4. April 2010
Katharina Zipser: „Herabsteigender Christus“ (1987/2003), Eitempera und Gold auf Holz. Das Gemälde, eine Schenkung der Künstlerin an die evangelische Kirchengemeinde ihrer Heimatstadt, befindet sich seit 2008 in der Johanniskirche in Hermannstadt. Foto: Konrad Klein
Auf dem oben stehenden Gemälde der siebenbürgischen Künstlerin Katharina Zipser, ist die Botschaft vom Sieg des Lebens über den Tod schon vom Kreuzesgeschehen her dargestellt. Auf den ersten Blick ist es der Glorienschein, der die Gedanken in Richtung Ikonenmalerei lenkt. Doch beim näheren Hinschauen sprechen einen die konkreten Gesichtszüge an. Sie strahlen Offenheit, Staunen und Güte aus, so als meinten sie den gegenwärtigen Betrachter. Das Leid und der unermessliche Schmerz sind überwunden. Der streng lineare Körper ist unversehrt und scheint zu schweben, im Begriff vom Kreuz herabzusteigen. Die Arme sind ausgebreitet, nicht mehr festgenagelt, bereit zur Umarmung, wie ein guter Freund, ein Tröster, und man meint schon im Voraus hören zu können: „Kommet her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken.“ (Matthäus 11, 28) Der irdenfarbene Hintergrund bringt die Realitätsbezogenheit des Geschehens zum Ausdruck.Hermann Schuller, Dekan i.R. Vorsitzender des Hilfskomitees
Schlagworte: Ostern, Kirche und Heimat
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13. Juni 2012
11:00 Uhr