6. Januar 2004

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Kriegstrauung in Bukarest hielt 60 Jahre

Am 1. Januar 2004 konnte das Ehepaar Stephanie und Heinz Wetzig im ostholsteinischen Eutin das seltene Jubiläum der diamantenen Hochzeit feiern. Geheiratet hat das Paar vor sechzig Jahren vor dem Feldgericht in Bukarest.
Der gebürtige Leipziger und die aus Mähren stammende junge Frau waren durch die Kriegsereignisse in die rumänische Hauptstadt gekommen und hatten sich kennen und lieben gelernt. Als eine Versetzung des Soldaten Heinz Wetzig anstand, heirateten die beiden in aller Schnelle vor dem deutschen Feldgericht in Bukarest.

In der Folge wurde Heinz Wetzig schwer verwundet. Beide konnten sich nach Leipzig durchschlagen, wo sie auch kirchlich heirateten. Weil Neulehrer gebraucht wurden, studierte Wetzig auf der Arbeiter- und Bauernfakultät im Schnellkurs diesen Beruf. Angesichts des zunehmenden politischen Zwanges flüchtete Wetzig 1955 nach West-Berlin. Er kam nach Ostholstein und konnte hier beruflich weiter machen. Auch die Familie konnte er nachholen - damals ging das noch. Seine berufliche Laufbahn beendete Wetzig als Konrektor - Stellvertreter des Schulleiters.

Horst Schinzel

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