19. August 2010
Zahlreiche Kränze schmücken die Gedenkstätte der Siebenbürger Sachsen in Dinkelsbühl; die Aufnahme entstand beim Heimattag 2007. Foto: Petra Reiner
Am Pfingstsonntagnachmittag wollte ich mir diese Gedenkstätte genauer anschauen. Ich war überrascht von der hohen Anzahl der dort niedergelegten Kränze. Ich ging die Kränze durch und las die verschiedenen Aufdrucke auf den Kranzschleifen der Gemeinden aus Siebenbürgen. Als ich den Kranz mit dem Aufdruck „In Ehren all unserer Toten – HOG Hahnbach“ auf der Schleife entdeckte, fühlte ich mich plötzlich diesem Ort, dieser Gedenkstätte sehr verbunden. Auch ich hatte meinen Opa im Krieg verloren. Ich erinnerte mich an die Geschichten, die meine Sofiatante, die Schwester meines Opas, mir an so manchen kalten Winterabenden am knisternden Feuer erzählte. Die Fotos, die sie mir von meinem Opa als stolzer Soldat oder als Musiker in der Hahnbacher Blaskapelle zeigte, waren plötzlich wieder da. Als Kind sah ich häufig die Kinder aus der Nachbarschaft, wie sie mit ihrem Opa auf der Bank vor dem Haus saßen und dieser ihnen Geschichten erzählte. Wie sehr wünschte ich mir zu dieser Zeit auch einen Opa ... Das Schicksal sollte es anders meinen mit mir und mit anderen Kindern, Müttern und Familien. Leider viel zu viele Landsleute aus Hahnbach mussten dieses Schicksal miterleben.Georg Lederer
Schlagworte: Gedenken, Hahnbach, Dinkelsbühl
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29. Februar 2012
11:00 Uhr