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"Kirchenburgen - Gemeinschaftsleistung der Siebenbürger Sachsen" (Seite 2)

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Autor Thema:   "Kirchenburgen - Gemeinschaftsleistung der Siebenbürger Sachsen"
Robert
Administrator

Beiträge: 751
Von:BRD
Registriert: Sep 2000

erstellt am 05.11.2002 um 11:09 Uhr    Klicken Sie hier, um sich das Profil von Robert anzusehen!   Klicken Sie hier, um Robert eine eMail zu senden!     Beitrag editieren/löschen   Antwort mit Zitat
Hier auch der Vortrag von Dr. Michael Kroner: http://www.siebenbuerger.de/bilder/kb_kroner.tiff

Das ist ein Fax-Format (6 Seiten), man kann es sich zB mit einem Windows Hausmittel Tool ansehen, namens wangimg.exe

[Dieser Beitrag wurde von Robert am 05.11.2002 editiert.]

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E.Eitel
Mitglied

Beiträge: 57
Von:Deutschland 89075 Ulm / Donau
Registriert: Okt 2002

erstellt am 05.11.2002 um 23:26 Uhr    Klicken Sie hier, um sich das Profil von E.Eitel anzusehen!   Klicken Sie hier, um E.Eitel eine eMail zu senden!     Beitrag editieren/löschen   Antwort mit Zitat
Hallo meine Herren,

hier einige Literaturtipp,s aus meinem Bücherregal:

Wehrkirchen in Europa (1983 Karl Kolb)

Siebenbürgen:

-Atlas der siebenbürgisch-sächsischen
Kirchenburgen und Dorfkirchen Band 1 und 2
(Hermann Fabini) Monumenta Verlag

Hermannstadt 1998


-Sächsische Kirchenburgen aus Siebenbürgen
(Juliana Fabritius Dancu 1980)Bildmappe

-Die Wehrkirchen in siebenbürgen
(George Oprescu) Sachsenverlag Dresden

-Siebenbürgen und seine Wehrbauten (Heinrich Zillich)

Gruß

E.Eitel

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Robert
Administrator

Beiträge: 751
Von:BRD
Registriert: Sep 2000

erstellt am 01.12.2002 um 23:16 Uhr    Klicken Sie hier, um sich das Profil von Robert anzusehen!   Klicken Sie hier, um Robert eine eMail zu senden!     Beitrag editieren/löschen   Antwort mit Zitat
Den Vorwurf, wir hätten das Thema Kirchenburgen auf SiebenbuergeR.de vernachlaessigt, konnten wir nicht auf uns sitzen lassen. Folgende Inhalte wurden in unser Webangebot aufgekommen:
- Referat von Dr. Michael Kroner:
Sind die siebenbürgisch-sächsischen Kirchenburgen einzigartig in der Welt?

- Vortrag von Dr. Gabriele Mergenthaler:
Zur Situation der kirchlichen Denkmalpflege in Siebenbürgen

Die Bilder der einzelnen Kirchenburgen koennen Sie demnaechst auch bewundern.

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E.Eitel
Mitglied

Beiträge: 57
Von:Deutschland 89075 Ulm / Donau
Registriert: Okt 2002

erstellt am 26.08.2005 um 21:21 Uhr    Klicken Sie hier, um sich das Profil von E.Eitel anzusehen!   Klicken Sie hier, um E.Eitel eine eMail zu senden!     Beitrag editieren/löschen   Antwort mit Zitat
Hallo Freunde Siebenbürgischer Kirchenburgen

in der letzten Ausgabe der Hermannstädter Zeitung war zu lesen:
www.hermannstaedter.ro

„Europa Nostra“ tagt in Hermannstadt

Hermannstadt. - Das jährliche Symposium des wissenschaftlichen Rates von „Europa Nostra“ findet dieses Jahr vom 4. bis 9. September im Hermannstädter Friedrich-Teutsch-Haus statt. Die Tage stehen unter dem Motto „Kirchenburgen und Klöster“. Unter anderem wird der Hermannstädter Architekt Dr. Hermann Fabini, der auch Vorstandsmitglied von „Europa Nostra“ ist, über Kirchenburgen in Siebenbürgen und die Möglichkeiten ihrer Erhaltung referieren.

„Europa Nostra“ ist eine übergreifende europäische Institution. Dahinter verbergen sich 200 Organisationen aus ungefähr 30 Ländern. „Europa Nostra“ hat eine starke Stellung als ratgebendes Organ für den Europarat und in der EU. Die Hauptaufgabe von „Europa Nostra“ ist es, das europäische Kulturerbe zu schützen und zu bewahren, besonders Bebauung und Milieus. Die Organisation unterstützt Stadtplanung und Architektur auf hohem Niveau. Das geschieht durch die Verleihung von Preisen, aber auch durch Resolutionen, Konferenzen, Publikationen, wissenschaftliche Arbeiten, verschiedene Belohnungen, Unterstützung usw. (SH)
www.europanostra.org

September

Meeting of the Europa Nostra Scientific Council
3-8 September, Sibiu, Romania
Theme: Conservation of fortified churches and monasteries
Further information: Prof. Gianni Perbellini perbellini@hotmail.com

Mit freundlichen Grüßen
E.Eitel

[Dieser Beitrag wurde von E.Eitel am 26.08.2005 editiert.]

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gogesch
Moderator

Beiträge: 430
Von:Deutschland
Registriert: Nov 2000

erstellt am 31.08.2005 um 08:50 Uhr    Klicken Sie hier, um sich das Profil von gogesch anzusehen!   Klicken Sie hier, um gogesch eine eMail zu senden!     Beitrag editieren/löschen   Antwort mit Zitat
Ist jemand dabei, der sich auch ab und zu mal hier blicken läst?

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jofait
Mitglied

Beiträge: 1
Von:Deutschland 77709 Wolfach
Registriert: Sep 2005

erstellt am 10.09.2005 um 00:47 Uhr    Klicken Sie hier, um sich das Profil von jofait anzusehen!   Klicken Sie hier, um jofait eine eMail zu senden!     Beitrag editieren/löschen   Antwort mit Zitat
was meinen Sie ?
hier im Forum oder vor Ort am eigentlichen Problem ??

------------------
reparieren statt erneuern

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Robert
Administrator

Beiträge: 751
Von:BRD
Registriert: Sep 2000

erstellt am 10.09.2005 um 02:08 Uhr    Klicken Sie hier, um sich das Profil von Robert anzusehen!   Klicken Sie hier, um Robert eine eMail zu senden!     Beitrag editieren/löschen   Antwort mit Zitat
Hallo Jofait,
alle Achtung vor den deutschen Fachleuten die vor Ort anpacken. Da ist sicherlich auch eine Portion Idealismus dabei!
ImVideo: "Rundgang durch die Baustellen der Hermannstädter Altstadt" kommen Fachmänner aus Deutschland zu Wort die bspw. am Grossen Ring in Hermannstadt "anpacken".
Hut ab!

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Robert
Administrator

Beiträge: 751
Von:BRD
Registriert: Sep 2000

erstellt am 14.09.2005 um 23:09 Uhr    Klicken Sie hier, um sich das Profil von Robert anzusehen!   Klicken Sie hier, um Robert eine eMail zu senden!     Beitrag editieren/löschen   Antwort mit Zitat
Der Bildhauer Peter Jacobi will eine Initiative ins Leben rufen, um die vom Verfall bedrohten siebenbürgisch-sächsischen Wehrkirchen zu retten. http://www.peterhjacobi.de/siebenbuergische_wehr.htm

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gogesch
Moderator

Beiträge: 430
Von:Deutschland
Registriert: Nov 2000

erstellt am 15.09.2005 um 11:48 Uhr    Klicken Sie hier, um sich das Profil von gogesch anzusehen!   Klicken Sie hier, um gogesch eine eMail zu senden!     Beitrag editieren/löschen   Antwort mit Zitat
Robert, ich konnte nirgends was zu diesem Vorhaben finden.

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Robert
Administrator

Beiträge: 751
Von:BRD
Registriert: Sep 2000

erstellt am 15.09.2005 um 12:04 Uhr    Klicken Sie hier, um sich das Profil von Robert anzusehen!   Klicken Sie hier, um Robert eine eMail zu senden!     Beitrag editieren/löschen   Antwort mit Zitat
Hast du den kurzen Text auf der Seite gelesen?
<zitat>
Eine Internet Seite ist fuer die kommende Zeit geplant. Es soll um neue Nutzer, Patenschaften, Helfer fuer die Restaurierung, oder auch Kaeufer, weltweit geworben werden.
</zitat>

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gogesch
Moderator

Beiträge: 430
Von:Deutschland
Registriert: Nov 2000

erstellt am 15.09.2005 um 13:45 Uhr    Klicken Sie hier, um sich das Profil von gogesch anzusehen!   Klicken Sie hier, um gogesch eine eMail zu senden!     Beitrag editieren/löschen   Antwort mit Zitat
die Bilder von dieser Homepage wären mal eine Veröffentlichung in der Printausgabe der Sibizeitung wert

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E.Eitel
Mitglied

Beiträge: 57
Von:Deutschland 89075 Ulm / Donau
Registriert: Okt 2002

erstellt am 15.09.2005 um 23:08 Uhr    Klicken Sie hier, um sich das Profil von E.Eitel anzusehen!   Klicken Sie hier, um E.Eitel eine eMail zu senden!     Beitrag editieren/löschen   Antwort mit Zitat
Diese Einladung habe ich durch Zufall bei Google gefunden.


Mitteilung des Friedrich-Teutsch-Hauses, Sibiu/ Hermannstadt vom 07. September 2005:

Hiermit möchten wir Sie bitten, folgende Veranstaltung im “Friedrich Teutsch” - Haus, Kultur- und Begegnungszentrum der Evang. Kirche A.B. in Rumänien, Str. Mitropoliei Nr. 30, in Ihrer Umgebung freundlicherweise rechtzeitig publik zu machen und, wenn irgend möglich, selbst teilnehmen zu wollen. Am kommenden


Montag, den 12.09. 2005, 18.00 h, im “Teutsch"-Haus, Vortragssaal im 1. OG,


stellen die Herren Steffen Mildner und Sebastian Szaktilla (beide Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit Sibiu/Hermannstadt)
erstmals einen Projektentwurf zur öffentlichen Diskussion
(in deutscher Sprache) mit dem Titel:


“Sicherung der Kirchenburgen in Siebenbürgen”. Kulturkapital retten & nutzen.

Der Entwurf wurde initiiert von Herrn St. Mildner aufgrund der Erfahrungen, die in Hermannstadt bei der Sanierung der historischen Altstadt in den vergangenen fünf Jahren gemacht wurden und nach zahlreichen Gesprächen mit Verantwortlichen der evang. Kirche A.B.
In Zusammenarbeit mit Dr. Ernst Reichenbach, Schwalbach, und Herrn Sebastian Szaktilla entstand ein überwiegend bereits sehr konkretes Bausicherungsprogramm, das zum Ziel hat, der evang. Landeskirche A.B. in Rumänien professionell, organisatorisch und finanziell zu assistieren, um den durch die Auswanderung seit 1990 bedrohlich vorangeschrittenen “Verfall von Kirchenburgen in Siebenbürgen durch Nutzung und Koordinierung eigener und externer Ressourcen” zu beenden.

Wir laden herzlich alle Interessierten zu dieser Veranstaltung im Rahmen unserer Reihe “Kirchenburgen ade ?” ein.

Mit bestem Dank für Ihr Interesse und Ihre Mühe

i.A.
Dr. Wolfram G. Theilemann MA
Begegnungs- und Kulturzentrum “Friedrich Teutsch” der Evangelischen Kirche
A.B. in Rumänien,
Str. Mitropoliei Nr. 30
RO - 550179 Sibiu/Hermannstadt
Tel./Fax. ++40/269 206 730
mailto: teutsch-haus@evlk.artelecom.net

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E.Eitel
Mitglied

Beiträge: 57
Von:Deutschland 89075 Ulm / Donau
Registriert: Okt 2002

erstellt am 23.09.2005 um 19:51 Uhr    Klicken Sie hier, um sich das Profil von E.Eitel anzusehen!   Klicken Sie hier, um E.Eitel eine eMail zu senden!     Beitrag editieren/löschen   Antwort mit Zitat
Eine gute Nachricht aus Hermannstadt
Die GTZ hat ein sehr gutes Konzept zur erhaltung der gesamten
Wehr und Kirchenburgen-Landschaft (Schwerpunkt Südsiebenbürgen) erarbeitet.
http://www.gtz.de

Quelle: Hermannstädter Zeitung http://www.hermannstaedter.ro
23 September 2005

Zur Rettung der Kirchenburgen

GTZ-Berater stellten kostengünstiges und nachhaltiges Sicherungskonzept vor

Ein Großprojekt zur Sicherung der Kirchenburgen der Siebenbürger Sachsen in Siebenbürgen nimmt konkrete Formen an. Nach der Vorstellung des Programms am 12. September im Teutsch-Haus, soll nun die Vorlaufphase beginnen. Ziel des Projektes ist die Sicherung von ca. 150-220 Kirchenburgen in Südsiebenbürgen. Die beiden Projektinitiatoren Steffen Mildner und Sebastian Szaktilla (beide beim GTZ-Büro für die Altstadtsanierung in Hermannstadt tätig) haben dafür eine Methodik entwickelt, um die Schäden der Kirchenburgen systematisch festzustellen und zu kategorisieren.

Die Leitung des Programms werde, so Mildner gegenüber der Hermannstädter Zeitung, einem mehrgliedrigen Kompetenzteam übertragen, welches als eigenständige Einheit innerhalb der evangelischen Kirche angesiedelt werden sollte. Dieses Team soll aus einem dreigliedrigen System bestehen: Einer Leitungsstelle für die Koordination, Finanzierung und Qualitätssicherung respektive Bauaufsicht, einer Dokumentations- und Forschungsstelle, sowie einem Bauteam.

Letzteres solle Fachleute verschiedener Handwerksberufe umfassen, welche die einzelnen Sicherungsmaßnahmen anleiten und mit durchführen. Sowohl für das Bauteam, als auch für die Dokumentations- und Forschungsstelle, die das Projekt wissenschaftlich dokumentieren und begleiten soll, seien verschiedene Fachleute willkommen, die aus dem In- und Ausland, oder verschiedenen Institutionen wie der Universität oder dem Handwerk kommen.

Primär gehe es jetzt um die Zusammenstellung der Teams, damit die Vorarbeiten aufgenommen werden können. Durch eine möglichst große Übereinstimmung mit den verschiedenen Institutionen und Fachleuten bzw. den Gemeinden, soll anhand von Rundtischgesprächen das Programm weiterhin optimiert werden. Parallel zu einem Testlauf des Programms soll fundraising betrieben werden.

In diesem ersten Testlauf, dessen Finanzierung zugesichert sei, soll nun das neue Erfassungs- und Bewertungssystem am Beispiel einer Kirchenburg getestet werden, behauptet Mildner. Nach der Beurteilung der Schäden werde die Baueinheit die Bausubstanz sichern. Dabei würden keine Renovierungs- oder Restaurierungsmaßnahnamen durchgeführt, sondern nur Erhaltungs- und Sicherungsmaßnahmen, die für den Bestand der Kirchenburg unbedingt nötig seien. So könnten je Sicherung eines Kirchenburgensembles, kostengünstig ca. 10.000-50.000 Euro veranschlagt werden.

Nach dieser Vorlaufphase und dem erfolgreich abgeschlossenen Testlauf, könnten in mehreren Etappen, in denen je 60-90 Kirchenburgen gesichert werden, über die nächsten ca. 10 Jahre die Kirchenburgen in Südsiebenbürgen gerettet werden. Wichtig hierbei sei der Erhalt des Ensembles und der damit weiterhin bestehenden Nutzungsmöglichkeit, ohne daß für jede Kirchenburg ein konkreter Nutzungsplan aufgestellt werden müsse. Weiterhin könne durch den gezielten Eingriff an den Bauwerken bürokratischer Aufwand eingespart werden, der beispielsweise bei einer Komplettsanierung anfallen würde. In den einzelnen Bauphasen würden die einzelnen Gemeinden in den Arbeitsprozeß eingebunden. Dadurch könnten für diese neue Möglichkeiten und Betätigungsfelder entstehen. Nach Abschluß der Bauabschnitte werde das Projekt in einer Nachbereitungsphase in die kirchliche Struktur übergehen, damit weitere Nutzungs- und Renovierungsmöglichkeiten sich nachhaltig entwickeln können.

Die positive wirtschaftliche Entwicklung in Siebenbürgen, sowie die Fokussierung auf die sächsische Kultur durch die Europäische Kulturhauptstadt Hermannstadt im Jahr 2007, werde laut Autoren neue Entwicklungs- und Nutzungsmöglichkeiten für die Kirchenburgen mit sich bringen. Beispiele wie Kulturtourismus, Jugendherbergen, Konzertreisen oder Ökotourismus könnten hierbei nur ein Anfang sein. Die Aufnahme der Kirchenburgen der Siebenbürger Sachsen als Kulturlandschaft in die UNESCO-Liste des Welterbes sei ein wichtiges Ziel, das dieses Rettungskonzept in sich trage.

Wichtig sei nun, die Aufbruchsstimmung zu nutzen, damit diese einmalige Kulturlandschaft auch für die kommenden Generationen erleb- und nutzbar bleibt. (

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E.Eitel
Mitglied

Beiträge: 57
Von:Deutschland 89075 Ulm / Donau
Registriert: Okt 2002

erstellt am 14.10.2005 um 10:06 Uhr    Klicken Sie hier, um sich das Profil von E.Eitel anzusehen!   Klicken Sie hier, um E.Eitel eine eMail zu senden!     Beitrag editieren/löschen   Antwort mit Zitat
Liebe Freunde der Siebenbürgischen Kirchenburgen.

Mehrere Organisationen und Fachleute kümmern sich um das Erbe unserer Väter in Siebenbürgen.


In der heutigen Ausgabe der Hermannstädter Zeitung ist dieser Bericht zu lesen:


Kirche von Frauendorf dient als Modell für wissenschaftliche Restaurierung

Es waren die verpestete Luft, der dichte Ruß, die von den Fabrikschloten in Kleinkopisch zur Frauendorfer Kirchenburg herüberwehten und ihr übel zusetzten. Nicht nur verschmutzten die dunklen Partikel ihre einstmals ansehnliche Fassade, der Dreck und die Gifte aus der Ruß- und der Buntmetallfabrik drangen mit dem Regenwasser in ihr Gestein und fraßen sie stellenweise von Innen auf. Über Jahrzehnte dieser Belastung ausgesetzt, gilt das Bauwerk heute in seinem Gesamtzustand als massiv gefährdet. Glück im Unglück hat die Kirche aber, denn die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU), die sich in Deutschland und seit einiger Zeit auch in Ost- und Südosteuropa in Sachen Umwelt- und Denkmalschutz engagiert, ist auf das geschundene Gemäuer aufmerksam geworden. Vor kurzem hat somit ein Projekt zur umfassenden und nachhaltigen Restaurierung der Kirchenburg begonnen. Es befindet sich derzeit in Phase eins: Die Frauendorfer Kirche wird von Grund auf wissenschaftlich untersucht.

Vier Mitarbeiter der deutschen Firma „ProDenkmal“, die ihre Filialen in Bamberg und Berlin hat, sammeln derzeit Daten rund um die Kirchenburg. Der Geologe Dr. Rupert Utz und der Geograph Ulrich Meinhardt prüfen mit einem Mikrowellensensor, der sich bis zu 35 Zentimeter tief zwischen die Bruchsteine schieben läßt, den Feuchtigkeitsgehalt des Mauerwerks. Die Restauratorinnen Henriette Lemnitz und Claudia Vollmann stehen jeweils mit einem Zeichenblock bewaffnet vor den Wänden des Gotteshauses und kartieren detailgetreu die Fassade. Sie vermerken in bunten Farben und Schraffierungen akribisch, was sie mit bloßem Auge sehen: Putz oder Steine, Bewuchs, Krusten oder anderweitige Substanzschäden. Jeder Riß, jede Hohlstelle wird in die Zeichnung eingetragen.

Zudem hat das Team im Inneren der Kirche Klimasensoren verteilt, die Auskunft über die Raumverhältnisse im Laufe eines Jahres geben werden: Herrscht im Winter im Kirchenschiff Frost, sammelt sich im Frühjahr viel Kondenswasser? In einem kleinen Feldlabor analysieren die vier Deutschen außerdem entnommene Gesteinsproben oder bewerten Mauermörtel in archäologischer Manier und gewinnen so Erkenntnisse über die historischen Bauphasen. Bis zum Jahresende werden sie eine Flut an Daten sammeln, die dann in Deutschland ausgewertet wird.

Der ganze Aufwand hat einen Grund. „Wir werden hier eine modellhafte, eine nachhaltige Restaurierung durchführen, das heißt die Kirche nicht einfach verputzen, sondern den Bedingungen am Objekt Rechnung tragen“, erklärt Ulrich Meinhardt. Das Team will möglichst präzise und umfangreiche Erkenntnisse über die Materialien und Techniken gewinnen, die in verschiedenen Bauphasen an der Kirche verwendet wurden, um bei der Instandsetzung nah am Original arbeiten zu können. Schließlich wurde über Jahrhunderte hinweg an der Kirche gebaut, an- und umgebaut oder repariert. Erstmals erwähnt wurde die Frauendorfer Kirche im Jahr 1322, der Turm als ältester Teil des Bauwerks weist aber schon romanische Baumerkmale auf.

Um 1490 begann der Ausbau zur Wehrkirche. Da fallen viele Daten über Gestein, Mörtel oder Putz an. Das Konservierungskonzept, das auf Basis dieser wissenschaftlichen Daten entstehen wird, soll als Beispiel für andere Kirchenburgen dienen, die vergleichbare Schäden aufweisen.

Der Frauendorfer Kirchenburg haben vor allem die Umweltgifte zugesetzt. Es handele sich nicht nur um unschönen Dreck, der da aus Kleinkopisch auf die Burg rieselt, erklärt Geologe Utz. „Die chemischen Substanzen reagieren mit dem Kalk des Gesteins, bilden eine Gipskruste und lassen ganze Brocken aus der Mauer abplatzen.“ Wo noch Putz an der Mauer zu sehen ist, krümelt er wie Sand herunter, demonstriert Henriette Lemnitz mit einer sanften Handbewegung. Und im Gestein selbst haben sich so viele Mauersalze angesammelt, daß man hier und da Tauben in den Nischen sitzen sieht, die das Salz von der Mauer picken.

In den Jahren 2006 und 2007 soll die zweite Phase des Projektes laufen, die Instandsetzung. Verantwortlich zeichnen werden dafür „ProDenkmal“ aus Deutschland und das Architekturbüro Fabini aus Hermannstadt, die auch schon in Phase eins als Joint Venture zusammenarbeiten. Die Gelder für das Gesamtprojekt stellt zum großen Teil die DBU zur Verfügung, aber auch die Siebenbürgisch-Sächsische Stiftung aus München und der Verein „Opération Villages Roumains Nederland“ unterstützen die Arbeit finanziell. Während des ganzen Projektes arbeiten die deutschen Initiatoren mit regionalen Fachleuten und Handwerkern zusammen, es besteht beispielsweise eine enge Zusammenarbeit mit dem Umweltamt Hermannstadt.

Auf das künftige Restaurierungsteam kommt viel Arbeit in Frauendorf zu. „Wir erhoffen uns von dem Projekt eine Aufwertung des Bauwerks im Bewußtsein der Menschen“, so Meinhardt. Um diese dann zusätzlich für die wieder schmucke Kirchenburg zu interessieren, ist geplant, ein kleines Heimatmuseum in der Burgmauer und Gästezimmer in einem Teil der ehemaligen Kornkammern einzurichten. Auch wird es - das ist ein weiteres Projektziel - einen eigenen Internetauftritt geben, wo die Ergebnisse der Analysen und Infos zur Restaurierung der Kirche einsehbar sein werden. So wird das gemauerte Baudenkmal von Frauendorf nicht nur ein neues Gesicht bekommen, sondern auch neue Popularität gewinnen, vielleicht sogar über die Grenzen Rumäniens hinweg - im weltweiten Netz. (Anna GALON)

Hermannstädter Zeitung Nr. 1950/14. Oktober 2005

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Registriert: Mai 2004

erstellt am 04.02.2007 um 00:57 Uhr          Beitrag editieren/löschen   Antwort mit Zitat
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