24. September 2004

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Siebenbürgisches Erntepaar in Drabenderhöhe

Wie jedes Jahr veranstaltete der Ernteverein das traditionelle Erntedankfest am zweiten Wochenende im September in Drabenderhöhe. Dem Höhepunkt am Sonntag geht am Samstagabend ein feierlicher Festakt mit anschließendem Tanz voraus. Im Mittelpunkt des Festes steht das jeweilige Erntepaar. Mehrere Erntepaare kamen schon aus dem Kreis der Bewohner der Siebenbürger-Sachsen-Siedlung. In diesem Jahr waren es Anna und Martin Schemmel aus Mardisch und Eibesdorf.
Die Siebenbürger Sachsen haben sich seit Bestehen der Siedlung an diesem sinnvollen Brauchtumsfest beteiligt. Das Erntedankfest ist zu einem schönen Dorffest geworden, bei dem Alt- und Neubürger gemeinsam danken und zwei Tage lang feiern. Das Wetter ist schön, die Glocken erklingen, Musiktöne werden hörbar; der Gang zur Kirche kündet einen Festtag an; es ist Erntedankfest! Vor der Kirche spielt der Posaunenchor das Lied:

Wir pflügen und wir streuen
den Samen auf das Land,
doch Wachsen und Gedeihen
steht in des Himmels Hand.


Pfarrer Kapff und das Erntepaar Schemmel aus Siebenbürgen, in Eibesdorfer Tracht, sowie viele Nachbarinnen und Nachbarn betreten die herbstlich geschmückte Kirche. Alles, was gesagt und gesungen wird, klingt in diesem Gottesdienst anders, dankerfüllter und feierlicher.

Erntepaar 2004 in Drabenderhöhe: Anna und Martin Schemmel. Foto: Günther Melzer
Erntepaar 2004 in Drabenderhöhe: Anna und Martin Schemmel. Foto: Günther Melzer

Am Nachmittag findet der Umzug statt: Kindergärten, Schule, siebenbürgische Trachtengruppe, die umliegenden Ortschaften und die Nachbarschaften mit ihren schön geschmückten Erntewagen, Reitergruppe und den zwei Blaskapellen werden von den vielen begeisterten Zuschauern bejubelt. Am Festplatz kann man die abgestellten Erntewagen besichtigen, essen, trinken, sich laben und vergnügen. Im Hermann-Oberth-Kulturhaus spielt die siebenbürgische Blaskapelle bei Kaffee und Kuchen, gebacken von den Frauen der Nachbarschaften und der örtlichen Vereine. Spät abends endet das Fest mit dem traditionellen Fackelzug. Es vereint harmonisch die Bräuche der einheimischen Drabenderhöher mit denen der Siebenbürger Sachsen.

Annemarie Schmidt


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