Hermannstadt – Das Dach der Hermannstädter Stadtpfarrkirche sowie 18 siebenbürgisch-sächsische Kirchenburgen sollen mit EU-Geldern saniert werden. Die entsprechenden Finanzierungsverträge wurden am 15. Oktober von Bischof D. Dr. Christoph Klein, dem Hermannstädter Stadtpfarrer Kilian Dörr, der Ministerin für Tourismus und Regionalentwicklung, Elena Udrea, sowie dem Direktor der Agentur für Regionale Entwicklung in der Region Zentrum, Simion Creţu, in Hermannstadt unterzeichnet.
Anwesend war auch der Abgeordnete des Demokratischen Forums der Deutschen in Rumänien, Ovidiu Ganţ. Beide Projekte haben zusammen ein Volumen von rund 8 Millionen Euro, davon sind sechs Millionen nichtrückzahlbare Fördermittel.
Gut 4,5 Millionen Euro veranschlagt die evangelische Kirchengemeinde Hermannstadt für die Dachsanierung der Stadtpfarrkirche. Laut Dörr erhält die Gemeinde aus EU-Töpfen nun 2,3 Millionen Euro, die zusammen mit der restlichen Summe in den kommenden drei Jahren investiert werden sollen.
Das zweite Projekt umfasst die Restaurierung und touristische Herrichtung von 18 ausgewählten Kirchenburgen in den Kreisen Hermannstadt, Alba, Kronstadt und Marosch (Mureş). Als einen „außergewöhnlichen Moment für die Evangelische Kirche A.B. in Rumänien“ bezeichnete Bischof Christoph Klein die Unterzeichnung der Finanzierungsverträge. Das von der inzwischen aufgelösten Leitstelle Kirchenburgen ausgearbeitete Projekt hat ein Volumen von etwa 5 Millionen Euro. 3,9 Millionen erhält die evangelische Kirche als nichtrückzahlbare Unterstützung aus Strukturfondsmitteln der Europäischen Union. Das Projekt umfasst folgende Kirchen: Stadtpfarrkirche Mühlbach, Gräfenburg Urwegen, die Kirchenburgen Arkeden, Bodendorf, Deutsch-Kreuz, Eibesdorf, Hetzeldorf, Kirtsch, Kleinschenk, Klosdorf, Malmkrog, Meschendorf, Neithausen, Probstdorf, Schönberg, Trappold und Waldhütten sowie das ehemalige Zisterzienserkloster Kerz.
Holger Wermke
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