19. Juli 2006

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Geretsrieder mit drei Jugendtanzgruppen bei "Europa tanzt" vertreten

Der Isartaler Volkstanzkreis aus Wolfratshausen, unterstützt vom Kulturamt der Stadt Wolfratshausen und dem Kulturamt der Stadt Geretsried als Veranstalter, luden am 14. Juli abends in die Ratsstuben zu einer sehenswerten Tanzveranstaltung.
Die Kulturamtsleiterin von Geretsried, Anita Zwicknagl, eröffnete die Veranstaltung und lobte unter anderem die beispielhafte Jugendarbeit im Zusammenhang mit der kürzlich stattgefundenen 50-Jahr-Feier der Kreisgruppe Bad Tölz-Wolfratshausen. Unsere Kreisgruppe war mit den Kindern im Kindergartenalter, geleitet von Doris Ongerth, der Schülertanzgruppe mit Gerlinde Theil und der großen Jugend unter der Leitung von Heike Kraus und Silke Untch vertreten. Bei den Kindern gefielen der Schustertanz und der Homburger Sekstour, während die Schülertanzgruppe für ihren Hopser und die Pitpolka reichlich Applaus erhielten. Die stattlichen Paare der Großen Jugend kamen auf die Klänge des Marschierbayerisch in den Saal und tanzten den Schaulustig und den Dreidanz.

Gleich mit zehn Tanzpaaren in schmucker bayerischer Tracht traten die meist älteren Mitglieder des losen Isartaler Volkstanzkreises aus Wolfratshausen auf und begeisterten mit mehreren Volkstänzen in ruhigem gesetzten Tempo die Anwesenden.

Eine echte Bereicherung war der Auftritt des „Gajda-Folklore“-Tanzensembles aus München mit Volkstrachten und Tänzen aus dem kroatischen und danach aus dem mazedonischen Raum. Streckenweise erinnerte die Tanzmusik an die vielerorts bekannte rumänische Folkloremusik, und auch die Tanzweisen vor allem der Männer glichen manchmal den bekannten Hora, Sârba- und Invârtita-Tänzen. Einen Höhepunkt jedoch boten die sechs jungen Tänzer und Tänzerinnen des ungarischen Tanzensembles „Regös“ aus München. Während die Mädchen auf feurige Csardas-Melodien mit je einer Weinkaraffe auf dem Kopf jonglierend tanzten, legten die Burschen mit ihrem gekonnten Klatsch- und Springreigen eine filmreife, im Gleichklang gezeigte Akrobatik hin. Alles im Takte der mitreißenden ungarischen Musik, oft auch als Text von allen Tänzern mitgesungen. Die vor 25 Jahren in München gegründete Folkloregruppe zeigte auch einen Volkstanz in Szekler Trachten aus Siebenbürgen mit Bezug auf eine ungarische Ortschaft bei Neumarkt / Târgu Mureş / Marosvasarhely.

Zum Schluss führte der Isartaler Volkstanzkreis einen Fackeltanz auf einer Wiese vor den Ratsstuben vor, der in der lauen Hochsommernacht ein besonderes Ende der Veranstaltung wurde.

Walter Klemm


Schlagworte: Kulturspiegel, Tanzgruppen

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