Der Aussiedlerbeauftragte der Bundesregierung, Hans-Peter Kemper, hat bei seinem Rumänien-Besuch u.a. die Rückgabe des Gemeinschaftseigentums an die deutsche Minderheit thematisiert. Die "schleppende" Rückgabe an Forum und Evangelische Kirche A.B. erinnert fatal an die Boden- und Häuserrückgabe in den 90er Jahren, als den privaten Antragstellern alle nur erdenklichen Schwierigkeiten in den Weg gelegt wurden, egal ob sie Bürger oder Ausländer aus dem deutschen Sprachraum waren. Vor allem unter der Führung des damaligen Staatspräsidenten Ion Iliescu wurde die Restitution sehr stark verzögert oder gar unmöglich gemacht.
Gleichzeitig konnten z. B. Italiener Hunderttausende Hektar landwirtschaftlicher Flächen privat kaufen und gemäß Medienberichten anfänglich brach liegen lassen bzw. keine Steuern zahlen. Damit hat es Italien leicht, den EU-Beitritt Rumäniens zu befürworten. Diese Ungleichbehandlung wäre mit ein Grund, die Entwicklungen dieses Reformlandes, das 2007 den Beitritt in die Europäische Union anstrebt, genauer zu beobachten.
Johann Dorfi, Öhringen
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