17. Juli 2026
Föderationsjugendlager: Der Gemeinschaft über drei Generationen verbunden
An der 60-Jahr-Feier der Siebenbürger-Sachsen-Siedlung in Drabenderhöhe vom 26.-28. Juni nahmen als Gäste auch Jugendliche aus den USA, Kanada und Siebenbürgen teil. Sie trafen sich hier, um nach dem Fest, der ersten Station des Föderationsjugendlagers 2026, zusammen mit der Bundesjugendleiterin der Siebenbürgisch-Sächsischen Jugend in Deutschland (SJD), Natalie Bertleff, nach Hessen weiterzufahren.

1971 hatten mein Mann und ich unter der Verantwortung von Robert Gassner und dem damaligen Vorsitzenden der Landesgruppe Nordrhein-Westfalen, Rudolf Dienesch, das erste „Internationale Jugendlager“ mit Jugendlichen aus Amerika, Kanada, Österreich und Deutschland geleitet. Unter den Jugendlichen aus Kanade waren auch John Werner und seine Freundin Helgard, heute seine Ehefrau, dabei. Das Jugendlager fand in der Jugendherberge in Siegen statt. Volkstanz, Singen, Vorträge über Siebenbürgen, Diskussionen und Fahrten in die Umgebung standen auf dem Programm. Wir fuhren öfter ins nahe gelegene Drabenderhöhe, um zusammen mit der dortigen Jugend mehrere Abende zu verbringen. Das erste Jugendlager wurde ein großer Erfolg.
1973 meldeten sich 39 Jugendliche aus den vier Ländern zum zweiten Internationalen Jugendlager an. Auch dieses haben wir geleitet und diesmal auch mitorganisiert. Dazu kam Lotte Kramer als Begleiterin der amerikanischen Jugendlichen. Untergebracht waren wir im „Haus für alle“ in der Feriensiedlung in Waldbröl. Bei Fahrten in die siebenbürgischen Siedlungen im Ruhrgebiet Herten-Langenbochum und Setterich sowie nach Drabenderhöhe wurden Kontakte zu den Landsleuten geknüpft. Jugendliche aus Drabenderhöhe kamen mehrmals ins Jugendlager, um die Abende gemeinsam zu verbringen. Zum Abschluss besuchten wir die Siebenbürger Sachsen in Großsachsenheim. Überall wurden wir herzlich empfangen. Von dort flogen wir auf Einladung der „Asociaţia România“ als Gäste für sieben Tage nach Siebenbürgen und nach Costinești am Schwarzen Meer, was damals außergewöhnlich war. Diese Reise durch Siebenbürgen zu den Wurzeln ihrer Vorfahren beeindruckte die jungen Menschen sehr.
In beiden Jugendlagern wurden Kontakte geknüpft und Freundschaften geschlossen, die bis heute halten. John und Helgard Werner kamen mit der Hofbräu-Blaskapelle und der Volkstanzgruppe aus Kitchener im Rahmen des Föderationskulturaustausches mehrmals nach Drabenderhöhe. Mein Mann und ich vertraten den Verband der Siebenbürgen Sachsen in Deutschland beim Heimattag 2001 in Windsor/Kanada und waren anschließend einige Tage Gäste der Familie Helgard und John Werner.
Wir sind froh, dass wir seit 1971 in Freundschaft verbunden geblieben sind, so wie auch viele andere Teilnehmer der Jugendlager sich immer wieder treffen und den Kontakt zueinander pflegen. Das Treffen mit Jakob und Xander und den anderen Jugendlichen hat uns sehr gefreut. Erfreulich ist auch, dass seit 1990 junge Leute aus Siebenbürgen am Föderationsjugendlager teilnehmen können.
Was vor 55 Jahren begonnen hat, hat reiche Früchte getragen und wird hoffentlich noch lange weitergeführt.
Enni und Harry Janesch
Schlagwörter: Föderationsjugendlager, Drabenderhöhe, Janesch, Geschichte, Jugend
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