Schon in den Jahren vor dem Umbruch wurden Vama Veche, 2. Mai und Limanu von Campern und Alternativen meist in der Künstlerszene für einen etwas freizügigeren Meeresurlaub bevorzugt. Am 26. Juni letzten Jahres jedoch hatten Sondertruppen der Polizei die Camper verjagt. Das war der Anlass für eine groß angelegte Protestkundgebung Mitte August dieses Jahres, an der sich bis zu 30 000 Personen beteiligten. Zelte füllten die Küste, gediegene Musik erklang allerorts. "Es geht nicht darum, das Rad der Zeit zurückzudrehen, sondern um eine vernünftige Perspektive für die Region", erklärte Simona Kessler, eine der Begründerinnen der erwähnten Bürgerinitiative, gegenüber der
Allgemeinen Deutschen Zeitung für Rumänien (ADZ). Die Protestler denken dabei an eine "biokulturelle Schutzzone" abseits vom Massentourismus, der von Mamaia bis Mangalia gepflegt wird. An entsprechenden Satzungen werde bereits gearbeitet, und Architekten erstellten bereits Bebauungsprojekte. Vama Veche habe sich für manche Bürger zum "Symbol einer erstarkenden Zivilgesellschaft im Kampf gegen die Macht des Geldes und der politischen Willkür entwickelt", schreibt die ADZ.
mo
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