"Gott achtet mich wenn ich arbeite, doch er liebt mich wenn ich singe" (Tagore) – mit diesem Motto trafen sich am 12. und 13. Mai in Dinkelsbühl die Großpolder zu ihrem nun schon 12. Treffen, welches ununterbrochen am selben Ort stattfand.
Zahlreiche Gäste scheuten auch diesmal den zum Teil recht langen Weg nicht, um sich traditionsgemäß mit ihren Verwandten, Freunden und Nachbarn zu treffen. Schon Freitag Abend traf sich eine muntere Gruppe im Kellergewölbe des Hotels „Eisenkrug“.
Das Treffen begann mit einem Gottesdienst, den Pfarrer Samuel Piringer gestaltete. Wir freuten uns ganz besonders auch Herrn Pfarrer Feder, unseren langjährigen Seelsorger aus Großpold, mit Gattin begrüßen zu dürfen. Der Großpolder Chor umrahmte den Gottesdienst. In ihrer Ansprache überbrachte Christa Wandschneider Grüße aus Großpold von dem dortigen Pfarrer Meitert und der ganzen Gemeinde, berichtete über stattgefundene Ereignisse seit dem letzten Treffen vor 2 Jahren, über die Verbandstagung der HOG im vergangenen Oktober und stellte geplante Projekte vor (Treffen der Landler in Bad Goiseren, Ausflug an den Rhein etc).
„Na kemt tes, kemt tes? Dro mer kemen jo af enker Verlongen“ hieß es am Nachmittag. Der Großpolder Chor hatte zu einem bunten landlerischen Nachmittag eingeladen. In lustiger Weise wurden die bekannten Piringer-Texte ( Pfarrer Otto Piringer wurde in einem Schreiben von 1915 von der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften in Wien ersucht, für das „Bayrisch-österreichische Wörterbuch“ die Großpolder Mundart zu erfassen) vorgetragen.
Die ausgesuchten Texte wurden von Katharina Scheiber, Elisabeth Piringer und Christa Wandschneider vorgetragen und bildeten einen wunderbaren Rahmen zu Liedern wie „Von der hohen Alm af die Niederolm“, „Es stiat a Pleamel gonz alloan“, „Wen mei Deandl am Abend um Wasser geht“, „In die Berg bin i gern“, aber auch „Af deser Jerd“ und „Der Owend kit erun“. Mit dem Lied „Fein sein, bei einander bleiben“ ... „nit umamocken“ (nicht verdrießlich sein), „nit aussigrosn“ (nicht fremdgehen) ... denn die Liab is so leicht wia a Soafnblosn“ beendeten wir unseren bunten Nachmittag und tanzten mit der Musik von Hans Wolff bis spät in die Nacht hinein.
Ein ganz besonderer Dank gilt unserem Pfarrer Samuel Piringer, unserm Chorleiter Heinz Piringer, dem gesamten Chor, den Organisatoren und vielen fleißigen Händen, die im Hintergrund mitgeholfen haben.
Die HOG Großpold gratuliert auf diesem Wege auch Anita Hartwich (geb. Glatz) ganz herzlich. Sie ist eine der Gewinnerinnen des Ernst-Habermann-Preises in Dinkelsbühl anlässlich des Heimattages der Siebenbürger Sachsen in Deutschland. Wir sind stolz auf Anita und rufen ihr ein "Nit loss di, eh!" zu.
HOG Großpold
Christa Wandschneider