Denkmal für die Deportierten Siebenbürger Sachsen in die Sowjetunion 1945-50

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Jacobi Peter
Erstellt am 17.09.2014, 11:28 Uhr
Öffentlicher Aufruf

Konzept für die Errichtung eine Denkmals für die Deportierten Siebenbürger Sachen, 1945-50 in die Sowjetunion.


Die wichtige Initiative der Evangelischen Kirche AB in Rumänien - in Zusammenarbeit mit dem
Verband der Siebenbürger Sachsen in Deutschland - in der Ukraine Aufstellungsplätze für Gedenktafeln an öffentlichen Stellen zu finden, ist trotz erheblicher Anstrengungen, wohl auch wegen der aktuellen politischen Situation, nach eigenen Angaben, vertagt worden. Der Gedanke in der Ukraine Erinnerungstafeln aufzustellen, wird jedoch nicht aufgegeben.
Zunächst war es nicht vorgesehen in Siebenbürgen ein Denkmal zu errichten. Meine Meinung hingegen ist, dass in einer der siebenbürgischen Städten wie Hermannstadt, Krohnstadt, Mediasch und Schäßburg, ein Denkmal errichtet werden soll.
Die in Rumänien und Deutschland befindlichen Institutionen und Privatpersonen die Bezüge zur Geschichte und Kultur der Siebenbürger Sachsen haben sollten angesprochen und um ihr Mitwirken gebeten werden. Im Besonderen die Regierungen Rumäniens und Deutschlands. Die rumänische Regierung hat in den letzten Jahrzehnten eine Reihe von Denkmalen, die an politische Ereignisse des 20. Jh. erinnern, erstellen lassen. So befinden sich zwei davon, in Szighet und nicht zuletzt das von mir entworfene und realisierte “Nationale Holocaust Denkmal“ in Bukarest. Die rumänische Regierung hat nach Kriegsende, auch in starker Abhängigkeit von der Sowjetunion, mit der rumänischen Armee und den Organen der Verwaltungen, die Verhaftungen und den Abtransport der Siebenbürgischen Frauen und Männer im Alter von 17/18 bis 45 Jahren organisiert und betrieben. Daher ist die rumänische Regierung nun im Zuge ihrer eingestandenen Schuld, in der historischen und moralischen Pflicht die Errichtung und Finanzierung eines solchen Denkmals zu übernehmen. Auch glaube ich dass die Bundesrepublik Deutschland, im Rahmen Ihrer positiven Haltung zur Bewältigung und Milderung der Kriegsfolgen, sicher gewillt ist, einen bedeutenden Beitrag zur Erstellung eines Denkmals für die zur Zwangsarbeit deportierten Siebenbürger Sachsen, zu leisten. Sicher ist der Bund der Vertriebenen bei dem der Verband der Siebenbürger Sachsen Mitglied ist, ein erster Ansprechpartner. Jedoch ist es letztendlich die Bundesregierung, die die Entscheidung für eine derartige Maßnahme, fällt.
Das zunächst anstehende Hauptproblem besteht in der Gründung eines kompetenten
Managements, das die erwähnten Aufgaben bewältigen kann. Die politischen, kirchlichen und
fachlichen Vertreter unserer Gemeinschaft, aber nicht nur jene der Rumänien-Deutschen, sollten diesem Gremium angehören. Nachdem ein historisches, politisches, künstlerisches Statement und aktives Handeln eine Beschlussfassung und Finanzierung auf den Weg gebracht hat, soll ein Wettbewerb ausgelobt werden. Eine aus, politischen, kirchlichen und kunsthistorischen Vertretern/Fachleuten bestehende Jury wird nach allgemein gültigen Regeln urteilen. Ich darf auf meine Erfahrung mit dem Zustandekommen des internationalen Wettbewerbs und der Realisierung des Holocaust Denkmals in Bukarest, kurz hinweisen. Das Jewish Committee hat zusammen mit dem American National Holocaust Museum in Washington, nach der Wende im Jahr 2000 von Präsident Ion Iliescu die Genehmigung erhalten, die Archive aus der Kriegszeit zu studieren. So wurden die Fakten des “Rumänischen Holocausts“ bekannt – unter anderem sind
die Transportlisten der Deportierten nach Transnistrien, gefunden worden. Die darauf folgenden Verhandlungen wurden zwischen den genannten Institutionen und dem Rumänischen Staat auf der Ebene des Staatspräsidenten und des Premiers, und den Vertretern der Opfer unter der Leitung des Nobelpreisträgers Elly Wiesel geführt. Die internationale Kommission, die die Verhandlungen geführt hat, wurde dann auch als die “Elly Wiesel Kommission“ benannt und bekannt. Das Resultat der Verhandlungen war ein Abkommen, dass die Gründung eines Instituts zur weiteren Erforschung des “Rumänischen Holocausts“ (INSHR) und die Errichtung eines Denkmals für die ca. 250.000 jüdischen und ca. 15.000 Opfer der Zigeuner festlegte. Nach dem Zuspruch des ersten Preises, des zur Erschaffung des Holocaust Denkmals, international ausgeschriebenen Wettbewerbs hat es eine ständige Begleitung durch die ersten Positionen des Rumänischen Staates gegeben. Offensichtlich lässt sich eine Parallele zu unserer Situation herstellen. Wie die Arbeit Elly Wiesels auf
der Erforschung und dem Kampf gegen eine Wiederholung des Holocausts beruht, gibt es das
außerordentliche Werk der Nobelpreisträgerin Herta Müller, das zum Großteil auf der literarischen
Bearbeitung der Deportation der Deutschen in die Sowjetunion beruht. Wenn es gelingen würde
Herta Müller in der einen oder anderen Weise in eine solche Initiativgruppe einzubinden, könnten
wir zu einem oben beschriebenen Äquivalent kommen um auf höchster, politischer Ebene zu
wirken, und die Realisierung des Wettbewerbs und des Denkmals vom Rumänischen Staat zu erreichen. Abgesehen von der eventuellen Einbringung Herta Müllers sind die historischen Fakten und die moralische Berechtigung auf unserer Seite und unser Vorgehen wird erfolgreich sein. Die Gemeinschaft der Banater Schwaben hat bereits seit einigen Jahren In Reschitza ein solches Denkmal, durch den dort gebürtigen Maler Ion (Hans) Stendl in der Form einer Kreuzigung, errichten lassen. Abgesehen davon sind in zahlreichen Gemeinden des Banats, Gedenktafeln mit den Namen der örtlichen Deportierten, angebracht worden.
Unsere politischen und kirchlichen Vertreter erwarten einen öffentlichen Rückhalt aus der Mitte unserer Siebenbürgischen Gemeinschaft aber auch von Jedermann dem unsere Geschichte ein Anliegen ist.
Sind Sie für die Errichtung eines solchen Denkmals in Siebenbürgen dann teilen Sie bitte Ihre Meinung unseren Vertretern schriftlich mit.

Mit freundlichen Grüßen


Prof. Peter Jacobi
Bildhauer
Im Steinernen Kreuz 35
75449 Wurmberg/Deutschland
Tel. Fax: 07044 / 43264
Mobil: 0174 / 3244401
E-Mail: jacobi@gmx.li
http://www.peterhjacobi.de






An Herrn Dr. Bernd Fabritius, Vorstand des Verbandes der Siebenbürger Sachsen e.V. Karlstraße Nr. 100. 80335 München. verband@siebenbuerger.de
An Herrn Reinhard Guib, Bischof der Evangelischen Kirche A-B, in Rumänien. Sibiu/Hermannstadt Strada General Magheru Nr. 4. 550185 Sibiu, Romania
bischofsamt@logon.ro oder bischofsamt@evlk.artetelecom.net
Deutsches Demokratisches Forum Hermannstadt/Sibiu Rumänien – Boulevardul Gen. Magheru 1-3 550185 Sibiu Romania
Paul-Jürgen Porr – Vorsitzender paul_porr@yahoo.com
Dr. Paul Philippi – Ehrenvorsitzender
Ovidiu Ganţ – Abgeordneter des DFDR ovidiu.gant@cdep.ro

Johann
Erstellt am 17.09.2014, 20:39 Uhr und am 17.09.2014, 20:39 Uhr geändert.
Ein Denkmal für die Deportierten gibt es seit 2006 auch in Reußen:

Reußner Denkmal eingeweiht: "Die Toten ermahnen zum Frieden"

Administrator
Erstellt am 17.09.2014, 21:06 Uhr und am 17.09.2014, 23:28 Uhr vom Moderator geändert.
Fahren Sie mit der Maus über die Box um die Vorschau anzuzeigen.
Ein Denkmal für die Opfer von Krieg und Deportation wurde am 5. August 2006 in Reußen eingeweiht.
Von Benutzern verlinktes Bild - Link zum Bild


[Dient zur Demonstration. Herr Jacobi hat gefragt ob man den Textbeiträgen hier auch Fotos beifügen kann. - Admin]

Robert

Administrator
Erstellt am 05.02.2016, 21:01 Uhr
DiePresse.com: "Rumänien und Russland wegen Zweitem Weltkrieg uneins"
Moskau ist verärgert über eine jetzt in Bukarest laufende Ausstellung zur Deportation von rund 70.000 Rumänen deutscher Abstammung im Jahr 1945 in sowjetische Arbeitslager. Das russische Außenministerium hatte Medienberichten zufolge kritisiert, dass die Ausstellung zur Deportation der Rumäniendeutschen einen "offen antisowjetischen und antirussischen" Ton habe.

gerri
Erstellt am 06.02.2016, 09:20 Uhr und am 06.02.2016, 09:28 Uhr geändert.
@ Im Moment ist die politische Stimmung zwischen den beiden Ländern nicht gut,seit der Ukraine-Kriese,dem installierten amerik. Raketen Abwehrsystem in Rumänien und dem ewigen Gelabber von einer Wiedervereinigung Moldaviens mit Rumänien.Eigentlich wollen die Moldawier keine Unterordnung gegenüber Bukarest.
-So ist die Ehrung der Deportierten in Bukarest nur ein Tüpfelchen oben drauf, auf die seit Jahren schlechte Beziehungen dieser beiden Staaten.Beiden ist die Deportation nicht so wichtig,sondern das unterschwellige Feuer.

gerri
Erstellt am 06.02.2016, 10:07 Uhr
Ziarul "Adevarul" 6.02.2016

"Moscova acuză Bucureştiul că în cadrul evenimentului de la Bucureşti, preşedintele Klaus Iohannis nu a condamnat Holocaustul şi nici nu a transmis cuvinte de compasiune pentru evreii români. „Nu a fost amintit nici faptul că listele cu nemţii deportaţi au fost realizate intenţionat de administraţia românească. Astfel, Bucureştiul a redus din greutatea comunităţii nemţeşti, iar împreună cu aceasta şi a celei ungureşti (secuieşti) din Transilvania în favoarea populaţiei româneşti. Preşedintele actual al României, etnicul german Klaus Iohannis, ar trebui să cunoască aceste pagini din trecutul ţării”, subliniază oficialii ruşi."



gehage
Erstellt am 06.02.2016, 13:19 Uhr
Nu a fost amintit nici faptul că listele cu nemţii deportaţi au fost realizate intenţionat de administraţia românească. 

was sagen nun diejenigen dazu die hier immer behaupteten, dass vorwiegend deutsche nach russland deportiert wurden, wäre auf befehl russlands geschehen und die rumänen hätten darauf keinen einfluss gehabt?

nichts für ungut...

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