Nach dem Intendantenwechsel im letzten Herbst hat das Temeswarer Deutsche Staatstheater (DSTT) offenbar einen neuen Kurs eingeschlagen, der die traditionsreiche Einrichtung grundsätzlich in Frage stellt.
Befremdlich erscheine vor allem die Aufnahme rumänischsprachiger Vorstellungen in den Spielplan des DSTT, heißt es in einem "Plädoyer für das Deutsche Staatstheater Temeswar", das zahlreiche Freunde der Einrichtung Ende März in der "Allgemeinen Deutschen Zeitung für Rumänien" veröffentlichten. Und das geschehe vermehrt, seitdem Alexandra Gandi die Leitung der Einrichtung übernommen habe. Darum fordern die Unterzeichner des Plädoyers alle zuständigen Stellen auf, sich "dringlichst für die umgehende Klärung der Zustände am DSTT zu engagieren." Zu den Verfechtern des Anliegens zählen u.a. Matin Baucks (Regisseur und Autor aus Berlin), Eva Mayer (Journalistin aus Budapest), Dieter Schlesak (siebenbürgischer Schriftsteller und Publizist mit Wohnsitz in Italien), Anton Schwob (Germanist aus Österreich) sowie weitere namhafte Persönlichkeit aus Kultur, Wissenschaft und Politik Rumäniens.
mo
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