Wie kamen unsere Vorfaren nach Benzenz ?

Allgemeiner Bericht

23. Juli 2009

Das Geschlecht der Habsburger suchte zu Beginn des 18. Jh.im deutschsprachigen Raum nach freiwilligen Siedlern,welche die südöstlichen Randgebite des Österreich-Ungarischen-Kaiserreiches gegen die türkische Bedrohung sichern sollte.Es handelte sich hierbei um ein Gebiet das heute im Dreiländereck zwischen Ungatn,Rumänien (Banat) und Jugoslawien (Serbien)liegt.Die Batschka,um die es in der 1.Wanderungsbewegung geht,gehört heute mit einem nördlichen Teil zu Ungarn und dem größeren südlichen Teil zur Wojwodina (Serbien im heutigen Jugoslawien).Der Ort Tscherwenka,welcher der Siedlungsort unserer Vorfahrenist,liegt im Flachland zwischen Donau und Theiß,ungefähr in der Zentrum der Batschka.
Von den Habsburgern wurden gezielt Bauern und Handwerker gesucht,um neue Ortschaften zu gründen.Als Anreiz dienen Grundstücke,Häuser,Gerätschaften,Vieh und Geld.Die Besiedlung der Gegend erfolgte in drei Wellen:die erste 1729 unter Karl VI,die zweite 1762 unter Maria Theresia und eine dritte ab 1782 unter Josep II.Mi der dritten Siedlungswelle kamen unsere Vorfahren aus dem Odenwald und gründeten 1785 Cservenka,was aus dem Ortssiegel ersichtlich wird
Da die Batschka von Donau und Theiß begrenzt liegt und sich hier viele Großfamilien niederließen wurde der Raum bald beengt.Aus diesem Grund entschlossen sich unsere Vorfahren 1893 zu einer 2.Wanderungsbewegung nach Siebenbürgen.Siebenbürgen bildete zu der Zeit die nord-östliche Grenze des Östereich-Ungarischen-Kaiserreichs.Seit 1918 gehört Siebenbürgen zu Rumänien
Auf Grund der beengten Wohnverhältnisse suchtem vor allem die Bauern nach neuen Ländereien.In Siebenbürgen wurden sie fündig.Eine Gruppe um Ludwig Albrecht fand in der Siebenbürgisch-Sächsischen-Bank in Hermannstadt (Sibiu) Unterstützung.Diese bot ihnen ländereien von verschuldeten ungarischen Adligen in Benzenz zum Kauf an.Die Siedler verkauften ihren Grund in Cservenka und machten sich auf den Weg:die Männer mit Pferdewagen im Konvoi,die Frauen und Kinder per Eisenbahn.Sie ließen sich in dem kleinen Ort Benzenz nieder.Innerhalb der zugewanderten Gruppe gab es weitere Umzüge: 1907 ins nahegelegene Batiz und 1918 nach Rusch.

Robert Hoffmann

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