Zu den Kulturgütern, die wir beim Heimattag der Siebenbürger Sachsen in Dinkelsbühl pflegen, gehört auch unsere Mundart. "Det sachsesch Riade net vergeßen", dazu ermahnt auch Johanna Gadelmaier in ihrem Gedicht, das wir heute veröffentlichen.
Net vergeßt det sachsesch Riaden,
det sachsesch Dinken
uch det sachsesch Biaden.
Det hu geliëhrt mer vun diën Oolden,
mir sellen et fliëjen uch erholden.
Et äs e Wiërt, wat mir hu bekunn,
mir sellen e Liëwe long holden drun.
Iwerol, wo mir bäsumme sen,
bä em Glas Bär awer em Glas Wenig,
selle mir zeräck nor dinken,
wat mir schiun än de Wäch
mät hu bekunn ze schinken.
Än asem Harzen dro mir, ir Lekt,
dese Stuulz ze jeder Zekt.
Dinken ä Gedånken drun
uch dunkbor sen fir ängden,
asen Dialekt wekterschinken
ase Kängd'n uch Kängdeskängden.Johanna Gadelmaier wurde am 3. September 1927 in Neudorf bei Hermannstadt geboren. Als 17-Jährige wurde sie nach Russland verschleppt. Schon dort fing sie an, Gedichte zu schreiben. Seit ihrer Ausreise lebt sie in Ingolstadt.
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