14. Januar 2004

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Förderverein der Siebenbürgischen Bibliothek tagte in Gundelsheim

Der Verein "Freunde und Förderer der Siebenbürgischen Bibliothek" hat sich zum Ziel gesetzt, durch stetige finanzielle Unterstützung die Bestände der Bibliothek zu sichern und Neuanschaffungen kostbarer, bisher fehlender Bücher, Karten etc. zu ermöglichen.
Im Rahmen der elften Jahreshauptversammlung am 15. November 2003 in Gundelsheim am Neckar stellte Balduin Herter, Erster Vorsitzender des Vereins fest, dass die Siebenbürgische Bibliothek verstärkt auf die Unterstützung des Fördervereins und der im Herbst 1999 gegründeten "Stiftung Siebenbürgische Bibliothek" angewiesen sei.

In seiner Jahresbilanz dankte der Vereinsvorsitzende all jenen Förderern, die in beispielhafter Weise beachtliche Spenden überwiesen haben. Für die gute Zusammenarbeit sprach Herter namentlich Werner-Gustav Binder, Ruth Czetto, Hermann Fabritius, Christian Reinerth und Hatto Scheiner seinen Dank aus. Der Förderverein hofft, bald die Zahl von 300 Mitglieder zu erreichen und darüber hinaus anzuwachsen. Der Verein fördert eine eminent wichtige Einrichtung unserer Gemeinschaft und ist daher sehr bemüht, dieses dringende Anliegen an alle Landsleute und Freunde Siebenbürgens heranzutragen. Schließlich geht es um unser Zentrum für Bildung und Kultur auf Schloss Horneck in 74831Gundelsheim am Neckar, das unter der Rufnummer (0 62 69) 4 21 00 und der E-Mail info@siebenbuergen-institut.de erreichbar ist. Einen aktualitätsbezogenen Einblick in die praktische Arbeit der Bibliothek, des Archivs und des Siebenbürgen-Instituts gab der Leiter der Bibliothek, Dr. Harald Roth. Über „Das Vermächtnis von Samuel von Brukenthal“, das in Hermannstadt und Freck bewahrt werden soll, referierte schließlich Werner-Gustav Binder.

An zwei Beispielen darf darauf hingewiesen werden, dass der Förderverein Wert darauf legt, die Gesamtheit unserer siebenbürgischen Kultur und ihre Einrichtungen zu sehen: Zum einen: Zusammen mit dem „Hilfsverein Johannes Honterus“, mit dem uns gleiche Interessen verbinden, fand im Festsaal des Schlosses die gemeinsame Andacht statt, die Pfarrer Lothar Schullerus hielt. Zum anderen zeigte der Verein im 200. Todesjahr des Baron Samuel von Brukenthal eine Ausstellung mit herausragenden Exponaten aus den Bibliotheksbeständen. Prachtstück war Kaiserin Maria Theresias Bestallungsurkunde für den Baron zum Gouverneur von Siebenbürgen aus dem Jahre 1777. Man ist stolz, dieses kostbare Dokument, das lange Zeit verschollen war, für rund 1 000 Euro aus Privatmitteln für die Bibliothek erworben zu haben.

B. H.

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