sitz des Forums, günstige Unterbringungsmöglichkeiten für
Bistritzreisende zur Verfügung stehen. 15 Betten in Zwei-und Dreibettzimmer warten
in dem neu renovierten Dachgeschoss auf Ihren Besuch. Anmeldungen über
Thomas Hartig. Anschrift: Forumul Democrat German, 420053 Bistrita, B-dul
Republicii Nr. 43
Telef. 0040-263-363-104148 oder E-Mail germanforumbistrita@yahoo.de.
Verbunden mit der Hoffnung auf ein gutes erfülltes Jahr 2008 verbleibe ich, Ihr
Dr. Hans Georg Franchy
Bild folgt
Bistritz Ungargasse Aquarell 13 August 1985 Juliana Fabritius Dancu