Eibesdorf - Informationen

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HOG-Informationen / Geschichte

erschienen in der Siebenbürgischen Zeitung, 15.März.1995

Geschichtlicher Überblick
Sächsisch-Eibesdorf, rumänisch Ighisul Nou (vor 1925: Ighisul sasesc und Ibisdorful sasesc), ungarisch Szaszivanfalva, siebenbürgisch-sächsisch Sauksesch-Ebesdref, 345 m ü. M., in einem Sacktal der Großen Kokel, im Weinland, 6 km von Mediasch gelegen. 1941: 1547 Einwohner, davon 754 Deutsche (48,7%). 1989: 583 Deutsche, 1995: 36 Deutsche.

Der Name Eibesdorf leitet sich vom Wort ,,Eibe" ab. Der Ort wird 1305 erstmals urkundlich erwähnt, als mehrere Angehörige des Grafengeschlechts der Apa ihre Besitzungen, zu denen auch Sächsisch-Eibesdorf gehoerte, untereinander aufteilten. In Urkunden erscheinen auch die Namensformen villa Isopsis, Ysyptellis, Josopfalwa, Ybisdorff und Hybysdorff.
Die Gesamtfläche des auf dem Königsbogen gelegenen Dorfes beträgt ca. 1500 Hektar. An der Eibesdorfer Kirchenburg wird von 1420 bis 1494 gebaut. Die Burganlage auf einem Plateau gehört zu einer der malerischsten Siebenbürgens. Der Glockenturm ist 34,5 m hoch. Die kleine Glocke wird 1496, die mittlere 1556, die große 1929 gegossen. Mechanische Orgel mit Pedal und 13 Registern (1775). Altarbild ,,Jesus am Kreuz" (1515), zwei wertvolle Kelche aus vergoldetem Silber aus dem 15. und 16. Jahrhundert. Evangelisches Pfarrhaus (1624), alte evangelische Schule (1851), neue evangelische Schule (1895), evangelischer Gemeindesaal (1913). Alte griechisch-katholische (rumänische) Kirche (1747), neue orthodoxe Kirche (1881, erweitert 1965). Haupterwerbszweige: Weinbau, Ackerbau, Viehzucht (Stierzucht) und Obstbau. Nach der Enteignung des deutschen Bauerntums (März 1945) finden die Ortsbewohner in den nahegelegenen Mediascher Fabriken sowie bei den Erdgassonden auf Eibesdorfer und Großprobstdorfer Hattert Arbeit, so daß die Einwohnerzahl trotz Auswanderung bis 1989 kaum abnahm. Nach 1989 starke Aussiedlung nach Deutschland. Die meisten Eibesdorfer Sachsen haben sich in Augsburg und Umgebung, Wuppertal, Traunreut, Drabenderhöhe, Bietigheim, Sachsenheim u. a. Städten in Deutschland sowie in Österreich und Kitchener/Kanada niedergelassen.

Die Heimatortsgemeinschaft in Deutschland
Trotz der auf dem ganzen Bundesgebiet zerstreuten Eibesdorfer hat die HOG seit 1982 drei große Heimattreffen organisiert, die gut besucht waren. Die gelungene Erfahrung wird fortgesetzt. In Augsburg, wo etwa 200 Landsleute leben, wurde eine Nachbarschaft gegründet. Man trifft sich auch bei Hochzeiten und auf Beerdigungen. Ein Teil der Eibesdorfer Sachsen ist gleichzeitig Mitgleid der Landsmannschaft. Viele haben sich durch harten Fleiß eigene Wohnungen und Häuser geschaffen.


von Stefan Weingärtner

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