Geschichte & Sprüche aus Siebenbürgen......

Die Glocken der "alten" Heimat Siebenbürgen

Die Glocken der "alten" Heimat Siebenbürgen

Die Glocken der Heimat von Georg Mathiä
Hoch vom Berg erklingen sie, erstanden von unseren Eltern und deren Ahnen. Sie klingen wie eh und jeh auch heute, wenn am Strang sie ziehen treue Leute. Hörst auch du die Glocken läuten, läuten und weißt was sie dir heute noch bedeuten?
Sie klingen auch heute noch wie jedesmal, vom Heimatort weit über Wiesen, Berg und Tal. Ihr Schall dringt auch durch alle Gassen, doch nur wenige sind es die ihn erfassen. Die vielen anderen zogen schon lange fort, ihr Schall dringt nicht an deren Heimatort.
Ob wir auch leben nah und fern, an unsere Glocken denken wir immer gern, an sie, die uns so oft gerufen haben und gleich zu Beginn zur Taufe geladen. Gleich bei der nächsten Lebensstation erklangen sie zu unserer Konfirmation. Doch kaum vergingen ein paar Jahr, da riefen sie uns zum Traualtar.
Sie läuteten wenn ein Jahr ging zu Ende und Bäume umbanden viele fleißige Hände. Geläutet wurde stürmisch auch dann, wenn es im Dorfe zum Feuerbrand kam. Auch klangen sie wehmütig an jenen Tagen, wenn einer zur letzten Ruhe wurde getragen.
Die Glocken verkündeten Freud und Leid für Arm und Reich zu jeder Jahreszeit. Geläutet wird uns allen noch jeden Morgen, bis uns jeden die Mutter Erde hat geborgen.
Ihr Glocken der Heimat klingt mutig und laut vom Turme, den einst unsere Ahnen erbaut. Die Ahnen ruhen, ihr bleibt ihnen treu. Gott schütz euch, klingt täglich aufs neu!

Foto: 2013

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