Eine Statistik der Siebenbürger Sachsen, die im Januar 1945 aus Leschkirch zur Zwangsarbeit in die Sowjetunion deportiert wurden liefert der Heimatforscher Michael Edling.
In Nr. 4/1993 der
Leschkircher Hefte sind jene 85 Mädchen und Frauen sowie 66 Jünglinge und Männer aufgelistet, die Januar 1945 in die Sowjetunion deportiert wurden; von ihnen verstarben ein Mädchen und drei ältere Männer.
Unsere jüngsten Deportierten waren: Sofia Fröhlich (geb. 21.11.1930), Simon Edling (geb. 6.01.1930), Gerda Emilie Schuster (8.11.1929), Peter Wotsch (geb. 23.03.1929), Georg Friedrich Kraus (geb. 23.02.1929), Georg Brenner (geb. 22.01.1929). Im selben Lager mit Sofia Fröhlich waren Zwillinge aus Rätsch des Jahrgangs 1931. Sofia Fröhlich ist erst nach ihrer Entlassung am Palmsonntag 1950 konfirmiert worden; sie lebt seit Jahren in München.
Die ältesten Deportierten aus Leschkirch waren: Alfred Arthur Maurer (geboren 29.03.1897), Martin Fröhlich (geb. 22.11.1899), Katharina Beer (geb. 12.09.1907), Katharina Wotsch (geb. 5.05.1907).
Es kamen Zeitzeugen in der
Leschkircher Heimatglocke (Folge 7/November 1994 bis Folge 17/November 1999) zu Wort, die über ihre Erlebnisse aus der Zeit der Deportation berichtet haben.
Michael Edling
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