26. August 2026
Heimat im Herzen: Zweites Begegnungsfest der Brenndorfer aus aller Welt
Es war ein schönes Gefühl zu sehen, wie sich am Vormittag des 8. August die neu renovierte evangelische Kirche in Brenndorf mit Menschen füllt. Über 200 Gäste sind von nah und fern angereist, um beim zweiten Begegungsfest der Brenndorfer aus aller Welt teilzunehmen. Das Fest, das am 8. und 9. August stattfand und mit einem Gottesdienst mit Abendmahl, gestaltet von Pfarrer Dr. Peter Klein startete, wurde von der „Dorfgemeinschaft der Brenndörfer“ (HOG Brenndorf), dem Ortsforum Brenndof und der evangelischen Kirche der Ortschaft organisiert.

Beim diesjährigen Heimatag zu Pfingsten in Dinkelsbühl und beim Heimattreffen in Brenndorf feierte die „Dorfgemeinschaft der Brenndorfer“, die zu Pfingsten 1976 gegründet worden war, ihr 50-jähriges Bestehen. Ein halbes Jahrhundert, in dem die Brenndorfer zusammenhalten, ihre Kultur pflegen und die Gemeinschaft lebendig halten. Mit dem Begegnungsfest im August wurde wieder einmal ein Zeichen der Hoffnung und der Zuversicht gesetzt – es gibt eine Zukunft für die siebenbürgisch-sächsische Gemeinschaft in dieser Ortschaft.
„Gemeinschaft, Bräuche und Kultur sind uns wichtig“
Nach dem Gottesdienst wurden die Gäste im Gemeindesaal mit einem Mittagessen, Kaffee und Baumstriezel verwöhnt, zu Blasmusik der Burzenländer Blaskapelle.In seinem Grußwort an die Teilnehmer und Ehrengäste erwähnte Siegbert Bruss, der Vorsitzende der „Dorfgemeinschaft der Brenndörfer“, dass alle Ziele, die sich die HOG vor fünf Jahrzehnten gesetzt hat, erfüllt wurden und doch aktueller denn je sind. „Die ausgewanderten Sachsen haben ihre Heimat in ihren Herzen lebendig gehalten, sie pflegen die Kontakte zueinander, sie treffen sich jedes dritte Jahr in Brackenheim und heute zum zweiten Mal in unserer Heimat in Brenndorf. Die Gemeinschaft, die Bräuche, die Kultur, die uns in die Wiege gelegt wurden, sind uns wichtig.“ Bruss zählte die vielen Projekte auf, die in den letzten Jahren gelungen sind: eine Dorfchronik, ein Wörterbuch der Ortsmundart, eine DVD mit Hochzeitsbräuchen, vom Gründungsvorsitzenden Otto Gliebe erstellt, die Zeitschrift „Briefe aus Brenndorf“, die seit einem halben Jahrhundert ein wichtiges Bildeglied und Kommunikationsmittel ist. Und nicht zuletzt das größte und wichtigste Projekt: die Kirche aus Brenndorf, die in fünf Bauetappen von 2004 bis 2019 renoviert wurde.
Brenndorf ist „ein Stück Identität“

Uwe Leonhardt, Vorsitzender des Kronstädter Kreisforums, versicherte dass die Institution, die er leitet, weiterhin ein verlässlicher Partner der Brenndorfer Gemeinschaft sein werde. „Die Welt verändert sich, aber die Sehnsucht nach Heimat und Verbundenheit bleiben t bestehen. Unsere Aufgabe ist es, Traditionen nicht nur zu bewahren, sondern auch für die jungen Generationen attraktiv zu machen. Wir müssen sicherstellen, dass die Geschichten unserer Vorfahren weitergegeben werden. Lasst uns gemeinsam daran arbeiten, dass die kommenden 50 Jahre genauso fruchtbar sein werden wie die letzten 50“, sagte er in seinem Grußwort.
Gedenkfeier an Opfer der beiden Weltkriege und der Russlanddeportation
Nach dem Essen folgte der gemeinsame Gang zum Friedhof, wo die Teilnehmer den Opfern der zwei Weltkriege und der Russlanddeportation gedachten – an einem Denkmal, das vom Brenndorfer Künstler Reinhardt Schuster gestaltet wurde und vor zehn Jahren eingeweiht wurde. Die Gedenkfeier wurde von Pfarrer Dr. Peter Klein und der Burzenländer Blaskapelle gestaltet.
Am Sonntag, dem 9. August, ging es mit einem Brunch im Pfarrhof weiter. Anschließend nahmen die Gäste am Gottesdienst in Petersdorf teil. Am Nachmittag besuchten sie dann die Ritterfestspiele im Rahmen des „Teutonic-Fest“ in Honigberg.

Elise Wilk
(Nachdruck aus der Karpatenrundschau vom 13. August 2026)Bildergalerie des Heimattreffens 2026 in Brenndorf (www.brenndorf.de)
Lesen Sie auch (in rumänischer Sprache):
Sașii din Bod emigraţi în Germania au revenit pe meleagurile natale, Radio România Brașov FM, 10 August 2026
Schlagwörter: Brenndorf, Heimattreffen
13 Bewertungen:
Noch keine Kommmentare zum Artikel.
Zum Kommentieren loggen Sie sich bitte in dem LogIn-Feld oben ein oder registrieren Sie sich. Die Kommentarfunktion ist nur für registrierte Premiumbenutzer (Verbandsmitglieder) freigeschaltet.