Künstliche Befruchtung und Leihmutterschaft

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Julia K
Erstellt am 07.07.2014, 13:35 Uhr
Immer heftiger wir über das Thema künstliche Befruchtung und die Leihmutterschaft diskutiert. In Deutschland ist die Leihmutterschaft laut dem Gesetz verboten, dafür in anderen europäischen Ländern nicht. Ist eine künstliche Befrüchtung/ Leihmutterschaft gegen die Natur oder eine übliche Sache? Wie findet ihr das?

OREX
Erstellt am 07.07.2014, 14:41 Uhr
Akso ich finde, die künstliche Befrüchtung und die Leihmutterschaft sind zwar unnatürlich, jedoch gegen die Natur verstossen sie nicht. Eher kommen sie in Konflikt mit den strengen Regeln der Ethik.

Harald815
Erstellt am 07.07.2014, 16:15 Uhr
Und "Akso" kommt in Konflikt mit den strengen Regeln der deutschen Sprache.

manfred-M
Erstellt am 07.07.2014, 16:20 Uhr
Sehr gefährliches Thema.
Der eine, den es nicht betrifft, urteilt da ganz anders drüber als jemand anders, der aus medizinischen Gründen dazu "verdammt" ist, sich mit diesem Thema ernsthaft auseinanderzusetzen.

Erst muß man den "Kinderwunsch" definieren, und das ist schwer genug. Es ist ein riesiger Unterschied, ob dieser Kinderwunsch von einem Ehepaar kommt, bei dem z.B. die Frau gesundheitlich nicht in der Lage ist, eine Schwangerschaft einzugehen. Im Gegensatz dazu ein Kinderwunsch eines beginnenden Greises z.B. in der Schauspielerbranche, der (sich oder anderen) beweisen will, was er fortpflanzungsmäßig noch drauf hat.

Natürlich ist es immer die Vervollkommnung einer Ehe, wenn daraus ein gemeinsames Kind hervorgeht. Natürlich ist es "natürlich", daß sich ein Ehepaar so etwas wünscht. Die andere Frage bleibt, ob dieses Erreichen des Kinderwunsches durch alle möglichen Hilfsmitteln nach dem heutigen Stand der Medizin auch noch "natürlich" ist.

Wobei ich den Begriff "Ehepaar" auf eine Partnerschaft zwischen Mann und Frau beschränke. Alles andere darüber hinaus ist von meinem Vorstellungsvermögen derart weit entfernt, daß ich es nicht beurteilen kann.

Wieweit man hier nach ethischen Gesichtspunkten bewerten kann, was vertretbar ist und was nicht, kommt immer auf den Standpunkt an.

Standpunkte aber gibt es verschiedene:

z.B. den der alleinstehenden Frau, die generell in keine Beziehung eingehen will und sich zur Erfüllung des Kinderwunsches Samenzellen aus der Samenbank verwendet, - dabei nach IQ, Haarfarbe und anderen Kriterien die "Spender" aussortiert.
Oder den des daraus hervorgehenden Kindes, daß im fortgeschrittenen Alter mit allen Mitteln herausfinden will, wer sein Vater ist.
Oder den des Samenspenders, der seine "Erzeugnisse" einfach nur zu Geld machen wollte und überhaupt kein Interesse daran hat, daß daraus ein Kind hervorgeht, und daß er dieses Kind jemals zu sehen bekommt.

Bereits hier gibt es mindestens drei verschiedene Sichtweisen, - wenn nicht noch mehrere.

Was nun die Leihmutterschaft betrifft, da ist es noch komplizierter. Welche Standpunkte sind hier vertreten:

- der der Frau, die sich sehnlichst mit ihrem Partner ein eigenes Kind wünscht
- der der Leihmutter, die neun Monate lang diesen Fötus in sich heranwachsen läßt, mit allen Begleiterscheinungen, und die dann dieses Kind zur Welt bringt
- der des Kindes, das eigentlich dann zwei Mütter hat
- der des leiblichen Vaters, der sich dann um das Wohlergehen von zwei Frauen sorgt

Wo ich die Hauptproblematik sehe, das liegt in der Natur der Frau, die unsereiner als Mann ohnehin kaum versteht, - möge er noch soviel Erfahrung und Alter in die Waagschale werfen. Jede Leihmutter wird zu dem Ungeborenen, das sie später entbindet, eine gewisse Beziehung entwickeln. Sich von dieser inneren (und natürlichen) Beziehung zu befreien, wird jeder Frau schwerfallen.

Mit Sicherheit gibt es Frauen, die ihren Körper verkaufen. Manche sind sogar darauf angewiesen, - oder meinen es, zu sein. Die Frage stellt sich, ob diese Frauen sich dabei wohl fühlen. Wobei es - provokativ gesagt - fast egal ist, ob diese Frauen sich nun an Männer oder an Frauen verkaufen, eben auch an Frauen, die selbst ihr Kind nicht austragen können.

Natürlich habe ich keine Patentlösung parat.Deshalb kann ich auch jene, die sich zu einer Leihmuterschaft entschließen, nicht kritisieren. Denn zur glaubhaften Kritik gehört nach meinem Vrständnis immer das Aufzeigen der Alternative. Genau hier wirds dann schwierig.

Der im Raum stehende Vorschlag, einfach ein Kind zu adoptieren, ist wieder eine ganz andere Schiene. Man kann das eine nicht mit dem anderen vergleichen.

Die künstliche Befruchtung im Reagenzglas ist dabei noch die kleinere Problematik, da dafür keine dritte Person im Normalfall impliziert ist, außer dem Arzt. Was bei diesem Vorgang "unnatürlich" ist, wäre nur das Fehlen des Sexualaktes.

Ethik, religiöse Einstellung, medizinische Wissenschaft, - es ist sehr schwierig, hier als nicht Betroffener darüber eine Meinung zu haben. Ich kann und will mir hier kein Urteil bilden, - und schon gar nicht "Richter" sein.

Denn dafür müßte ich zumindest einen Fall kennen, bei dem - um beim Beispiel "Leihmutterschaft" zu bleiben - alle dabei beteiligten Personen (Vater, Mutter, Leihmutter, Kind) auch noch nach 20 Jahren glücklich und zufrieden mit dieser Lösung waren.

Etwas umfassend und ausführlich, mein Kommentar, - aber wer hier in der Lage ist, dieses Thema in drei Sätzen zu kommentieren, der hat mir was voraus. Ich kann es jedenfals nicht.




Slash
Erstellt am 07.07.2014, 17:16 Uhr
Ich kann es jedenfals nicht.
Na so was! Ist mir gar nicht aufgefallen...

johan009
Erstellt am 07.07.2014, 18:27 Uhr
Es gibt ein Buch wo eine Siebenbürgerin mitgewirkt hat(als Autor und betroffene ) und zwar "Ein Kind -warum nicht auch für uns".Erhältlich bei amazon.

Nachher kann jeder urteilen
mfg

OREX
Erstellt am 07.07.2014, 19:07 Uhr und am 07.07.2014, 19:21 Uhr geändert.
@Harald815
Und "Akso" kommt in Konflikt mit den strengen Regeln der deutschen Sprache.
Deine Kritik wäre berechtigt, bezöge sie sich auf Wortwahl, auf die Platzierung der Wörter im Satz, deren Flexion, sowie auf Schreibstil, vorausgesetzt Du fändest diesbezüglich Unstimmigkeiten in meinem Text. Ich bemühe mich, meine Gedanken im möglichst knapper Form so auszudrücken, dass jeder zumindest halbwegs Gebildete, der guten Willens ist, sie auch verstehen kann. Meine Texte sind der Beweis für meine Behauptung.

Mit der Rechtschreibung stehe ich auch nicht auf Kriegsfuß. Bei den meisten Wörtern bin ich mir sicher, wie man sie schreibt und sollte es Unsicherheiten geben, so gibt es im INTERNET genügend Quellen zum Nachschauen, an erster Stelle der DUDEN.

Das von Dir beanstandete Wort soll "Also" heißen und nicht "Akso". Wenn man weiß, dass auf der Tastatur "K" neben "L" liegt, erkennt man gleich, es ist ein Vertipper und mitnichten eine Mißachtung der "strengen Regeln der deutschen Sprache". Es sei mir altem und krankem Mann gestattet, sofern ich etwas zu sagen habe, meine Meinung im Forum auch weiterhin solange ich noch kann kundzutun, selbst wenn meine zittrigen Finger sich am laufenden Band vertippen und meine Augen selbst bei wiederholtem Lesen den (die) Fehler im Text nicht immer entdecken.

Und noch etwas: Eine Schande für die Siebenbürger Sachsen bin ich mit Sicherheit nicht.
Nichts für ungut!

manfred-M
Erstellt am 07.07.2014, 19:56 Uhr
johan009:
Kann sein, daß das Buch darüber was hergibt. Wirds auch sicher anderswo geben, - ich bin kein amazon-Kunde.

Aber auch ohne Buch kann man darüber eine Meinung haben. Ich denke, der Dreh-und Angelpunkt ist aus meinem vorletzten Absatz des langen Kommentares ersichtlich. Da das aufgrund der zeitlichen Zusammenhänge nicht möglich ist, wird es wohl schwer sein, hier eine klare Meinung dazu zu entwickeln.

Im übrigen dachte ich mir, daß bei solchen Beiträgen oder Themen auch was Geistvolles rüberkommt. Wenn sich das aber hauptsächlich in der Kritik an Tippfehlern ergießt, weil andere Substanz nicht vorhanden ist, dann wirft das nicht grade ein gutes Licht auf die Leserschaft.

Das Thema, das Julia K. da angeschnitten hat, ist durchaus geeignet, sich darüber Gedanken zu machen. Wenn es aber nicht mehr (bei mittlerweile über 200 Anklicks) hergibt als Hinweise auf Tippfehler, dann lasse ich es besser auch sein, hier zu kommentieren.
Ich habe nämlich wirklich versucht, mich damit zu beschäftigen. Und gleich der Hinweis: Auch bei mir sind Tippfehler drin, obwohl ich nachkontrolliere.

Wenn das alles ist, was dabei rauskommt an geistigem Esprit, dann "gute Nacht".


OREX
Erstellt am 08.07.2014, 20:12 Uhr und am 08.07.2014, 20:34 Uhr geändert.
@Harald815
In dem Thread "Behauptung mit Hintergrund,oder Unkenntniss?" schriebst Du am 24.05.2014, um 19:41 Uhr:
Man kann alles lesen und überlegen wer, was, wem zu unterstellen versucht. Gerri, ein Mensch solch niedriger Bildung wie du, sollte lesen, aber nicht schreiben!
Über die anderen könnte ich mich auch äußern, aber niemand kann ihre Gesinnung besser darstellen als sie selbst. Oft eine Schande der Sachsen.

Darauf postete ich um 20:30 Uhr:
@Harald815
... die anderen ...
Oft eine Schande der Sachsen.

Bitte konkret wer und warum? Als möglicher Betroffener (... die anderen ...) habe ich das Recht, auf meine Fragen auch eine vernünftige Antwort zu erhalten.

Noch am selben Tag, um 23:17 postetest Du u. a.:
Bitte konkret wer und warum? Als möglicher Betroffener (... die anderen ...) habe ich das Recht, auf meine Fragen auch eine vernünftige Antwort zu erhalten.
Du bist tatsächlich einer der Betroffenen und hast natürlich auch Rechte. Du kannst lesen und möglicherweise sogar denken. Bringt es nichts, kannst du klagen um dein Recht zu bekommen.
...


Das war also am 24. Mai d. J. Ich dachte, Deine Postings seien ein Ausrutscher und ich hatte damals auch keine Lust auf Deine Verunglimpfung zu reagieren. Jetzt aber kommst Du und reibst mir einen banalen Tippfehler unter die Nase, hast aber nicht den Mut, Dich meiner kritischen Reaktion auf Dein Posting und den kritischen Bemerkungen von manfred-M zu stellen. Das hat mich veranlaßt diese Zeilen zu schreiben. Hast Du meine Essays überhaupt gelesen? Du findest Sie in diesem Forum:
- 06.10.2010, 12:44 Uhr - Normalität
- 18.04.2014, 11:17 Uhr - Freiheitsdrang
- 19.04.2014, 20:24 Uhr - Gedanken über die Zeit
- 30.04.2014, 16:57 Uhr - Die Wahrheit in der Fotografie
- 01.05.2014, 20:47 Uhr - Gedanken über das Denken
- 03.05.2014, 20:22 Uhr - Das Trauma vom Turmbau zu Babel
- 07.05.2014, 19:43 Uhr - Wegweiser
- 08.05.2014, 22:30 Uhr - Die Fotografie und der Zufall
Meine Essays beinhalten die Lebenserfahrungen eines alten Mannes, der mit offenen Augen, mit aufmerksamem Blick durchs Leben geganen ist. Wenn Du sie gelesen und verinnerlicht hast, dann erst bist Du auch kritikberechtigt, ansonsten verbitte ich mir jedwede Kritik, zumal wenn sie oberflächlich ist und mit dem Thema des Threads nichts zu tun hat.

Zu dem Zeitpunkt, als ich das kritisierte Posting schrieb, wusste ich auch nicht viel von der Thematik des Threads, jedoch habe ich versucht eine Diskussionsleitfaden zu finden, in der Hoffnung auf eine rege Diskussion, leider aber gab es kein großes Gedränge. Dafür aber hat uns manfred-M eine Lektion erteilt, wie man so ein Thema behandelt - sicher nicht nur mit ein paar Statements, mit ein paar Stichworten, wie man mir vor etwa drei Monaten empfahl. Herausgekommen ist ein umfassender und ausführlicher Beitrag. Danke Manfred. Abschließend stellt manfred-M fest:
Wenn das alles ist (das Entdecken und Kritisieren eines Tippfehlers), was dabei rauskommt an geistigem Esprit, dann "gute Nacht".
Harald, wenn Du jetzt noch behauptest, ich sei eine Schande für die Siebenbürger Sachsen, dann kann Dir keiner mehr helfen.

OREX
Erstellt am 09.07.2014, 16:25 Uhr
Korrektur:

In meinem letzten Posting habe ich in der vorvorletzten Zeile des vorvoletzten Abschnitts einen Tippfehler entdeckt:
- Anstatt "durchs Leben geganen ist" soll es "durchs Leben gegangen ist" heißen.

Adam78
Erstellt am 16.07.2014, 09:26 Uhr
Hallo an Alle,

Hier sind ein paar Infos über dieses Thema. Vielleicht kann das jemandem weiterhelfen)) TV-Kritik: TV-Kritik: Gebt mir mein Wunschkind - News Kultur: Fernsehen - tagesanzeiger.ch Das, was heute noch völlig verboten und unmoralisch ist, kann morgen schon zu einer normalen Sache werden. Wie weit soll und darf man in der Medizin gehen? In der Schweiz sollen bald Eizellspende und Leihmutterschaft erlaubt sein. (Die Biotexcom schon seit Jahren praktiziert.) Ich bin mir sicher, beim Erfolg in der Schweiz wird Deutschland das auch nachmachen.
Und was dann mit all den strengen DE Gesetzen?

Adam78
Erstellt am 16.07.2014, 09:29 Uhr
Ach, fast vergessen. Der Artikel: Leihmutterschaft: Käufliches Elternglück - Inland - FAZ ist auch sehr interessant geschrieben, obwohl dies Thema künstliche Befruchtung und Leihmutterschaft sehr heikel ist. Vor allem hier in Deutschland. Deshalb rate ich allen, die sich für das Kinderwunschthema interessieren, das zu lesen. Viel Spaß!

Liebe Grüße,
Adam

Adam78
Erstellt am 16.07.2014, 23:02 Uhr und am 16.07.2014, 23:03 Uhr geändert.
Vielen dank für deine ausführliche Antwort, Manfred-M. Du hast Recht, dass es zwei Seiten der Medaille gibt. Die einen können so viel,wie möglich, reden. Dabei betrifft es die nicht. Die anderen dagegen werden es aus Sicht des Patienten und somit den Betroffenen sehen. Selbstverständliche werden es unterschiedliche Meinungen geben. Die Frage ist aber: wer gewinnt und wer verliert?

Adam78
Erstellt am 16.07.2014, 23:18 Uhr
Gibt es sogar verlierer in dieser Situation?
Die Ärzte bekommen ihre Honorare und die frisch gebackte Eltern - das gewünschte Kind. Da bleibt noch die Leihmutter, wenn wir über den Fall einer Leihmutterschaft sprechen. Sie hat ihr Geld auch. Was dann? Wieso ist es dann sooo verboten. Etwas außer der Moral. Wieso denkt man schon mittlerweile in der Schweiz dies einzuführen?


Adam78
Erstellt am 16.07.2014, 23:21 Uhr
Ich bin der Meinung, das die Gesetze den Menschen helfen sollen. Sie sollen doch helfen das Wunschkind zu bekommen und nicht das Gegenteil. Deshalb bin ich für eine künstliche Befruchtung und Leihmutterschaft. Mehr sogar. Ich denke, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis sie in allen Ländern erlaubt wird.
Ich persönlich habe es nicht erleben müssen. Meine Kinder einer der beiden Möglichkeiten zu bekommen. Aber bin trotzdem bereit, Menschen dabei zu unterstützen.

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