19. November 2003

Securitate-Akten in der Warteschleife

Bukarest. - Die Landesbehörde zum Studium der Securitate-Vergangenheit (CNSAS), die "Gauck-Behörde" in Bukarest, will die Akte des Vorsitzenden der extremistischen Großrumänien-Partei (Partidul Romania Mare - PRM), Corneliu Vadim Tudor, erneut überprüfen. Rumänische Medien hatten kürzlich neue Beweise für die Zusammenarbeit des PRM-Senators mit dem Staatssicherheitsdienst von Diktator Nicolae Ceausescu veröffentlicht.
Im Jahr 2000, als der nationalkommunistische Parteileader für das Präsidialamt kandidierte, hatte der Rumänische Nachrichtendienst (SRI) darauf hingewiesen, dass es über Tudor keine Unterlagen gebe. Im Lesesaal des Rumänischen Nachrichtendienstes ist mittlerweile eine Akte aufgetaucht, die Auskunft gibt über den früheren Ceausescu-Hofpoeten. Der Vorsitzende der "Gauck"-Behörde, Gheorghe Onisoru, kündigte indes die Veröffentlichung einer Liste mit denjenigen Securitate-Offizieren an, die antikommunistische Dissidenten wie Doina Cornea oder Dumitru Iuga verfolgt hätten. Die Aufklärung über die politische Polizei Ceausescus wird von den derzeitigen Geheimdiensten erschwert, die Unterlagen der früheren Securitate verwalten und nur zögerlich an die zuständige "Gauck"-Behörde herausrücken.

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