AKSL-Jahrestagung: Erbschaften und Stiftungen bei den Sachsen
Für den 11. bis 13. September lädt der Arbeitskreis für Siebenbürgische Landeskunde e.V. Heidelberg gemeinsam mit der Akademie Mitteleuropa e.V. zu seiner 58. Jahrestagung auf den Heiligenhof nach Bad Kissingen ein. Unter dem Titel „Erbschaften und Stiftungen bei den Siebenbürger Sachsen von der Frühen Neuzeit bis zur Gegenwart“ wollen wir ein Thema aufgreifen, das unsere Arbeit heute in existenzieller Weise betrifft und das auf reichhaltiger Erfahrung aufbauen kann.
Angeregt durch die Rolle jener Stiftungen, die das kulturelle Leben der Siebenbürger Sachsen in der Gegenwart sowohl in Deutschland und Österreich als auch in Siebenbürgen zu bedeutenden Teilen prägen, soll diese Entwicklung historisch kontextualisiert und in ihrer perspektivischen Relevanz diskutiert werden. In der Vormoderne Siebenbürgens waren es vor allem Stiftungen wohlhabender Bürger, die ab der Frühen Neuzeit eine ausdifferenzierte Bildungslandschaft überhaupt erst ermöglicht haben, etwa durch Stipendien für mittellose, aber begabte Schüler und Studenten, für einzelne Bildungs- und Sozialeinrichtungen wie Waisenhäuser oder Kindergärten oder für die Ausstattung von Gymnasien. Besondere Erbfälle wie jene des Comes Albert Huet oder des Gouverneurs Samuel von Brukenthal haben die Grundlage für Kultur- und Wissenschaftsstätten gelegt, die nicht nur das kulturelle Leben der Siebenbürger Sachsen, sondern heute selbst jenes Rumäniens prägen. Schließlich mündete selbst das Erbe der jahrhundertealten Selbstverwaltung, der Sächsischen Nationsuniversität, nach deren Auflösung als Gebietskörperschaft 1876 in einer Stiftung, die bis zur ihrer Auflösung 1937 der Bildungsförderung diente.
Schon diese wenigen Hinweise zeigen, dass Erbschaftsfragen und Stiftungen eine grundlegende Bedeutung sowohl für die historische Entwicklung der gesamten Gruppe wie auch für deren heutige Existenz haben und dass sie gleichzeitig auch auf die benachbarten Sprachgruppen ausgestrahlt haben. Dabei sollen im Rahmen der Tagung sowohl Privatpersonen und Gruppen als auch Institutionen wie die Kirche oder Körperschaften des öffentlichen Rechts beleuchtet werden. In einer Podiumsdiskussion wollen wir uns abschließend der Frage stellen, wie sich Vererben, Stiften und die Stiftungsförderung auf unsere aktuelle und künftige landeskundlich-wissenschaftliche Praxis niederschlägt.
Für die Förderung der Tagung konnten das Kulturwerk der Siebenbürger Sachsen, München, und die Stiftung Siebenbürgische Bibliothek, Gundelsheim/N. gewonnen werden, ergänzende Eigenmittel kommen vom Arbeitskreis für Siebenbürgische Landeskunde.
Organisatorische Hinweise
Bitte reservieren Sie Ihre Unterkunft beim Heiligenhof, Alte Euerdorfer Straße 1, 97688 Bad Kissingen mit Hinweis auf die Veranstaltung unter E-Mail: info[ät]heiligenhof.de, oder Telefon (0971) 7147-0. Der Tagungsbeitrag beläuft sich im Doppelzimmer auf 94 Euro, im Einzelzimmer auf 114 Euro. Schriftliche Anmeldung zur Tagung per E-Mail: info[ät]siebenbuergen-institut.de, oder Arbeitskreis für Siebenbürgische Landeskunde e.V., Schloss Horneck, 74831 Gundelsheim/Neckar. Weitere Infos unter www.siebenbuerger.de/go/27422A.
Angeregt durch die Rolle jener Stiftungen, die das kulturelle Leben der Siebenbürger Sachsen in der Gegenwart sowohl in Deutschland und Österreich als auch in Siebenbürgen zu bedeutenden Teilen prägen, soll diese Entwicklung historisch kontextualisiert und in ihrer perspektivischen Relevanz diskutiert werden. In der Vormoderne Siebenbürgens waren es vor allem Stiftungen wohlhabender Bürger, die ab der Frühen Neuzeit eine ausdifferenzierte Bildungslandschaft überhaupt erst ermöglicht haben, etwa durch Stipendien für mittellose, aber begabte Schüler und Studenten, für einzelne Bildungs- und Sozialeinrichtungen wie Waisenhäuser oder Kindergärten oder für die Ausstattung von Gymnasien. Besondere Erbfälle wie jene des Comes Albert Huet oder des Gouverneurs Samuel von Brukenthal haben die Grundlage für Kultur- und Wissenschaftsstätten gelegt, die nicht nur das kulturelle Leben der Siebenbürger Sachsen, sondern heute selbst jenes Rumäniens prägen. Schließlich mündete selbst das Erbe der jahrhundertealten Selbstverwaltung, der Sächsischen Nationsuniversität, nach deren Auflösung als Gebietskörperschaft 1876 in einer Stiftung, die bis zur ihrer Auflösung 1937 der Bildungsförderung diente.
Schon diese wenigen Hinweise zeigen, dass Erbschaftsfragen und Stiftungen eine grundlegende Bedeutung sowohl für die historische Entwicklung der gesamten Gruppe wie auch für deren heutige Existenz haben und dass sie gleichzeitig auch auf die benachbarten Sprachgruppen ausgestrahlt haben. Dabei sollen im Rahmen der Tagung sowohl Privatpersonen und Gruppen als auch Institutionen wie die Kirche oder Körperschaften des öffentlichen Rechts beleuchtet werden. In einer Podiumsdiskussion wollen wir uns abschließend der Frage stellen, wie sich Vererben, Stiften und die Stiftungsförderung auf unsere aktuelle und künftige landeskundlich-wissenschaftliche Praxis niederschlägt.
Für die Förderung der Tagung konnten das Kulturwerk der Siebenbürger Sachsen, München, und die Stiftung Siebenbürgische Bibliothek, Gundelsheim/N. gewonnen werden, ergänzende Eigenmittel kommen vom Arbeitskreis für Siebenbürgische Landeskunde.
Organisatorische Hinweise
Bitte reservieren Sie Ihre Unterkunft beim Heiligenhof, Alte Euerdorfer Straße 1, 97688 Bad Kissingen mit Hinweis auf die Veranstaltung unter E-Mail: info[ät]heiligenhof.de, oder Telefon (0971) 7147-0. Der Tagungsbeitrag beläuft sich im Doppelzimmer auf 94 Euro, im Einzelzimmer auf 114 Euro. Schriftliche Anmeldung zur Tagung per E-Mail: info[ät]siebenbuergen-institut.de, oder Arbeitskreis für Siebenbürgische Landeskunde e.V., Schloss Horneck, 74831 Gundelsheim/Neckar. Weitere Infos unter www.siebenbuerger.de/go/27422A.
Ort: Heiligenhof, Bad Kissingen
Veranstalter: Arbeitskreis für Siebenbürgische Landeskunde
Schlagwörter: Tagung, Jahrestagung
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