Die kleinen täglichen Nöte des wirtschaftlichen Mangels und der unzulänglichen Organisation färben den Hintergrund dieser Alltagsgeschichten. Sie spielen im Rumänien der 1950er Jahre und lassen uns die Schwierigkeiten und Ängste mit- bzw. nacherleben, unter denen die Menschen ihr Leben zu meistern versuchten. Hilfsbereitschaft und die gegenseitige Unterstützung, aber auch die allgegenwärtige Unsicherheit ob der möglichen Bespitzelung sind ständige Begleiter im grauen Alltag in der angeblich klassenlosen Gesellschaft, wo Schlangestehen in bzw. vor Kaufhäusern zum täglichen Ritual gehörte, wo man sich aber oftmals vereint Luft machte gegen „die da oben“. In beiden Büchern erkennt man, dass Astrid Bartel weiß, wovon sie schreibt. Die Ich-Erzählerin, ein aufgeweckter Teenager, hat vieles selbst erlebt oder zumindest den Zeitgeist gut nachempfunden, so dass die Geschichten nicht konstruiert erscheinen.
uwa
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