Schlagwort: Urkunden

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7. Dezember 2020

Verbandspolitik

Personenstandsurkunden deutscher Aussiedler und Spätaussiedler: Nachbeurkundung in Deutschland möglich

Die Aussiedlerbeauftragtenkonferenz 2019 thematisierte die Glaubhaftmachung von Personenstandsbeurkundungen in den Herkunftsgebieten bei aktuellen Standesamtsfällen in Deutschland.
Aus der alltäglichen Beratungspraxis der Selbstorganisationen deutscher Aussiedler und Spätaussiedler wurden Beauftragte des Bundes und der Länder vermehrt mit Hinweisen konfrontiert, dass vereinzelt Standesämter von Aussiedlern und Spätaussiedlern bei Eintragungen in das Personenstandsregister (insbesondere Eheschließungen und Todesfälle) „aktuelle“ Geburtsurkunden fordern. Dies bedeutet für die Betroffenen, dass sie eine Geburtsurkunde vorlegen müssen, deren Ausstellungsdatum in der Regel nicht länger als sechs Monate zurückliegen darf. Viele der Betroffenen stellt diese Forderung vor erhebliche Herausforderungen. Um diese Forderung erfüllen zu können, müssten sich Betroffene an das Standesamt im Vertreibungsgebiet im Ausland wenden, wo Vorgänge meist viele Jahrzehnte vorher beurkundet wurden. Von Betroffenen werden erhebliche Schwierigkeiten bei diesem Unterfangen geschildert. Seit Aufnahme im Bundesgebiet besteht in den meisten Fällen keinerlei Kontakt mehr zu den Behörden des Herkunftsgebietes, oft scheitert das schon an fehlenden Sprachkenntnissen oder kriegsfolgenbedingten emotionalen Hürden. Deswegen hat die Aussiedlerbeauftragtenkonferenz im Bundesministerium des Inneren, für Bau und Heimat in seiner Sitzung vom 27. März 2019 dieses Thema beraten und eine aufklärende Stellungnahme beschlossen. Auch wurde das Thema durch ein Rundschreiben des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat nach einem Beschluss der Personenstandsrechtsreferenten von Bund und Ländern vom 5. Juni 2019 an die Innenministerien/Senatsverwaltungen der Länder aufgegriffen.
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15. August 2019

Verbandspolitik

Zur Bewertung von Personenstandsurkunden deutscher Aussiedler und Spätaussiedler

Wie sind die Personenstandsurkunden deutscher Aussiedler und Spätaussiedler zu bewerten? Rechtliche Klarstellungen zu dieser Frage, mit der auch Mitglieder des Verbandes der Siebenbürger Sachsen seit mehreren Jahren konfrontiert werden, bietet der Beauftragte der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Dr. Bernd Fabritius, auf seiner Homepage. Die Glaubhaftmachung von Personenstandsbeurkundungen in den Herkunftsgebieten bei aktuellen Standesamtsfällen in Deutschland wurde in der Aussiedlerbeauftragtenkonferenz 2019 erörtert. mehr...

9. Juli 2017

Kulturspiegel

Mittelalterliche Urkunden digitalisiert

In einem umfangreichen, mit europäischen Mitteln finanzierten Projekt wurden und werden in rumänischen Archiven vorhandene mittelalterliche Urkunden digitalisiert und Forschern sowie dem interessierten Publikum online zur Verfügung gestellt. mehr...

2. Juni 2017

Kulturspiegel

Evangelische Kirche ist das Wahrzeichen: 750 Jahre seit der ersten urkundlichen Erwähnung von Tobsdorf

In einer Urkunde vor genau 750 Jahren wird eines der kleineren siebenbürgisch-sächsischen Dörfer, Tobsdorf, erstmals urkundlich erwähnt. Tobsdorf liegt mitten im Weinland östlich von Hetzeldorf und nordwestlich von Birthälm, malerisch in einem südlichen Seitental der Großen Kokel. Bis ins nahegelegene Mediasch sind es 14 km. Heute gehört Tobsdorf verwaltungsmäßig zu Hetzeldorf. Die ungarische Bezeichnung des Ortes lautet Táblás, auf Rumänisch hieß der Ort früher Dupușdorf, heute Dupuș, während er in der siebenbürgisch-sächsischen Mundart Tobesderf heißt. mehr...

6. April 2017

Aus den Kreisgruppen

Anerkennung von in Rumänien ausgestellten Personenstandsurkunden

Angesichts der in letzter Zeit gehäuft auftretenden Schwierigkeiten unserer Landsleute, ihre in Rumänien ausgestellten Personenstandsnachweise und Geburtsurkunden in Deutschland anerkennen bzw. bestätigen zu lassen, lud das Haus der Heimat in Nürnberg am 11. März den Vorstand des Landesverbandes Bayern und die Vorsitzenden der Kreisgruppen zu einem informativen Seminar ein. Referentin war Nicole Bauer vom Standesamt Nürnberg, Bereich Aussiedler und Vertriebene. mehr...

21. Juli 2016

Verbandspolitik

Bund der Vertriebenen ersucht um Mithilfe: Beschwerdefälle zu Personenstandsurkunden melden

Die Bundesgeschäftsstelle des Bundes der Vertriebenen (BdV) hat sich an den Verband der Siebenbürger Sachsen in Deutschland gewendet mit dem folgenden Anliegen: „In der Vergangenheit hat es Beschwerden von Vertriebenen, Aussiedlern und Spätaussiedern gegeben, die sich auf die Eintragung ihrer Geburtsorte (ausländische statt deutsche Bezeichnung des Geburtsortes oder deutsche Bezeichnung / daneben Bezeichnung des Staates) in Personenstandsurkunden, Pässen und Personalausweisen beziehen." mehr...

16. März 2015

Rumänien und Siebenbürgen

Online-Archiv mittelalterlicher Urkunden

Bukarest – Die Universität Bukarest startet ein Projekt zur Digitalisierung von rund 32000 mittelalterlichen Urkunden aus der Zeit vor dem Jahr 1600. Die Originale befinden sich zurzeit in 32 Zweigstellen des rumänischen Nationalarchivs. mehr...

25. Dezember 2013

Kulturspiegel

Vor 500 Jahren: Sachsen in königlichen Ämtern nicht einmal zu Weihnachten zu Hause

Eine wenig bekannte Zeit in der Geschichte Siebenbürgens ist jene der Jagiellonenkönige, einer polnisch-litauischen Familie, die von 1490 bis zur Schlacht in Mohács 1526 in Ungarn regierte. Im spätmittelalterlichen Ostmitteleuropa herrschten sie in mehreren Reichen. 2013 wurde die Ausstellung „Europa Jagiellonica“ u.a. in Potsdam gezeigt, wobei Ungarn und Siebenbürgen nur am Rande beachtet wurde. Reiche Quellen dazu werden gerade im Rahmen des Urkundenbuchs zur Geschichte der Deutschen in Siebenbürgen erschlossen. Mit Förderung der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien werden Urkunden bis zum Ende des 15. Jahrhunderts bearbeitet und online verfügbar gemacht. Die geschichtlichen Hintergründe erläutert der Historiker Martin Armgart in einem Gespräch mit der Siebenbürgischen Zeitung. mehr...

20. Dezember 2013

Kulturspiegel

Rechnungsbücher von Bistritz aus den Jahren 1461–1520 ediert

Bistritz im Nösnergau gehörte im Mittelalter zu den wichtigsten Städten Siebenbürgens, in dem fleißige Handwerker ebenso wie geschäftige Kaufleute und Montanunternehmer lebten und wirkten. Sie profitierten von der Ausbeutung der Rodenauer Silberbergwerke ebenso wie von der Handelsstraße, die über die Ostkarpaten führte. Das vergleichsweise kleine urbane Zentrum spielte als Vorort des nordsiebenbürgisch-sächsischen Siedlungsgebietes und dank seiner Wirtschaftskraft eine wichtige Rolle. Das belegen heute noch das Straßennetz sowie die repräsentativen Bürger- und Kirchenbauten. mehr...

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