(11.09.2010) 12:00 Uhr
Berlin/Neue Bundesländer
Der Hermannstädter Bürgermeister Klaus Johannis erhält die höchste Auszeichnung des Bundes der Vertriebenen (BdV). Die Ehrenplakette wird dem Siebenbürger Sachsen „für seine hervorragenden Verdienste um die Völkerverständigung als Brückenbauer in einem zusammenwachsenden Europa“ verliehen. Die Auszeichnung wird Klaus Johannis beim „Tag der Heimat“ in Berlin überreicht. Zum Festakt lädt der Bund der Vertriebenen für den 11. September 2010 um 12 Uhr in das Internationalen Congress Centrum. Neue Kantstraße/Ecke Messedamm, ein. Der „Tag der Heimat“ steht unter dem Motto „Durch Wahrheit zum Miteinander“: „Nur auf dieser Basis kann Zukunft in Frieden und Freiheit gewonnen werden“, heißt es in der Einladung des BdV. Die Festrede hält Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer, die Begrüßungsansprache BdV-Präsidentin Erika Steinbach, ein Geistliches Wort spricht Weihbischof Dr. Reinhard Hauke, Beauftragter der Deutschen Bischofskonferenz für die Vertriebenen- und Aussiedlerseelsorge.
Zur Verleihung der Ehrenplakette erklärt BdV-Präsidentin Erika Steinbach, MdB: „Mit Klaus Johannis wird ein Rumäniendeutscher, ein Siebenbürger Sachse der jüngeren Generation ausgezeichnet, der erheblich zum Verständnis zwischen beiden Völkern beigetragen hat. In zahlreichen persönlichen Auftritten hat er in Vorträgen Kenntnisse über Land und Leute vermittelt und um Verständnis für Rumänien und seine deutsche Minderheit geworben. Durch seine großen Leistungen als Bürgermeister ist Hermannstadt nicht nur eine Vorzeigestadt in Rumänien geworden, sondern auch Kulturhauptstadt Europas 2007.“ Klaus Johannis sei ein anerkannter Politiker, der sich den Problemen stelle, betonte die CDU-Politikerin. Johannis’ Initiativen hätten die deutsch-rumänischen Beziehungen in vielfacher positiver Weise beeinflusst. Der Vorsitzende des Forums der Deutschen in Rumänien wurde am 13. Juni 1959 in Hermannstadt geboren. Nach dem Studium der Physik war er Lehrer in Hermannstadt. 2000 wurde er zum ersten Mal zum Bürgermeister der Stadt Hermannstadt in Siebenbürgen gewählt sowie 2004 und 2008 wiedergewählt.
Die Ehrenplakette des Bundes der Vertriebenen wird seit 1962 an Persönlichkeiten aus Politik, Kirche und öffentlichem Leben sowie an Institutionen verliehen, die sich um die Vertriebenen und die Völkerverständigung verdient gemacht haben. Zu den Preisträgern gehören die Bundeskanzler Konrad Adenauer (1964) und Helmut Kohl (1984), der Staatspräsident von Estland, Lennart Meri (1999), die Bundestagsabgeordneten Wenzel Jaksch und Peter Glotz (2006, postum), die Verleger Herbert Fleissner und Axel Springer, Bundesinnenminister a.D. Otto Schily (2009) u.a.
Ort: Berlin
Veranstalter: BdV
Schlagworte:
Auszeichnung