10. Mai 2009

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Bundeskabinett bestimmt Stiftungsrat

Das Bundeskabinett hat per Beschluss vom 8. April die Mitglieder des Stiftungsrates der „Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung“ bestellt.
Für die Dauer von fünf Jahren wurden für den Deutschen Bundestag berufen: Jochen- Konrad Fromme und Dr. Angelica Schwall-Düren; für die Bundesregierung: Staatsminister Günter Gloser, AA, Franz-Josef Hammerl, Abteilungsleiter BMI, Bernd Neumann, Staatsminister im Bundeskanzleramt, BKM; für den Bund der Vertriebenen (BdV): Christian Knauer und Albrecht Schläger, Vizepräsidenten des BdV; für die Evangelische Kirche in Deutschland: Dr. Petra Bahr, Kulturbeauftragte; für die Katholische Kirche: Weihbischof Dr. Hans-Jochen Jaschke; für den Zentralrat der Juden in Deutschland: Prof. Dr. Salomon Korn, Vizepräsident des Zentralrats.

Der Präsident der Stiftung „Deutsches Historisches Museum“ als Trägerstiftung, Prof. Dr. Hans Ottomeyer, sowie Prof. Dr. Hans Walter Hütter, Präsident der Stiftung „Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland“, sind kraft Amtes Mitglieder des Stiftungsrates. Laut Pressemitteilung der Bundesregierung hat der BdV zwei Mitglieder und zwei stellvertretende Mitglieder benannt und für den weiteren ihm zustehenden Sitz (sowie Stellvertretung) „vorläufig keine Benennung“ vorgenommen.

Kulturstaatsminister Bernd Neumann erklärte, dass nach dieser Kabinettsentscheidung der Weg endgültig frei sei zum Aufbau der geplanten Ausstellungs- und Dokumentationsstätte im Berliner Deutschlandhaus: „Die heutige Entscheidung, die einen langen, politisch schwierigen Vorlauf hatte, bringt ein wichtiges Vorhaben erfolgreich zum Abschluss.“ Mehr als 60 Jahre nach Kriegsende werde damit „des Schicksals von Millionen Vertriebenen in Europa und besonders der Flucht und Vertreibung von 14 Millionen Deutschen angemessen und würdevoll gedacht.“ Neumann kündigte die umgehende Ausschreibung des Architektenwettbewerbs für die Sanierung des Deutschlandhauses unter besonderer Berücksichtigung der Anforderungen an die Dokumentationsstätte an. Der neue Stiftungsrat werde zügig den Gründungsdirektor der Dokumentationsstätte und den wissenschaftlichen Beraterkreis benennen, damit die Stiftung baldmöglichst ihre Arbeit aufnehmen könne. Die Ausstellungs- und Dokumentationsstätte soll dazu beitragen, Erinnerung und Gedenken an das „Jahrhundert der Vertreibungen“ wach zu halten.

CS

Schlagworte: BdV, Zentrum gegen Vertreibungen, Vertriebene und Aussiedler

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