29. Januar 2002

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Hermann Oberth: "Nie an Angriffswaffen gearbeitet"

In Deutschland war es das Dokumentations-Drama „Hitlers Dr. Faust“ von Rolf Hochhuth, in Siebenburgen waren es andere Ereignisse, die den Namen Hermann Oberth ins Gespräch brachten. Hier wie dort wurde kontrovers diskutiert und kommentiert, so auch in den Spalten dieser Zeitung. Dabei wurden leider auch Urteile gefällt und Behauptungen aufgestellt, die ein hohes Maß an Unkenntnis und Uninformiertheit ausweisen, so dass sich der Oberth-Biograf Dr. Hans Barth zur Nachhilfe aufgefordert sieht. Anhand eines Fallbeispiels versucht er auch anderswo unterlaufene Irrtümer und Fehlinterpretationen auszuräumen.
Ein Fallbeispiel


Das ausgewählte Fallbeispiel aus der Feder der Schäßburger Journalistin Hannelore Baier entnehmen wir der Allgemeinen Deutschen Zeitung für Rumänien (ADZ).
Die in Rumänien schon seit längerem stattfindende Würdigung Oberths müsste eigentlich das Herz jedes Siebenbürger Sachsen höher schlagen lassen: Straßen, Plätze und Schulen erhielten den Namen Hermann Oberth, Briefmarken, Plaketten und Büsten tragen sein Bildnis, in Mediasch wurde ein schönes Hermann-Oberth-Museum eingerichtet, und nun wollte auch Hermannstadt, der Geburtsort des großen Wissenschaftlers und Erfinders, dessen bahnbrechenden Leistungen würdigen: Auf einer Festveranstaltung der Hermannstädter Universität am 20. Dezember 2001 erhielt bereits deren Ingenieursfakultät den Namen „Facultatea de Inginerie Hermann Oberth“. Und der Stadtrat von Hermannstadt entschied, dem größten Sohn der Stadt ein Denkmal zu setzen. Rumänischerseits wurde dagegen kein Widerspruch angemeldet, allein Hannelore Baier titelte am 17. November 2001 in der ADZ: „Muss es denn Hermann Oberth sein?“ Die von ihr eingebrachten Gegenargumente sind Gegenstand der folgenden Ausführungen.
Hermann Oberth beim Besuch der Schäßburger Bergschule im Juni 1972.
Hermann Oberth beim Besuch der Schäßburger Bergschule im Juni 1972.


Raumfahrtpionier sollte es heißen

Die Argumentation beginnt mit dem Satz: „Leider ist jedoch das Wissen um Hermann Oberth lückenhaft bzw. Einzelheiten seiner Biografie werden geflissentlich unter den Teppich gekehrt“. Fürwahr, der erste Teil des Satzes scheint für viele zuzutreffen, nicht zuletzt aber auch für die Autorin selbst. Das beginnt schon mit der Wahl der Bezeichnung „Raketenpionier“ (bei anderen „Raketenforscher“). Dies ist unzureichend, weil zu eng und einseitig gefasst. Oberth war und bleibt weitaus mehr. Er ist der Begründer einer neuen Wissenschaft und einer neuen Technologie: der Raumfahrtwissenschaft und der Weltraumtechnik, die den Sprung in die Weiten des Universums ermöglicht haben. Richtig ist daher allein die Bezeichnung Raumfahrtpionier. Die Trägerrakete ist bloß ein Teilbereich in diesem weiten multidisziplinären Feld, wenn auch ein sehr wichtiger. In seinen beiden Pionierwerken „Die Raketen zu den Planetenräumen“ (1923) und „Wege zur Raumschiffahrt“ (1929) hat Oberth nur Raumraketen beschrieben: eine dreistufige Rakete für den erdnahen Weltraum und eine zweite für den Flug zum Mond. Militärische Raketen kommen darin überhaupt nicht vor!

Oberth und Peenemünde

Und damit sind wir auch gleich beim Vorwurf, wonach Hermann Oberth maßgeblich bei der Herstellung der deutschen Kriegsrakete V2 mitgewirkt habe.
Nichts ist falscher als diese Behauptung. In allen jüngeren Oberth-Biografien sowie in zahlreichen Facharbeiten über dieses Thema wird das auch gründlich dokumentiert. Allein: Darüber sind die schreibenden Kritiker offensichtlich nicht informiert. Über Hermann Oberth allein sind z.B. bereits zwölf Biografien erschienen: sechs in Deutsch, drei in Englisch, zwei in Rumänisch und eine in russischer Sprache. Und darin wird aber auch gar nichts „geflissentlich unter den Teppich gekehrt“, wie Frau Baier behauptet. Beispielsweise werden Peenemünde in allen drei Auflagen meiner Oberth-Biografie zwei ganze Kapitel gewidmet. Hätte man die gelesen, so wäre man nicht allen irrigen und unfundierten Relativierungen der bundesdeutschen Sensations- und Regenbogenpresse unkritisch aufgesessen.
In Sachen Peenemunde wäre zunächst einmal zu beachten gewesen, dass die dort entwickelten V-Waffen in der jüngeren Forschung nicht mehr als Negativum, sondern als ein „Segen“ (W. Churchill) für die Alliierten bewertet werden. Der materielle und personelle Aufwand für die Entwicklung und Produktion der V2-Raketen war nämlich so gewaltig hoch und die militärische Wirkung so geringfügig, dass daraus eine erhebliche Schwächung der hitlerdeutschen Kriegsmaschinerie resultierte. Die meisten Historiker glauben daher auch, dass auf diese Weise der wahnsinnige Krieg um einige Monate früher zu Ende ging und dass Deutschland somit vom Abwurf der ersten Atombomben verschont geblieben ist. (Ausführlich dazu: Luft- und Raumfahrt, 2/1995; Journal of the British Interplanetary Society, 5/1997; Siebenbürgische Zeitung vom 30. Juni 1995.)
Frau Baier schreibt: „Verschwiegen wird jedoch, dass Oberth seit 1941 in Peenemünde an der berüchtigten V2-Rakete, Hitlers Wunderwaffe, gearbeitet hat, die zur Serienreife gebracht, Zerstörung und Panik über England brachte, als der Krieg bereits entschieden war.“ Und einen Absatz weiter kommt es noch dicker: „er (Oberth) hat auch nach Kriegsende seine Kenntnisse und Genialität in den Dienst der Rüstungsindustrie gestellt“. Beides total falsche Behauptungen.
Zum Ersten: Als Hermann Oberth im September 1941 nach Peenemünde kam, war die Entwicklung von „Aggregat 4“, die ursprüngliche Bezeichnung der V2-Rakete, bereits bis ins letzte Detail abgeschlossen. Die Testläufe für die Triebwerke waren im vollem Gange und an den Abschussrampen wurden bereits die ersten Startversuche vorbereitet. Dem ersten gelungenen Versuch vom 2. Oktober 1942 waren ja schon drei Fehlversuche vorangegangen. Kein Zufall also, dass Wernher von Braun, technischer Leiter der Versuchsanstalt Peenemünde, auf Oberths Einwände und Verbesserungsvorschläge immer wieder die gleiche Antwort parat hatte: „Dafür ist es bereits zu spät. Der allgemeine Konstruktionsplan ist vom Heereswaffenamt bereits akzeptiert, sanktioniert und eingefroren. Änderungen sind nicht mehr möglich, ohne das Gesamtprojekt zu gefährden.“ Mit andern Worten: Die grundlegenden raketentechnischen Arbeiten Hermann Oberths hatten die Entwicklungen auf der Insel Usedom zwar möglich gemacht, die Entwicklungsarbeiten selbst sind jedoch ohne sein Dazutun geleistet worden. Ja noch mehr: Hermann Oberth missfiel die V2-Rakete überhaupt. Er hätte diesen Flop von Angriffsrakete gar nicht realisiert, sondern plädierte stets für eine dem Luftschutz dienende Feststoffrakete. Und dass er mit der eigentliche Herstellung der V2 überhaupt nichts am Hut hatte, beweist schon die Tatsache, dass zum Zeitpunkt, als Hilter am 7. Juli 1943 die Serienfertigung der V2-Rakete genehmigte, Oberth schon am Kofferpacken war für seinen Wechsel nach Reinsdorf bei Wittenberg, wo er seine Luftabwehrrakete entwickeln wollte. Wozu es freilich nicht mehr kommen konnte. Die Biografie über Arthur Rudolf, den Produktionsleiter in Peenemünde und späteren Projektleiter von Saturn V, der amerikanischen Mondrakete, enthält eine Namensliste aller Wissenschaftler und Techniker, die maßgeblich an der Entwicklung und Produktion der V2-Rakete beteiligt waren. Unter den 135 Aufgelisteten ist weder der Name Hermann Oberth noch sein Tarnname Fritz Hann zu finden! Oberth wurde 1938 nach Deutschland geholt aus reiner Angst davor, der in Siebenbürgen lebende „Vater der Sache“ könnte vielleicht in die Hände des Feindes geraten – die Russen hatten es wohl schon zweimal versucht. Dass ihm aber schon damals keine führende Rolle bei der Raketenentwicklung zugedacht war, dafür spricht allein schon die Tatsache, dass seine Verpflichtung mit der Deutschen Versuchsanstalt für Luftfahrt in Berlin-Adlersdorf abgeschlossen wurde, die mit der Raketenentwicklung nichts zu tun hatte: diese wurde ausschließlich vom Heer betrieben und nicht von der Luftwaffe.

Wegweisende Siebenbürger Sachsen: Hermann Oberth mit seiner Gattin vor dem Honterus-Denkmal in Kronstadt, Juni 1972.


Auch zu Geheimsachen in den USA kein Zutritt

Zum Einwand, Oberth habe auch nach dem Krieg „seine Genialität in den Dienst der Rüstungsindustrie gestellt“, möchte ich den Raumfahrtpionier zunächst selbst antworten lassen. In einer Stellungnahme zu ähnlichen Verunglimpfungen in den Nürnberger Nachrichten betont Oberth: „Ich habe niemals an Angriffswaffen gearbeitet, auch nicht an der V2, und habe im Gegenteil den Weltraum erschlossen und damit eine neue Dimension für die friedliche Entwicklung der Menschheit eingeleitet.“ 1955 war Oberth dem Ruf Wernher von Brauns nach Huntsville gefolgt, wo unter der technischen Leitung seines Meisterschülers zunächst die amerikanischen Militärraketen, dann aber auch die Raumraketen für die Erforschung des erdnahen Weltraums und für den Flug zum Mond entwickelt wurden. Doch auch hier war Oberth keine einzige Stunde in militärische Projekte involviert: ausländische Mitarbeiter wurden dazu erst gar nicht zugelassen. In Huntsville arbeitete Oberth ausschließlich an weltraumtechnischen Zukunftsvisionen, wie z.B. dem Flug zum Mond, dessen Möglichkeit er in einer Studie dokumentierte, die er im Juni 1957 vorlegen konnte. Mit Oberths Vergangenheit (sprich Peenemünde) hatten die Amerikaner, weil bestens informiert, von Anfang an keine Probleme. Im Gegenteil, sie ehrten ihn vielfach für seine Pionierleistungen auf dem Gebiet der Raumfahrtwissenschaften: mit Preisen und Medaillen, mit dem Ehrendoktor der University of Ohio, der Ehrenbürgerschaft der Städte Cleveland und Houston, die amerikanische Raumfahrtgesellschaft stiftete sogar einen Oberth-Preis für besondere Verdienste in der Raumfahrt, seine Werke wurden ins Englische übersetzt und preisgekrönt usw. (Im übrigen: Selbst Oberths Meisterschüler Wernher von Braun, der nun wirklich in Peenemünde das Sagen hatte, erhielt weltweit 25 Ehrendoktortitel, wurde von fünf USA-Präsidenten ausgezeichnet, in den USA zweimal zum Mann des Jahres gekürt, von den unzähligen Ehrungen durch akademische Gesellschaften in aller Welt gar nicht zu reden.)

Ein Weltbürger durch und durch

Bleibt noch die Anschuldigung mit der „Rechtslastigkeit“, die man Hermann Oberth nachsagt.
Auch in diesem Punkt spricht vieles für unterlassene Informationspflicht oder gar für bewusste Schuldzuweisung. Erstes Beispiel: die Sache mit der NPD-Mitgliedschaft. Als Hermann Oberth Mitte der 60-er Jahre der NPD (die damals übrigens eine ganz andere war als die heutige Partei der Randalierer und Brandstifter) beitrat, wurde dies im deutschen Blätterwald als große Sensation verbreitet. In der Presse wurde nicht mehr zur Kenntnis genommen, dass er bald darauf aus dieser Partei austrat, nachdem er festgestellt hatte, dass dies nicht sein Platz sein kann - das spricht doch für Lernfähigkeit, die man wohl jedem Menschen zugestehen sollte, selbst einem Genie wie Hermann Oberth! So scheint es, dass diese Nachricht die schreibende Zunft in Hermannstadt bis auf den heutigen Tag nicht erreicht hat. Denn auch Hannelore Baier vermerkt bloß, dass Oberth zur NPD fand, erwähnt jedoch den Austritt nicht.
Die berechtigte Frage bleibt wohl: Was hatte Oberth zum Eintritt in die NPD bewogen? Im Kapitel „Der philosophierende Raumfahrtpionier“ meiner Biografie von 1991 habe ich diese Frage ausführlich behandelt. Auf den Punkt gebracht, ist es eigentlich genau das, was Daniel Barenboim, der Chefdirigent der Berliner Philharmonie, unlängst in der Wochenschrift Die Zeit, 5/2001, beklagte: „Ich glaube, dass die Deutschen im zweiten Teil des 20. Jahrhunderts aus Angst vor dem Nationalismus ihren Patriotismus verloren haben. Das finde ich schade!“ Dem weltbekannten Musiker argentisch-jüdischer Herkunft dürfte wohl niemand „Rechtslastigkeit“ unterstellen wollen? Und gerade Patriotismus hat auch Hermann Oberth damals bewogen. Um Gegenteiliges zu beweisen, zitiert Frau Baier das Oberthsche Vortragsmanuskript „Der Mut zur Wahrheit / Mein Weg zur NPD“, wo es angeblich vor „nationalistischen und rassistischen Vorurteilen“ nur so strotzen soll. Da muss ich schon wieder vermuten, dass die Verfasserin diese Schrift selbst gar nicht gelesen, sondern etwas Ungeprüftes einfach übernommen hat. Denn dieser Vortrag beginnt mit einem grundsätzlichen Bekenntnis Oberths, welches ihn als den wahrhaftigsten Weltbürger ausweist. Folgen wir seinen Worten:
„Ich war nie ein Chauvinist und bin auch heute eher ein Weltbürger, der es wünscht, dass die Menschheit ihre Kräfte nicht zersplittert, sondern in gemeinsamer Arbeit Zielen nachstreben möge, die allen nutzen. Ich habe in zwölf verschiedenen Ländern gelebt, konnte mich mit den Leuten in fünf Sprachen in ihrer Muttersprache unterhalten und weiß, dass es überall wertvolle und auch weniger wertvolle Menschen gibt... Als ich noch am Mediascher Gymnasium in Siebenbürgen unterrichtete, hatte ich unter meinen Schülern auch den Sohn des Rabbiners Reich, eines Mannes, vor dem man nur den Hut ziehen konnte. Sein Sohn Itzak, mein ehemaliger Schüler, ist heute Oberrabbiner in Jerusalem, und er versäumt es nicht, mich aufzusuchen, wenn er auf einer seiner zahlreichen Dienstreisen durch Nürnberg kommt. Bei der hohen Intelligenz und dem gegenwärtigen Einfluss der Juden würde ich es wärmstens begrüßen, wenn sich möglichst viele von ihnen zur Mitarbeit am Aufbau einer gerechteren und besseren Welt gewinnen ließen ... Ich kenne Tschechen, Slowaken, Slowenen, Serben, Kroaten, Ruthenen, Bulgaren, Türken, Franzosen, Spanier, Rumänen, Armenier, Schweden, Norweger, Dänen, Neger und andere, ich kann nur sagen: Es gibt bei jedem Volk fähige und brave Menschen! Ich gehe sogar einen Schritt weiter“, sagt Oberth: „Ich verlange von einem Andersnationalen gar nicht, dass er sich in jeder Lage so verhalten soll, wie ich das von einem anständigen Deutschen erwarte - Gott hat gewusst, warum er den verschiedenen Leuten und Völkern verschiedene Eigenschaften gab!“
Die Leser mögen nun selbst beurteilen, was daran „nationalistisch“ oder gar „rassistisch“ sein sollte. Oberth war ein Weltbürger durch und durch. Was ihm aber bei den Bundesdeutschen missfiel, ließ er immer wieder Erich Kästner sagen: „Was auch immer geschieht, / nie sollt so tief ihr sinken, / von dem Kakau, durch den man euch zieht, / auch noch selbst zu trinken!“

Unhaltbar auch der letzte Vorwurf

Der letzte Vorwurf, den Hannelore Baier in ihrer Anklage verbreitet, lautet: „Über Hitlers Verbrechen verliert er (Oberth) kein Wort, fordert statt dessen aber, alle Kriegsverbrecher auf Bewährung frei zu lassen.“
Auch dies ist erfunden oder in Unkenntnis von Unwissenden übernommen worden. Schon in „Mut zur Wahrheit“ steht der eindeutige Satz: „Ich halte es z.B. für den größten Fehler Hitlers, dass er die Juden alle bekämpfte, weil er mit einzelnen schlechte Erfahrungen gemacht hatte. Es gab damals unter den Juden ausgesprochene Deutschfreunde, ja sogar Leute, die sich schon mehr als Deutsche fühlten, und Hitler konnte seinen Feinden keinen größeren Dienst tun, als sie in brutaler Weise zu bekämpfen.“ In seiner „Wählerfibel für ein Weltparlament“ wird Oberth noch deutlicher: „Fanatiker sollten lieber die Hände von der Politik lassen. In Deutschland aber stand sogar einer an der Spitze, und was für einer! Und alle anderen mussten ihm folgen. Hitler achtete die Menschen für nichts, die Idee war ihm alles. In Wahrheit sind aber die politischen Ideen für die Menschen da und nicht umgekehrt!“
Wie passen denn diese Worte zum Bild der „Rechtslastigkeit“? Allein schon Oberths hohe Meinung über die Juden steht dazu in krassem Widerspruch. Denn Oberth hielt die Juden stets für „das intelligenteste Volk der Welt“, während die Deutschen für ihn zwar die „fleißigsten“ waren, aber auch „die Weltmeister in der Disziplin Selbstzerfleischung“, was wiederum von ihrem „üblen Charakter“ herrühre. Dennoch war Oberth stolz darauf, Deutscher zu sein. Dies mag vermutlich wohl auch seine einzige „Schuld“ gewesen sein. Und falls diejenigen, die auch heute noch – in Unkenntnis der Fakten - an seiner Biografie „herumkratzen“, dies nicht mehr sein wollen (können), dann ist das mit Sicherheit nicht Hermann Oberths Schuld gewesen!
Und schließlich: Warum denn Hermann Oberth auf dem Denkmalsockel? Und nicht etwa Carl Wolff, wie in der Hermannstädter Zeitung vorgeschlagen wurde? Ganz einfach: Carl Wolff steht zwar auch im „Lexikon der Siebenbürger Sachsen“, Hermann Oberth aber in allen Lexika der Welt. Und noch wichtiger: Wolff lebt in der historischen Wahrnehmung, solange es noch Siebenbürger Sachsen gibt, Oberth aber solange es kulturfähige Menschen gibt - auf dem Planeten Erde und darüber hinaus!

Hans Barth


(gedruckte Ausgabe: Siebenbürgische Zeitung, Folge 2 vom 31. Januar 2002, Seite 6)

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