VERLÄNGERT: Margarete Depners „Sinkende“ in Stuttgart

bis 01.11.2020 (seit 01.02.2020)

Baden-Württemberg

Unter dem Titel „Der Traum vom Museum ,schwäbischer‘ Kunst“ stellt das Kunstmuseum Stuttgart die Geschichte seiner erst in der NS-Zeit systematisch aufgebauten Sammlung vor. Aktuelle Ergebnisse jüngster Provenienzforschung sowie bisher ermittelte Restitutionsfälle werden vorgestellt. Die Schau versammelt viele noch nie gezeigte Werke aus dem Depot, auch Leihgaben wurden eigens für die Ausstellung ins Haus zurückholt. Viele Exponate zeigen, dass die Sammlungspolitik des Museums auch zu NS-Zeiten nicht geradlinig war.
Zu den zurückgeholten Leihgaben gehört auch Margarete Depners (1885–1970) „Sinkende“, die während der letzten 36 Jahre nach Schloss Horneck entliehen war. Nahezu lebensgroß, 1933 zuerst in Kronstadt gezeigt, kam die Marmorfigur 1942 als Teil der Ausstellung „Deutsche Künstler aus Rumänien“ zunächst nach Berlin, wurde aber in der Folge auf Wunsch des damaligen Bürgermeisters Dr. Karl Strölin für die städtische Sammlung in Stuttgart erworben. Zur Geschichte dieser Arbeit gehört auch, dass Margarete Depner angesichts der Kriegswirren nie ein finanzieller Ausgleich dafür erreichte. Dieser wurde, wie der Stuttgarter Katalog berichtet, erst 2019 (!) an die Erben entrichtet. Jenseits dieser sammlungsgeschichtlichen Fakten ist aber vor allem wichtig, dass es mit der Rückkehr der Figur nach Stuttgart im Rahmen dieser prominenten Sammlung möglich wird, Depners Œuvre endlich im Kontext ihrer europäischen Zeitgenossen zu sehen. Unklar bleibt nur, warum trotz der historisch verbürgten Präsentation der Skulptur auf einem kniehohen schwarzen Sockel in der Ausstellung darauf verzichtet wird.
Aktuelle Infos gibt es hier.

Ort: Kunstmuseum, Stuttgart

Schlagwörter: Ausstellung

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