Lebensbilder aus Siebenbürgen – ein Nachmittag voller Humor und Tiefgang
Unter dem Motto „Lebensbilder aus Siebenbürgen – Ernstes, Heiteres und Bewegendes“ erlebten die Besucher des Seniorennachmittags der Kreisgruppe Augsburg einen unterhaltsamen und berührenden Nachmittag. Rita Almus begrüßte Doris Hutter, die Kulturreferentin des Landesverbandes Bayern im Verband der Siebenbürger Sachsen in Deutschland e.V. und Mundautorin, die sie zur Mitgestaltung dieses Nachmittags gewinnen konnte.
Lachen und Nachdenken mit Doris Hutter. Foto: Rita AlmusMit viel Charme und Humor gewährte sie persönliche Einblicke in ihren Lebensweg und verstand es, ihre Biografie lebendig und kurzweilig zu erzählen. Im Mittelpunkt ihrer Lesung standen Geschichten aus dem Alltag der Siebenbürger Sachsen. Mit feinem Gespür für Menschen und Situationen berichtete Doris Hutter von Erlebnissen aus dem Familien- und Freundeskreis sowie von kleinen Begebenheiten, die sie im Lauf ihres Lebens aufmerksam beobachtet hatte. Sprachgewandt, humorvoll und stets mit einer gelungenen Pointe versehen, brachte sie ihr Publikum immer wieder zum herzhaften Lachen. So sorgte unter anderem ihre Erzählung über „Ein Heilmittel gegen Heimweh“, die Geschichte von einer Oma, die einen Polizisten ungewollt in die Irre führte, oder Szenen aus dem Theaterstück „Die Wusch“ für große Heiterkeit. Ihre lebendige Vortragsweise und ihre rhetorische Ausdruckskraft machten jede Geschichte zu einem besonderen Erlebnis. Doch nicht nur Humor prägte den Nachmittag. Bewegende Gedichte und nachdenkliche Erzählungen berührten die Zuhörer tief und regten dazu an, über das Leben, die Heimat und das menschliche Miteinander nachzudenken. Eindrucksvoll waren ihre Gedanken zur „Roten Linie“ – den persönlichen Grenzen, die jeder Mensch für sich zieht und die nicht überschritten werden sollten/dürfen – sowie ihre Ausführungen über die Weiterführung des Urzelnbrauchs in Agnetheln. Mit spürbarer Leidenschaft und großer Herzlichkeit verlieh Doris Hutter ihren Texten eine besondere Ausdruckskraft. Rita Almus und die Gäste dankten ihr mit einem Blumenstrauß und herzlichem Applaus für ihre Lesung, die gleichermaßen zum Lachen, zum Nachdenken und zum Erinnern anregte. In der Pause boten Kaffee und Kuchen Gelegenheit zu angeregten Gesprächen und zum Austausch über die vielen Geschichten, die noch lang nachwirkten. Dieser Nachmittag zeigte, wie wertvoll gemeinsame Erinnerungen, gelebte Traditionen und das Miteinander in der Gemeinschaft sind. Wir freuen uns schon auf das nächste Treffen am 8. September im Pfarrsaal der Heiligsten Dreifaltigkeit, Ulmer Straße 195a, in Augsburg-Kriegshaber.
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