Duanerschmarter Anekdoten: Hia oder ech

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walter-georg
Erstellt am 19.06.2010, 07:56 Uhr
Der Tummesmisch hot ser iest en Iasel ugeschofft. Miat der Zetch sien da Zwien de best Fräntch warden. Sigor ian`t Lechef wurd die Lunkihrich miatgenuan.

Un em Doch sien se zem Bahnhof gonge, am of`t Sus, de Frah vum Misch, ze worden uch se ozehualen, dänn da wohr ba iarer Siaster ia Miedesch.

Bevuar der Ziach ianiastrofen, hot der Misch sich ewienich miat dem Fußaikemuaz angderolden, die uch dä wor, am seng Tant ozehualen, da uch ia Miedesch wor.

Am en Zetch ias der Misch zem Iasel gonge, am ze sahn, wa et em noch giet. Die wor un em Buhm ugebangden. Mir niast, dir niast, ruhnt der Misch owiest ze em Hulzhufen, nuhm en Luatz, gieng zem Iasel uch fieng un en ze schlähn.

Der Muaz bliff miat ofianem Miel, dänn hia wuasst, dot der Misch seng Gedahr sier garen huat. Hia lief ze den Bieden, entriass dem Misch de Luatz uch frecht en:

"Wot dem Deiwel sohl dot, Misch? Die hot der chia niast gedähn. Waram schließt tau en?"

"Niast gedähn, niast gedähn, säch nuar iest zwiaschen seng Hangjerfieß. Wie zem Gutta erwiart ha det Sus, hia oder ech?"

Der Muaz fieng un ze lochen: "Misch", säht hia, "säch nuer iest of de Sträß!" Dä kuhm en Zigunn miat er Iaselian verba. Of dot hot der Misch sengen vahrfiessijen Fräntch gestriechelt uch sich ba iem entschialdicht. Die awer soch nuer noch of de Sträß.

walter-georg
Erstellt am 26.06.2010, 07:09 Uhr und am 26.06.2010, 07:22 Uhr geändert.
Wa nau: Balutsch oder Putzegedähr?


En Duanerschmarter huat iest Besiak vun em Klischelker. Da Zwien huaden det Militär zesummen gemocht uch sochen sich nau wieder nä villen Gähren.

Nädehm se gaut gehßen uch gedrianken huaden, giengen se fiaschen. Dot wor dem Duanerschmarter geliefich, dänn die wunnt chia direkt un der Kiakel. Bam Klischelker wor et ewienich undersch, dänn da huaden chia nuer de Boch, uch ian der lient et sich kom zu fiasche, sa huat chia nuer wienich Wuasser.

Der Titz ualz Heusharr gewunn en Iardwurm uch zuach en ian`t Hekesken ian. Der Tin eus Klischelken soch verwangdert zau uch frecht trä sengen Fräntch:

"Titz, wä soht ir kehn diet Gedähr?"
"Balutsch, wa suenzt," unfert dier ewienich verwangdert. Der Tin fieng un ze lochen, dot sich de Bolken biechten. Wa hia sich beraucht huat, frecht der Titz:
"Wa säht ir derzau?"
"Putzegedähr natürlich", unfert der Tin. Nau fieng der Titz esi stuark un ze lochen, dot hia fuast ian de Kiakel gefuale wer: "Putzegedähr, Putzegedähr, dot mech der Schloch trefe siel, esi iast hun ech noch niakest gehiert!"

Sängj dieser Geschicht hun sich de zwien Fräntch noch oft trofen. Eus Titz ias Balutsch warde, eus Tin Putzegedähr. Den währen Numen hun se miat der Zetch vergeßen. Of se uch noch Fiasch gefongen hun, ias niet bekuhnt. Ech dinken komm, dänn zau wehm suhlen da uch kun: Zer Balutsch oder zem Putzegedähr...?"

Wa hiasch Soksesch nuer sien kuhn!!!

walter-georg
Erstellt am 26.06.2010, 07:55 Uhr und am 26.06.2010, 07:56 Uhr geändert.
Der Weng, der Pali uch der Alkohol



Ba aus gåf et īst en Gebeuren, den Kokinte Misch, die garen zurpt. Zwär huat hia uch en pōr Griangdstiak, awer seng gunz Laf gualt dem Wangert - am den Weng - uch dem Gorten - am de Bielsen, ualsi den Pali.

Miat der Zetch hot der Misch ängje mī gedrianke uch esi de Uarbet nimī gaut måche kiene. Sigor der Harr Fuarr hot en of diet Problem widerhualt ugesproche, awer et hualf niast.
Bias zerlēzt wurd sigor der Biaschuf iabestallt, am dem Misch åf de Fiess ze hialfen. Dī gieng zesumme miat dem Harr Fuarr zem Schluckspecht ent stallt en zer Riad:

"Bruder Michael, mir ist zu Ohren gekommen, dass Ihr dem Alkohol immer mehr zusagt. Stimmt das?" Der Misch kangt niet gaut detsch; eußerdem wōr uch seng Wuartschåtz niet der bēst. Hia ducht ewienich nëh, trä sëht e:

"Hërr Biaschof, iwer mech wird vill geriat, awer miat Alkohol huat ech noch niakest iast zedaun. Ech hun geniach Weng uch Pali iam Kaller, ver wåt såhl ech uch noch dåt under Gesīf drianken? Ir saht ualsi, wa de Letch lëje kiene! Herr Fuarr, bitte iwersazen se diet dem Harrn Biaschuf!" Die huat ualles verstunde, schiedelt nuer det Hīft uch verliess den Hof.

walter-georg
Erstellt am 27.06.2010, 06:40 Uhr
De Geriachtegetsfanatikerian

Fraer gōf et ba aus nichen Polizua. Wunn iast ze kleren wōr, mōchten dōt der Näbervōter, der Kurator uch der Huan.

Da ōlt Pitrolesch Maimaun kūnt se gōr uch wōr ängjen bestriaft de Währhīt ze sähn. Am dåt nūm sa un ualen de Siazungen dīl, da iam Saal ogehålden wurden.

Un em Siangduch nähmiatåch gieng et am`t Stialen. Ualz ierschter tråt der Raita Tummes åf de Bühn. Am ze schmīcheln, riat hia um Ufunk de Maimaun un:

" Gan Dåch Maimaun. Kient ir mech noch? Ech bian der nua Näbervoter.
" Wa sīl ech dech niet kienen, Gango. Dech hun ech ualz Käntch villmial åf dem Schīß gehålden. Niet sualjen hōst te mich trä ugepischt. Wåt ias nuer eus dir warden? Desnōchst gīst te stialen uch bedrechst uch noch deng Frah, det Zirr. Dåt dech de Guall zwuengen sīl!"

Der Tummes schliakt den "Biassen" owen, trä frecht e wetcher:
" Kient ir awer uch den Kurator nōch?" Di såß derluengzt.
" Uch dēn kienen ech wa meng Jiapp. Läß der sähn Tummes, die ias en noch griesser Schiampes wa tau. Niet nuer, dåt e Kirchegelder ian`t ījian Jiapp gewurschtelt hōt, na, na, dī hōt uch nōch drua Meträssen - wunn te verschtießt, wåt ech mīnen. Ihn dervun ias deng Zirr! Hōst te nōch under Frächen, Gango?"

Of dåt måcht der Huan dem Tummes en Zīchen uch verschwūnd miat iem hangjer de Bühn:
" Wī, deng Bualegrīß, hōt dech gedähn, de Maimaun iast ze frejen. Tau wīßt, dåt da Olt aus gōr blamīren kūn. Bleift nuer nōch, dåt te se frechst, ōf se uch mech kient. Trä kient er maren en underen Huan wialen."

walter-georg
Erstellt am 03.07.2010, 06:57 Uhr und am 03.07.2010, 07:02 Uhr geändert.
Der wiederåferstūnde Marz

Des Spiake Marz seng Schwijer hōt un em hiaschen Dåch der Schlåch trōfe. Åf dåt huat hia schīn longhiar gewōrt, dënn dåt ålt Schlabrament huat ian iwer vill Gähr miat sengem lichte Miell gequialt.

Nau gieng der Marz zer Kollektiv, hōt det Låstauto bestallt uch ias miat dem Relu, dem Schofähr, kēn Miedesch gefōre, am en Luad fuar da Olt ze kīfen. Līder huat e ian der Kabīn niche Pluaz, dënn der Blëch huat seng Frah miatgenuan.

Of dem Hīmwiach hōt et ugefongen ze rēnen, ualsi ias der Marz ian de Luad gekroche.

Ba Klischelken hōt der Relu nōch zwīn Zigunen åfgenuan, da sich åf de Luad såßen.

Am en Zetch wurd de Låft ian der Luad knåpp, ualsi måcht der Marz den Dakel åf, awer uch am ze sahn, ōf et nōch rēnt.

Wa de Zigune dåt såchen, fieng iener un ze kreische: "Sari jos Trăiene, c-o reînviat mortu!"
"Hai, să mă calce, într-adevăr şi-o revenit gagiu, hai să sărim, că dacă nu, ne bagă pe amîndoi în copîrşău în locul lui!!!", bierelt di Under. Zem Gliak huat det Auto ba er Ramp ugehålde, am åf en Ziach ze worde. Da zwīn "Artisten" liefe miat er esi grīßer Geschwangjeget ian`t Kukrus, dåt em ducht, se wēre Wialtmīster iam Sprint!

Wa se kēn Blōsendråf ukūme, hōt der Relu ugehålde, dåt da zwīn purdalăi ōschteje sīle. Wa e se niet såch, frēcht hia den Marz wä se wēren, awer dī huat nichen Ahnung, dënn hia wår chia ian der Luad...

walter-georg
Erstellt am 03.07.2010, 12:21 Uhr
Det Mathejenie

Ian der Jugend hun mer oft Angderhåldungen gemåcht - da hießen ienzt Partys -, dënn mer huaden sīr hiasch Metscher, vun den muntsch uald īnt sīr "gangefräntchlich" wår... Derfuar bruechte mer angder underem Weng - Bahr gåf et nuer sualghen - uch dēn hu mer kīfe mießen.

Zau der Zetch wunnt luenzt dem Turren e Schīner - den Numen verräden ech lawer niet... -, dī dåt Gesīf verkūft. Hia wår bestiemmt niet der geschetzt, awer genah dåt ducht hia vun sir.

Un em Dåch sie mer miat em Fuifliterkriach zau em gonge, am Weng ze kīfe. Wa der Olt es såch, fieng e glech un:
"Aha, dä kunn chia wieder de Okoschpruestijen, awer et måcht chia niast, Hīftsåch, det Geschēft līft." Mer giengen ian de Kaller, zurpten e wienich ualz Prob uch trä fiallt hia den Kriach.

Wa et um`t Zōle gieng, fieng e wieder un:
Bestiemmt dinkt ir nau, mech këhnt em bescheißen, awer dä siet ir un de Gaude kunn, ualsi puasst åf: En Liter kuest fåfzë Lē. Fåfzë mial fuif sien..., awer esi farr kient ir chia niet rechne, ualsi erklēren ech ech dåt īfåcher: Fuif mial zähn ias fuifzich, awer e Liter kuest chia niet zähn, suendern fåfzäh Lē. Dåt hießt, ir giat mir niet fuifzich, suendern fuifenfuifzich Lē! Dåt hießt em hī Mathematik, ir gang Saper! Nå, wåt mīnt er derzau?"

"Miat ech ias wiarlech niet gaut Kīrschen eße, Ihm. Ir håt chia wieder Riacht", säht der Misch, aus Wuartfahrer. Mer hun es hiasch bedunkt uch hun ian Zaukunft fuast ängjen nuer nōch bahm Schīner Weng gekūft, amwåt hia esi gaut ia Mathe wår...

walter-georg
Erstellt am 04.07.2010, 08:23 Uhr
Der verzweifelt Hans

Der Tschiamber Hans huat et niet leicht: Hia wår klīn geräde uch derhīm kūm e nuer ze Wuart, wunn det Treng, seng Frah, hieser wår. Hia schufft dåchian, dåcheus åf dem Fēlt, awer niakest bekūm e en hiasch Wuart ze hīren, iam Gejentīl; det Treng huat ängjen iast zem Krakēlen.

Un em hiaschen Dåch wurd et dem Hans ze vill. Amdåt gieng e ian de Scheier, nūm ser en Striak, bunt en un e Kläfer uch am de Bruast uch gåf ser de Wiach.

En Zetch long hieng hia erum, bias seng Näber, der Mariar Misch, verbah kūm, am ser en Miastgåfel euszebuerje. Wa di den Hans såch, bliff em fuast der Ädem stähn.

"Am Guettes Wiallen, Hans, wåt måchst tau dä fuar schwåch Såchen?"
"Ech hun mich åfgehonge, setchst tau dåt niet?" Am ewienich ze speteln, säht der Misch: "Awer Hans, dåt måcht em chia niet esi: Wunn te dich richtich åfhehn wiallst, mießt te der den Striak am den Hualz bangjen, niet am de Bruast!" Dī fieng un ze låchen:
" Wa pruestich glīfst tau mech ze sien. Åf da Idee bian ech uch schī kun, awer dä dīt et chia wī!"


walter-georg
Erstellt am 10.07.2010, 06:52 Uhr und am 10.07.2010, 07:19 Uhr geändert.
Ähne Respekt!


Fraer wåren de Letch ba aus mīst uschtiandich, awer hetch hōt sich dåt geiandert. Besangder de Jugend ias ähne Respekt. Jedefuallz dieser Mīnung wår de Pribanesch Maimaun.

Un em Suanäwend hot se zesumme miat der Verwūndschåft iaren Geburzdåch gefeiert. Gōr wåre se kun, nuer det Mai huat gefēlt. Wa et äntlich kēn Miatternōcht zer Dirr erian kūm, fieng de Maimaun hēßich un ze fliache:


"Schume sīlt te tich, klienet Ladder. Ierscht fåfzähn, dreifst dich miat em Jede ian der Scheir oder wåt wīß ech wäh eram, awer vergiasst den vīrenvīrzichste Geburtzdåch senger ījiane Grīß! Wåt sål nuer eus ech warde...?"

walter-georg
Erstellt am 10.07.2010, 08:11 Uhr
De Verzuaung


Vuar ville Gähre wurd en nua Fuarr kēn Duanerschmōrt zaugedīlt. Oh, dåt wår gor iener! Luenzt dem Guettesdahngst organisīrt hia uch Bibelstangde, ian den e såchzesch riad.

Ian iener dieser Stangde hōt e de Miatgliader åfgefuerdert, bias zem nächste Mial iaren Sangjijern ze verzuan oder am Verzuaung ze bidden. Trä muesste se dem Harrn Fuarr Beschīd gian.

Bias zer fuelgenden Bibelstangd huade se der Åffuerderung går gefuelcht, eußer der Fichelisesiaster. Der Fuarr wurd stutzich:

"Wa ålt siet irr, Siaster?", frecht hia nuagīrich.
" Vahreneingzich, Harr Vōter", säht de nōch ziemlich riastich Frah.
"Uch ian dēn ville Gähren gåf et niemesten, ba dem er am Verzuaung hat bidde kienne?"
"Der gåf et iar geniach, Harr Fuarr, dänn ech wår chia ziemlich frech miat mengem Schlabrament. Sa siele frī sien, dåt se am da Zetch, wa ech nōch ganger wår, niet ha wåren, dänn ech hat uch ba Iane niast garantieren kiene. Et gåf komm iemesten ian der Gemīn, dēn ech niet belīdicht hun. Se kiene chia dies Undere freje!"

Der Fuarr bliff en zetchlong sprächlīs, trä frecht e de Lisesiaster:
"Siet irr dänn niet glīwich, Siaster?"
"Uch åwer, waram freje Se?"
"Amwåt de glīwich Letch am Verzuaung bidden. Waram hōt irr dåt niet gemåcht?"
"Dåt gīt niet, Harr Voter!"
"Uch, waram niet, wunn em frejen dierf?"
"Gūnz īfåch, dåt Gesindel git et nimi. Da sien schīn gōr geschtarwen! Zefride?"

walter-georg
Erstellt am 18.07.2010, 15:07 Uhr
Det giezich Gesindel

Der Palemisch wår en striafsåm Gebeuer, korrekt uch hialfsberīt. Līder kangd em Glechet iwer seng Sinn niet sähn. Da wåre fuell uch niastniazij, amwåt sich der ålt Misch ängje wieder frēcht, ōf hia uch totsächlich der Vōter vun dem Gesindel wēr. Getraht hōt e sich niakest, dänn seng Frah, det Tienn, huat en Miel wa en Scheier. Beschtiemmt hat et em drua Dahch de Lewitte geliese, ualsi schwich hia lawer.

Ïst wūl der Misch seng Sinn testen. Hia dēt sich ian`t Baht uch spillt den Schtarwenden. De Gange summelte sich um`t Baht uch måchte sich Gedunke:

"Ech dinke, der Ålt ias um Uengj", säht der Muaz, "mer miessen em en Luad kīfe."
"Awer en biallich, dåt es mī Gelt iwrich bleift", mīnt der Huenz, der Zwētualzt.
"Waram en Luad? Åf der Stuff hu mer chia en Karton vum Möbel", fruat sich der Sim.
"Hīrt åf, mer wiakeln en ian en Lengdiach, dåt ias chia nōch biallijer", versächert der Sam, der Gangzt.

Der Misch huat geniach gehīrt. Hia måcht de Ugen åf, schiedelt nuer nōch det Hīft uch säht:
"Hīrt har, ir Gange: Wa wēr et, wunn ech zefuess zem Frittuf gähn uch mich miat der Schalopiett iane liaje! Dåt ech der Schlåch trefe sīl, ir giezich Gesindel!" Trä hōt e se gōr entarft.


walter-georg
Erstellt am 18.07.2010, 16:30 Uhr
Der Kabesch

Det Gritzemai wår am en Zetch ia Miedesch åf der Līr. Iat wår zwär hiasch, awer ziemlich pruestich uch esi kangt et de Schīl niet brīde. Dä hōt et en Miedeschern kiene gelīrt uch en fruengjert. Trä sie se ian de Gura Cîmpului ian e Block gezuache. Se Mūn hōt ba der Wasia geuarbt uch iat gieng pīzen.

Am ze beweise, dåt et nau en Schtaderian ias, håt et nimi sochzesch riade wiale. Wunn et kēn Duanerschmōrt kūm, riat et nuer nōch detsch uch dåt hīrt sich augefēr esi un:
" Liebe Mami, liebes Tati, ich bin jetzt eine Stätterin. Daram rede ich nur doch deitsch, weil ich nun sehr gebieldet bin."
Seng Mueter, dåt ålt Gritz, wår sīr bekritt: "Huenz", bekläht et sich ba sengem Mūn, "wa kiene mer det Mai wieder zer Vernauft bruengje?" Dī zuckt nuer eus den Oselt, dänn uch hia wuasst niet wetcher.

Un em hiasche Suanäwent ias det Mai miat sengem Mūn ze Besiak kunn. "Ach, wie scheen die Luft hier is. Man bekitt wiarlich rote Wangen. Dieses Parfumm, diese Lundschaft, dieses Wuasser; einfach harrlich!" Darbah huat et en esi kurtsche Piandel un, dåt et - am en noch ewienich kiertscher ze måche - zem Elektriker hat gähn miesse, dåt dī em de Steckdōs wetcher offe ubruenge muesst.

Åf dem Wiach durch de Gemīn wackelt det Mai derōrt eus dem Hangjer, dåt sigōr der ålt Kakeschmisch unhīlt, dem Luder nähsåch uch trä mīnt:
"Oh, Guett, oh Guett, wōr sie mer nuer kunn. Hetch marren sie mer esi farr, dåt de Metscher nåckt eramlūfe. Dä miess em sich wiarlich nimī wangdre, dåt hetchzedōch esi vill Bitangz åf de Wialt ku. Awer uch ech miess zaugian, dåt et mer niet licht gefuallt. Miat dēm kähnt em bestiemmt en pōr Nōcht ähne Frah verbruenge. Awer, ålder Gang, dink niet ze schtuark, suenzt hīrt dich deng Frah, uch da schlīt dich åf der Stall dīt!"

Wa det Mai miat dem gūnze Gehabbel ukūm, wurd der Diasch schī gedakt. Et gåf Hienkle miat Soß uch dernäh Gewuerz. Det Mai åß wa en Drescher uch drunk ziemlich vill Weng. Durch dåt wurd et ängje frecher uch liess niementere mī ze Wuart ku.

Am en Zetch muesst et åf`t Klō. Åf dem Wiach zem Scheißheus kūm et ba`m Stuall verbah. Kurtsch zefuar wåren de Lori uch de Joiană eus der Hiart kunn uch huade fuar de Stuall geschiasse. Det Mai wår schīn ziemlich besōfe. Amdåt hōt et de Miast niet gesahn uch ias iane getåppelt. Et rutscht eus uch lūnt iam Kabesch:
"Wai, sūl dech der Schlåch trefe miat der, da dich erzecht hōt, miat Gore, da noch Kah hålde, miat dem gunze Gebeuregesindel! Gäht Gōr zem Gutta irr Scheißgebeuern"

De Dirr stiangt ōfe uch esi hu se gōr gehīrt, wått dem Mai passiert wår. Seng Mueter lief euße, nūm et ian de Uarme uch dunkt dem Harrgott: Dī kangt chia näh iarrer Mīnung nuer detsch, ualsi säht sah:
"Lieber Gott, ich danke Dir, dass du der Mai das Sächsische wieder gegeben hast. Gelobt sei`st Du in alle Ewigkeit!"

Det Mai wår schockiert: "Awer Mueter, Irr kiennt chia uch detsch!" Åf dåt säht da Ålt: "Oh, dau Käntch, villecht kūn ech sigōr beßer detsch wa tau, awer de Hīftsåch ias, dåt tau wieder Sochzesch kūst!" Wåt e Kabesch esi ualles måche kūn...

walter-georg
Erstellt am 25.07.2010, 11:07 Uhr und am 25.07.2010, 11:32 Uhr geändert.
Det Auto uch der Iasel

Der Fichentitz huat īst en Iasel. Dåt wår ian Duanerschmort niet normal, awer hia wår et chia uch niet... Der Titz wūl hualt ewienich undersch sien wa da Undere.

Ian der Zetch sien uch ba aus de Auto åfkunn. Zwär gåf et se ian der Gemīn noch niet, awer ia Blosendråf schien.

Un em Dåch ias der Titz miat dem Iasel ian de Ståt zem Mōrt gonge. Wa e fuast um Zīl wōr, kūm hia vuar em Gebua verbah, ian dēm et der leichter Metscher gåf. Iar wiasst schīn, wåt ech mīne...

Wa se en såchen, kūm Ihnt ereus, bewiacht såftich sengen Hangjer, uch säht:

"Domnule ţăran, nu mă luaţi şi pe mine oţîr în maşină?"
Dä ducht der Titz ba ser: "Wōrt tau nuer Schiampes, glech hōst te de Unfert." Hia stich vum Wōgen ō, gieng zriack zem Iasel, huaf em de Schwunz åf - den, miat dem e de Miacke verdreift..., uch säht trä:
"Draga domnişoară în urechi: Poftiţi în cabină şi întrebaţi şoferu..." Sängj dauhiar huat e Rau.

walter-georg
Erstellt am 25.07.2010, 12:40 Uhr
Der praktesch Trăian

Wa fuasst iwerål, gåf et uch ba aus Zigunne. Da, da schī lenger dä wunnde, huade sich åf en Ohrt ugepuasst. Lichter wåren da Nuan uch ze dēn gehīrt uch der Trâian. Dī wår e besangder Vijeltsche. Hia schiackt de Kängj schtiale uch baddelt sich derzau uch nōch durch de Gemīn. Bias zerlezt hunn em de Letch de Grianzen åfgezīcht, dernäh hōt e sich ziemlich uschtiandich benuan - fuar en Zigunne.

Der Trăian huat vill Kängj. Wievel, dåt wår niet esi wichtich, dänn am dah kiammert sich chia nuer seng Frah - ech dinke, dåt hieß Piranda oder esi. Hia wår chia en Ohrt bulibascha ian der Familie, villecht esi, wa de Tirke. Da kunn chia gōr eus Asien, uch dä widd et chia esi sien.

Jedefualls såß der olt purdalău īst wieder iam Schade uch rūcht en Zigahr. Åwīst kūm seng Frah ugelūfe uch kriesch:

"Trăiene, Trăiene, hai repede Trăiene, firia-i al dracului cu tot neamul tău - să vezi cum arată ăla mic." Dī frēcht nuer: "Care din iei?"
"Pâi, aşa exact nu ştiu nici io, că-i atît de zîngălit, încît nu-l mai recunosc nici io! Ce să fac mă putoare, firia-i iar al dracului cu cine te-o născut!"

Der Trăian ließ sich niet eus der Rau bruenge. Hia drēt ser ewienich de Grunn, trä säht e:

"Fă Pirando, am găst soluţia. Ia nu-ţi mai face griji: Ţîpă-l în vale, că facem altu!"
"Cînd Trăiene, înainte, sau după ce-am mîncat!?
"Cum vrei tu, ş-apăi mîncăm..."

P.S. Irr lahf Letch: Villecht ias et niet gaut, dåt ech ualt īst uch åf Blesch schreiwe, awer ech wiall chia nuer erziale, wa et wiarlech wår. Wunn iemest wiall, dåt ech iwersaze sīl, måchen ech dåt garen, awer bedinkt: Ualdīst ias et en Wuartspiall, ba dēm bahm Iwersatze der gūnz Humor zegriangt gīt. Awer ech widd et hiasch fangje, wunn er mer behialflich siet, iandem er irr Mīnung säht. Derfuar wēr ech sīr dunkber!!!

walter-georg
Erstellt am 25.07.2010, 15:05 Uhr
De Waht

Der Tschiambermisch uch der Kokintenhans wåre sīr gaut Fräntch. Da Zwīn giengen durch Diack uch Diann. Dåt ias uch esi bliwe, nädēm se sich fruengjert huade. Uch iar Fraen muessten dåt akzeptiere.

Un em Dåch hōt der Misch ian der Kluckz en wualghen Hose gefonge. Līder wår e niet ze grieß. Truezdēm wūl hia miat dem Hans dīle, wuasst awer niet wa, dänn ver Uallebīt hatt et niet gerīcht. Wah der Hans ukūm, säht der Misch:

"Puass åf meng Fräntch, ech hunn den Hose uch derzau nōch en Liter Weng vum Fengste. Det Problem ias nuer, et rīcht niet vuar Uallebīd. Daram hun ech geducht, mir måchen en Waht: Tau schlēfst ba mirr uch marre frah erzillt ejeder, wått e gedrīmt hōt. Wī den hieschere Drūm huat, die sål den Hosen ēße uch den Weng drianke. Ech dinke, dåt ias uschtiandich."

Der Hans ducht ewienich näh, trä säht e: "Iaverstunde, awer miat er Bedang: Mir bräden den Hose schīn diesen Äwend, stallen en ian de Kummer uch daun den Weng derluenzt. Marefrah sål em trä nimī worde miesse." Der Misch wår iaverstunde.

Ian der Nōcht ias der Misch åfgestunde, dänn det Wuasser ruan em schīn de gūnz Zetch durch`t Miell. Hia gieng ian de Kummer, nūm ser den gebrädiane Hose uch de Weng, gieng åf`t Kiakelauwer, wä en niemend stīre kangt, uch fieng un ze ēße uch ze zurpe. Esi hiasch wår de Kiakel ian sejen Ugen noch niakest... Wa e fartich wår, ias e ian`t Heus gonge uch hōt geschläfe wa e Groser.

Um nächste Marje sūl nau ejeder sengen Drūm erziale. Der Misch wuasst schīn, dåt Ualles ewēch wår, spillt awer den Pruestijen. Amwått e uch Heusharr wår, ließ e den Hans erziale. Dī fieng un:

"Ech hun gedrīmt, ech wēr iam Paradies gewiaßt. Dä såß der Petrus aulz Schef un em sīr grīßen Diasch, vill griesser, wa mir se ba der Näberschåft hun. Ze bīde Setche wåre uallen Hielije versummelt: Der Paulus, der Johannes, der...- wieß der Schlåch nōch, wa da gor hiesse. Sigōr der Judas wår dä! Dåt miesst te der īst vuarstalle; ech ducht, den hadde se eus der Portua nähiar eusgeschloße, awer ech dinke, dä gīt et uch niet vill undersch zau, wa ba aus: Dies billen iwer da undere, nähar måche se ser en gauden Äwend...
Awer trä kūm et: Iche Weiwer iam Minijupp uch ähne Bruastenhålder hunn es åfgediascht: Gebrähdia Fasan, gegrillt Schweng uch Hirsch, Wōchteluacher, Kamelōrsch, uch, uch.
Zem Soffe gåf et ugefonge vum Pali, iwer da beste Weng, bias zem Koniak uch Schampanger ualles uch wieder ualles, uch wieder Ualles. He, ech hu geße uch gedrianke wa en Drēscher! Trä kūmen nåckt Weiwer. Miat dēn kangkst te Ualles måche! Nau, wåt sprächst te derzau?"

Der Misch spillt den Pruestijen: Hia måcht esi, ualz wēr e iwerruascht, schiedelt awer ängje wieder det Hīft:
"Säh ewienich Hans, hōst te niet uch nuer ekitzke uch u mech geducht?"
"Nah, Misch, fuar dåt wår de Zetch ze kurtsch."
"Setchzte Hans, dåt ias der Angderschīd zwiaschen aus: Ech hunn dech nämlich gesahn! Tau hōst dich dä vergnächt bias et nimi gieng; ech awer wår ha gūnz elīn. Am uch nuer ewienich en Geschmock vun dem ze hunn, wåt tau dä huast, bian ech ian de Kummer gonge, hun mer den Hose uch de Weng genuan, uch hun uch ewienich miatgefeiert. Nuer iast hun ech niet verstunde: Wåt dem Deiwel siakst te wieder ha Wa pruestich miess em sien, am vun dem Schlaraffelūnd wieder hīmzekunn?"

Der Hans schliackt uch säht trä: "Gaut hōst te gemåcht Misch. Ian denger Stall hatt ech bestiemmt uch niet undersch gehundelt." Ech miess nuer sähn: Gaut Fräntch erkient em ian besangders Situatione...

der Ijel
Erstellt am 25.07.2010, 16:09 Uhr
Servus Walter !
denj Anekdoten gefalle mer,
awer net guer.
Et mocht näst,
et mes jo net em jēden oalles gefoallen.

Äm Ållgemīnen
won em den Petrus uch da Hellijen durch de Kakao zecht
ban ech net dermat äverstūnden.
Det äs menj pietistesch Ästalleng. Da äs uch biblesch.
Wäll se åwer nemestem ha åfzwonjen.

Det Såchsesch Schreiwen huest tea än de Gräf bekun.

ian der Kluckz en wualghen Hose gefonge

ech verston et oalles wåt Tea schreiws, di et net verstiht soll frogen .
Dåt gefallt mer. Schreiw wegter.

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