Regisseur Clemens Keiffenheim hatte Songs von den beiden Siebenbürgern gehört, die er unbedingt in seinem Film haben wollte. Wie Ricky Dandel im Gespräch mit der Siebenbürgischen Zeitung erklärte, "stimmte die Chemie auf Anhieb, und schon stand Elvin vor der Kamera neben dem ehemaligen Herkules-Darsteller, dem US-Kinostar Gordon Mitchell". Elvin spielt als Nichtraucher überzeugend die Rolle des dauerbekifften Tonmeisters Max, der einer erfolglosen Theatergruppe, die auf den großen Durchbruch hofft, künstlerisch unter die Arme greift. Max singt und tanzt mit ihnen, entlockt dem Mischpult mitreißende Klänge und Rhythmen und gestaltet schließlich mit ihnen eine fulminante Premiere mit. Bei seinen Kollegen ist Max alias Elvin verschrien als "Romeo vom Dienst", der sich Gordon Mitchells Filmgeliebte unter den Nagel reißt. Die Balladen, die Elvin in recht ungewöhnlicher Kulisse zum Besten gibt, hat er selber komponiert und getextet.
Ricky Dandel steht zwar nicht vor der Kamera, lässt aber seine Kompositionen von verschiedenen Darstellern singen, denen er seine Stimme leiht. "Die Musik passt sich chamäleon-ähnlich dem jeweiligen Charakter der Filmperson an: von der Ballade zur Operette, vom Rock'n' Roll zur Reverie im dreiviertel Takt", so Ricky.
"Der schwarze Humor, der den Puls des Films bestimmt, lässt diesen zugleich experimentell, schrill, gewagt, ironisch wie auch selbstironisch, absurd und dennoch sinnträchtig erscheinen", fasst der Hermannstädter Musiker zusammen. Das Musikill sei eine Persiflage auf das Showbusiness, in dem die meisten Künstler Marionetten ohne eigenen Willen sind. In Keiffenheims Film gelingt der Durchbruch der Theatergruppe erst, nachdem die Schauspieler nach und nach sterben oder getötet werden und anschließend ausgestopft werden, um dann per Fernbedienung zur Perfektion getrimmt zu werden. Max sei der Einzige, der nicht ausgestopft werde, und ironischerweise bekomme er es gar nicht mit, dass er nur noch von Robotern umgeben sei.
Im Oktober und im November 2004 lief
Das Musikill bei zwei der renommiertesten Film-Musik- und Videofestivals in den USA, in Los Angeles und beim New York International Film- and Video Festival, wo der Streifen mit dem Preis als bester experimenteller Film ausgezeichnet wurde. Gordon Mitchell, der kurz nach Beendigung der Dreharbeiten verstarb, wurde postum mit dem Preis als bester amerikanischer Schauspieler in einem ausländischen Film geehrt. Arnold Schwarzenegger war übrigens der erste Prominente, der ein Gemälde seines ehemaligen Lehrers kaufte. Die Münchner Vernissage seiner während der Dreharbeiten zum
Musilill gemalten Bilder wurde nicht zuletzt auch durch die Aufsehen erregende musikalische Darbietung von Elvin und Ricky Dandel zu einem besonderen Ereignis.
Am Dienstag, dem 26. April 2005, 19.30 Uhr findet in der
Lichtburg Essen, dem größten Filmpalast Deutschlands, die Europa-Premiere der schrillen Musik-Komödie
Die To Live -Das Musikill statt. Elvin und Ricky Dandel, die mit ihren Kompositionen den Großteil des Soundtracks prägen, werden bei der Premiere live dabei sein. Im Vorprogramm der Erstaufführung findet ein Konzert statt, bei dem die beiden Künstler dem Publikum Songs aus dem Film live präsentieren werden. Vorverkauf und Bestellungen sind bei der Lichtburg in Essen unter Telefon: (02 01) 23 10 23, möglich. Der Film wird anschließend ab Freitag in der Lichtburg laufen und soll vorerst im Ruhrpott im Kino zu sehen sein.
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