Anita Knochner ist am 28. Februar 1969 in Neppendorf geboren. Die Nichte des bekannten Siebenbürger Historikers Prof. Dr. Thomas Nägler hat als Fachdienstleiterin in einem Alten- und Pflegeheim, als Kreisrätin sowie als freiberufliche Regisseurin und Redakteurin einen ungewöhnlich breiten Wirkungskreis.
 Amtsübergabe in der Staatskanzlei: rechts die zur neuen Behindertenbeauftragten der Bayerischen Staatsregierung berufene Anita Knochner, links Amtsvorgängerin Ina Stein, im Hintergrund Sozialministerin Christa Stewens. Foto: Firsching. |
Die Berufung ins neue Amt erfolgte auf Vorschlag von Sozialministerin Stewens. Als Behindertenbeauftragte des Landkreises Rosenheim habe Knochner viele Erfahrungen gesammelt und ihren Ideenreichtum durch die Initiierung vieler Veranstaltungen unter Beweis gestellt. Der neuen Behindertenbeauftragten des Freistaats kommt eine essentielle gesellschaftspolitische Funktion zu. So erklärte Sozialministerin Stewens bei der Berufung, an Frau Knochner gewandt: "Sie sind künftig eine zentrale Anlaufstelle für die Sorgen und Nöte von Menschen mit Behinderungen. Sie können deren Anliegen direkt in den Ministerrat einbringen und nehmen so eine wichtige Mittlerrolle zwischen den behinderten Menschen und der politischen Spitze des Freistaates wahr". Ihren künftigen Arbeitsschwerpunkt sieht Anita Knochner vorrangig in der Umsetzung des Gleichstellungsgesetzes für Behinderte.
Nach Artikel 17 des Bayerischen Gesetzes zur Gleichstellung, Integration und Teilhabe von Menschen mit Behinderung beruft der Ministerpräsident für die Dauer einer Legislaturperiode eine Persönlichkeit zur Beratung in Fragen der Behindertenpolitik.
Christian Schoger
Lesen Sie dazu auch unser Interview mit Anita Knochner (Siebenbürgische Zeitung vom 15. Dezember 2002):Handeln in freier Selbstverantwortung
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