Frage zur Lebensbescheinigung (Rentenanteil aus Rumänien)

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Cristina 5674
schrieb am 19.04.2022, 15:49 Uhr
Sehr geehrte Damen und Herren,

meine Mutter hat den Aufschub der rumänischen Rente nicht mit Abgabe des deutschen Rentenantrags mitgeschickt(aus Unwissenheit).
Nun hat sie einen rumänischen Rentenbescheid erhalten (1300 RON= ~230€). Dieser Betrag soll im Verfahrensverlauf von ihrer Rente abgezogen werden. Soweit ich das im hiesigen Forum gelesen habe bleibt ihr nur noch der Verzicht, wenn sie nicht 30-50€ (Steuern 16% und KV 5,5% in RO, die automatisch abgezogen werden) ihrer bisherigen deutschen Rente einbüßen will.
Aus meiner Sicht ist aber die jährliche Lebensbescheinigung und die "Declaratie pe propria raspundere" das noch Unangenehmere,neben den monetären Einbußen. Im Bekanntenkreis meiner Mutter gibt es keine (Spät-)Aussiedler/Vertriebenen, die auf die rumänische Rente verzichtet haben. Somit haben wir keine Idee was dadurch auf meine Mutter an Konsequenzen zukommen würde. Warum wird der Aufschub empfohlen, vor dem Verzicht u.U. gewarnt? Unter welchen Umständen ist vom Verzicht abzuraten? Die deutsche Rente ist ja aufgrund des Fremdrentengesetzes sicher und hoffentlich kommt es nie dazu, dass meine Mutter auf die rumänische Rente rekurieren müsste. Ich würde mich sehr über Erfahrungsberichte zu diesem Thema freuen, um mir einen Überblick über die Thematik machen zu können.
Vielen Dank bereits im Voraus für Ihre Antworten.

Herzliche Grüße
Cristina
Peter Otto Wolff
schrieb am 20.04.2022, 11:32 Uhr (am 20.04.2022, 11:43 Uhr geändert).
Hallo, Bekannte von mir, die ebenfalls den Aufschub verpasst hatten, konnten dennoch für die Deutsche Rente optieren, da sie noch keine Rentenzahlung aus RO erhalten hatten. Seinerzeit hat meines Wissens Herr Graeff dazu Stellung genommen. Versuchen Sie, ihn persönlich im Forum zu kontaktieren. Gruß,
POW
P.S. Sehe gerade, das sich Herr Graeff zeitnah zu dieser Frage geäußert hat!
Cristina 5674
schrieb am 30.05.2022, 20:41 Uhr
Vielen Dank für Ihren Hinweis Herr Wolff.
Wir haben tatsächlich versucht den Aufschub oder die Zurücknahme des Antrags auf die rumänische Rente bei der DRV zu erreichen. Der zuständige Sachbearbeiter teilte meiner Mutter nun mit, dass er eine Verzichtserklärung an die rumänische RV weitergeleitet hat. Heute hatte ich ein Telefonat zur Nachfrage bei der DVR in Würzburg. Die Dame am Telefon sagte mir, dass es für meine Mutter in der Konsequenz (Rente in voller höhe aus De) dasselbe sei. Das hatten wir zwar schon aus dem Brief herausgelesen, aber ein Verzicht ist nicht dasselbe wie ein Aufschub oder eine Zurücknahme des Antrags bei der rumänischen Rentenversicherung, da der Verzicht unumkehrbar also endgültig ist und sollte sich was an der deutschen Rentengesetzeslage zukünftig etwas verändern zum Nachteil von Vertriebenen/Spätassiedlern, würde meine Mutter ggf. das Nachsehen haben wenn sie auf die rumänische Rente verzichtet hat.
Ich weiß, es sind viele "Wenn und Aber" doch in so wirren Zeiten in Europa und der Welt kann mann nicht mehr davon ausgehen, das der Wohlstand und wirtschaftliche Wachstum (auch in De) immer weiter bestehen bleibt/steigt.

Gibt es Hinweise aus dem Forum zum weiteren Vorgehen in der Kommunikation mit der DRV?
Wir haben jetzt nochmal einen Brief verfasst mit der erneuten Bitte um dezidierte Antragsrücknahme bei der rumänischen RV und Betonung das bisher kein Verzicht auf die rumänische Rente erklärt wurde.
Ich bin mit meinem Latein am Ende. Vor allem weil ich nicht weiß, ob das Beharren auf die Zurücknahme des Antrags überhaupt einen Sinn macht, oder ob wir uns mit dem Verzicht einfach zufriedengeben sollten.

*ahnungslose* Grüße in die Forumsrunde Cristina

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