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Eigenlob und Selbstdarstellung (Seite 5)

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Autor Thema:   Eigenlob und Selbstdarstellung
Klaus Popa
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Beiträge: 314
Von:BRD, 59909 Bestwig
Registriert: Apr 2001

erstellt am 27.04.2001 um 09:20 Uhr    Klicken Sie hier, um sich das Profil von Klaus Popa anzusehen!   Klicken Sie hier, um Klaus Popa eine eMail zu senden!     Beitrag editieren/löschen   Antwort mit Zitat
Als Neueinsteiger entnehme ich aus den bisherigen Meinungsäußerungen, daß außer dem eigentlichen Thema, „Eigenlob und Selbstdarstellung“ auch kräftige Kritik an einigen Personen in der Führung der Landsmannschaft und an den Zeitungsmännern der SbZ geübt wird. Es steht mir keineswegs zu, weder den Kritisierten, noch den Kritikern gute oder schlechte Zensuren zu erteilen. Ich wage aber zu bezweifeln, daß die Kritik an Hannes Schuster immer das Richtige trifft. Wenn Schuster nun behauptete, die SbZ sei unter ihm besser als unter Bergel, so muß ich ihm nur zustimmen. Was Bergel betrieb, das war bis zu einem bestimmten Grad die reinste Hetze und Selbstbeweihräucherung der landsmannschaftlichen Innen- und Außenpolitik, ferner eine unverschämte Anbetung von Ex-Amtswaltern. Daß der überzogene Eigenlob, die „Selbstreferentialität“, seit H. Schuster, zumindest in der Beurteilung der Verdienste ehemaliger NS-Funktionäre, abgenommen hat, ist nicht zu übersehen (zumindest seit dem unmöglichen Gedenkartikel Bergels für Fritz Cloos vor drei Jahren).

Selbstdarstellung muß es natürlich geben im Organ der Landsmannschaft, daß die allerdings weiterhin an Selbstlob kränkelt, ist unbestreitbar. Und der eigentliche Rückschlag ist gerade in dieser Sparte zu erkennen, der einsetzte, seit die bundesrepublikanische Diskussion um den Nationalstolz und die Vertreibungen 1945/46 immer hitziger wurden. Der Artiekl von Horst Göbbel war ein Höhepunkt dieses Rückfalls in vergessen geglaubte Denkmuster, worauf ich in meinem Leserbrief Stellung bezog. Es wurde Verwunderung darüber geäußert, daß meine Stellungnahme von der SbZ-Redaktion gebracht wurde. Nun, daß sie das tat, kommt ihr doch zugute. Allerdings ist ihr nicht so gut anzurechnen, daß die Redaktion einen Teil meines Textes nicht veröffentlichte, so den letzten Abschnitt, der da heißt:

»Der besprochene Leitartikel wirft noch eine Frage auf, die weit ueber die eigentliche Thematik hinausgeht. Er stellt naemlich durch seine Schwerpunktsetzung und Stimmungsmache die Politik der Siebenbuergischen Zeitung infrage: was strebt diese Zeitung nun an: das Publikum zu manipulieren oder gediegen zu informieren?«

Der volle Wortlaut meiner Stellungnahme zum Göbbel-Artikel befindet sich unter
http://people.freenet.de/Transsylvania/Normalitaet.html

Klaus Popa


[Dieser Beitrag wurde von Klaus Popa am 27.04.2001 editiert.]

[Dieser Beitrag wurde von Klaus Popa am 27.04.2001 editiert.]

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klaus.danielis@gmx.de
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erstellt am 28.04.2001 um 08:01 Uhr          Beitrag editieren/löschen   Antwort mit Zitat
Hallo,
bei den Bestrebungen um einen Wandel in der Öffentlichkeitsarbeit, geht es Lauer und mir um die Zukunft im Vergleich zu der nahen Vergangenheit und dem Istzustand.
Wir haben beide den aktuellen Zeitungsleiter in Wochenendseminaren und Landespressetagungen erlebt und konnten seine Selbstherrlichkeit ("Nur über meine Leiche" uvam) live erleben, wobei nicht nur die Worte sondern auch Mimik und Gestig auf uns gewirkt haben. All dieses haben wir mit dem Vorgänger nicht erleben können, daher auch Zurückhaltung in dessen Beurteilung.
Der Chefredakteur trit sein Amt 1989, zugleich mit der Wende an, er vollzog seine Ausreise unmittelbar davor und hatte kaum Zeit die eingefahrenen Muster, aus langjähriger Tätigkeit mit Zensur und zentraler, allumfassender Steuerung abzulegen, er hat nahtlos weitergemacht. Dabei werden die rechtslastigen, guten Ratschläge und Anweisungen sicher auch eine gewisse Rolle gespielt haben. Wie wir immer wieder feststellen können ist ja zwischen braun und rot in dieser Sache kaum ein Unterschid festzustellen. Noch schlimmer wird es wenn über diesen braun-roten Sumpf ein schwarzer Mantel gestülpt wird.
Klaus Popa stellt Verbesserungen in der aktuellen Zeit im Vergleich zu vor 1989 fest. Sich nicht mehr um die Widerlegung des ominösen Begriffes der "Deutschstämmigkeit" zu kümmern halte ich für sträflich und für einen argen Rückfall im Vergleich zu dem Vorgänger.
Aber auch wenn ich mich widerholen sollte: "nu este prost cine mananca sapte pite, ci acela car i le da", eigentlich und vor dem Gesetz verantwortlich für unsere Zeitung ist der Bundesvorsitzende. Dieser wurde von mir stets über die Differenzen mit dem Chefredakteur informiert und um Abhlife gebeten - ohne Reaktion.
Gruss - Danielis

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Klaus Popa
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Beiträge: 314
Von:BRD, 59909 Bestwig
Registriert: Apr 2001

erstellt am 28.04.2001 um 09:20 Uhr    Klicken Sie hier, um sich das Profil von Klaus Popa anzusehen!   Klicken Sie hier, um Klaus Popa eine eMail zu senden!     Beitrag editieren/löschen   Antwort mit Zitat
Lieber Klaus Danielis,

sicher gibt es an Hannes Schuster manches auszusetzen, doch Bergel annehmbarer zu bezeichnen, diese Meinung kann ich nicht teilen. H. Schuster mag etwas rüppelig auftreten im Gegensatz zu Bergel, aber eben das ist der Unterschied zwischen den beiden: der eine zeigt sich gewissermaßen so wie er ist, während der andere ein gut einstudiertes Täuschungswerk vorführt. Kennen Sie die zahlreichen Aufsätze, die Bergel in den "Südostdeutschen Vierteljahresblättern" noch unter Zillich, dann unter seiner eigenen Federführung geschrieben hat und noch schreibt? Da finden Sie die bis zum Brechreiz hochgejubelte Deutschstämmigkeit, Deutschtümelei, den Kulturbringermythos usw., sämtliche Stereotypen und Mythen der NS-Zeit um die Rolle der Südostdeutschen schwarz auf weiß. Ich empfehle allen Diskussionsteilnehmern, die Bergel-Texte zu lesen, die ich auf folgenden Web-Seiten besprochen habe:
http://people.freenet.de/Transsylvania/Totalit.htm
http://people.freenet.de/Transsylvania/Maenner.html
http://people.freenet.de/Transsylvania/Daten.html
http://people.freenet.de/Transsylvania/Oberlaender.html
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Klaus Popa

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klaus.danielis@gmx.de
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erstellt am 29.04.2001 um 08:30 Uhr          Beitrag editieren/löschen   Antwort mit Zitat
Lieber Klaus Popa,
mir wird hier klar was den Unterschied zwischen einem Wissenschaftler, vor allem Historiker und einem Laien ausmacht.
Ersterer verläßt sich voll und ganz auf die Aktenlage (Belege jeglicher Art) und die andern müssen sich auf Erfahrenswerte, ihre Errinnerung und das subjektive Gefühl verlassen.
Persönlich habe ich sowohl die 80ger Jahre als auch die 90ger hier, im gelobteb Land, verbracht. Was die Zeitung angeht sind diese Dekaden jeweils von einem der angesprochenen Redakteure gekennzeichnet.
In den 80ger Jahren hatte ich keine Probleme mit der Zeitung, der Zensurwahn von B ist sicher nicht so stark ausgeprägt wie bei S.
Kleines Beispiel: Zum Jahreswechsel 81/82, hatten wir in der neugegründeten Kreisgruppe Göppingen gerade die erste größere Veranstalltung hinter uns gebracht. Ein alter Landsmann bittet mich in dem gewünschten Zeitungsbericht unbedingt das Modewort "SUPER" - bezüglich der Qualität der Veranstalltung, einzusetzen, ein Begriff den ich nicht in meinem Wortschatz hatte und so auch nicht eingesetzt hätte; den Wunsch meines Gegenüber konnte ich aber auch schlecht abweisen und B hat den Bericht so mit SUPER veröffentlicht.
Bei S machen wir Werbung für einen Ball, promt wird aus BAND eine KAPELLE und die jungegen Leute die dieses als ADJUWANTEN verstanden hatten kamen nicht zum Ball, die Vertragsmäßig zugesagten Kosten mußten beglichen werden obwohl es keine Einnahmen gab. Oder, es war vor 10 jahren, unsere Frauengruppe feiert 20jähriges Jubileum, eine Dame fasst das Geschehen dieser zwei Dekaden in Verse und ich werde von den Damen beauftragt mich um die Veröffentlichung dieser Verse in der SbZ zu kümmern. Die Veröffentlichung wird einfach abgelehnt, ich bin vor den aktiven Damen der Gelackmeierte und die Endteuschung bei den Damen, zu Recht groß - so wird Basisarbeit nicht gefördert sondern boykotiert. Anderes Beispiel, es wird wohl 1996 oder 97 gewesen sein, von der Landesgruppe bekomme ich den Auftrag über die siebenbürgischen Blaskapellen Baden-Württembergs in der SbZ zu berichten: Das erste Material wird als unvollständig abgewiesen (man höre und staune, sonst wird wegen zu umfangreichen Berichten abgewiesen). Darauf betreibe ich eine aufwändige Recherche, belästige die Dirigenten und Kapellenmanager, schicke das Material in die Sendlinger Str. und nichts passiert - gar nichts.
Mit solchen und weit aus gravierenderen beispielen könnte ich fortfahren.
Bei B habe ich keine Endteuschungen erleben müssen und bei S waren die Knebelungen, Rügen, Demütigungen an der Tagesordnung und am laufenden Band. Die Brife von S (ja er hat mir ab und zu auch geschrieben, sehr untypisch für unserer "Verbandsoberen") hatten gewöhnlich folgende Einleitung: Auf Ihren brief "ohne Datum" ... Gewöhnlich hatte mein Brief auf den S antwortete ein Datum, aber der Rüffel musste vorne an stehen, damit die Rangordnung nicht vielleicht ins Wanken kommt. Es mag auch mal ein Brief ohne Datum gewesen sein - ich sas ja nicht den ganzen Tag im Büro auf Kosten der Gemeinschaft, sondern auch mein Briefeschreiben war ehrenamtlich und musste irgendwann, gewöhnlich spät nachts erledigt werden.
Sie werden nun verstehen warum meine Beurteilung von der Ihrigen etwas abweicht.
Gruss - Danielis

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Klaus Popa
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Von:BRD, 59909 Bestwig
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erstellt am 29.04.2001 um 09:18 Uhr    Klicken Sie hier, um sich das Profil von Klaus Popa anzusehen!   Klicken Sie hier, um Klaus Popa eine eMail zu senden!     Beitrag editieren/löschen   Antwort mit Zitat
Lieber Herr Danielis,

das, was Sie berichten, tat und tut sicherlich weh. Das sind nicht die besten Umgangsformen von S's Seite. Könnte es aber nicht sein, daß Sie die damalige Führung der Landsmannschaft wegen Ihres unorthodoxen Umgangs mit der braunen Vergangenheit unangenehm aufgefallen waren und das die Münze war, die Ihnen heimgezahlt wurde?

Sie sehen, schließlich bricht alles an der Selbstdarstellung und dem Eigenlob bzw. an der Aufarbeitung der Vergangenheit, die eben nicht von allen Sachsen in der gleichen Weise wahrgenommen werden, vor allem nicht von den Spitzen der Landsmannschaft - letztes klares Beispiel Horst Göbbel, dessen deutschtümelndes Vorpreschen ihm kein neues Mandat an der Führung der HOGs einbrachte, sondern den jähen Sturz.

Klaus Popa

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erstellt am 29.04.2001 um 10:54 Uhr          Beitrag editieren/löschen   Antwort mit Zitat
Liber Klaus Popa,
möglich ist alles. Aus meiner Überzeugung habe ich niehmals ein Hehl gemacht. Glaube aber nicht, dass die Sympatie zwischen S und mir daher kommet, da ich bissher kaum mit jemandem so disskutieren konnte wie z.Z. über die braune Vergangenheit.
Göbbel ist anscheinend ein aktiver Kreisgruppenvorsitzender in Nürnberg. Wenigstens müßte mann dass meinen wenn man seine unendlichen Berichte in der SbZ sieht, die wohl kaum gekürzt oder zensiert werden. Die Serviabilität unserer Redakteure ist auch darin zu sehen: dem Vorgestzten ja nicht auf die Hühneraugen treten - typisch braun-rote Berufsethik, aus jahrelanger Erfahrung.
Dass Göbbel die HOGs zum Verband gewandelt hatte war für mich eine positive Sache, aber vielleicht standen andere dahinter. Über seinen Sturz wusste ich nich nichts; sollte er dort auch so kräftig in Erscheinung getreten sein wie er als stellvertretender Bundesvorsitzender in Erscheinung tritt ist es ja kein Wunder abgewählt zu werden.
Gruss - Danielis

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Klaus Popa
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Von:BRD, 59909 Bestwig
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erstellt am 29.04.2001 um 11:50 Uhr    Klicken Sie hier, um sich das Profil von Klaus Popa anzusehen!   Klicken Sie hier, um Klaus Popa eine eMail zu senden!     Beitrag editieren/löschen   Antwort mit Zitat
Lieber Herr Danielis,

mit Sturz meinte ich nur, daß Göbbel sich mit dem vieldiskutierten Artikel eigentlich das Weiterverbleiben im Amt versprach, doch das gelang ihm nicht, denn er erreichte gerade das Gegenteil, seine Abwahl. Auch wird die Tatsache eine Rolle gespielt haben, daß er seine Aufgabe, die Zementierung der HOG-Organisation, erfüllt hatte.

Doch wie ich feststelle, gibt es jetzt eine Initiative, das Identitätsgefühl der jungen Siebenbürger mit extra Maßnahmen zu stärken. Zu lesen über die Einstigesseite.

KLaus Popa

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RA Fabritius
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erstellt am 03.05.2001 um 23:04 Uhr    Klicken Sie hier, um sich das Profil von RA Fabritius anzusehen!   Klicken Sie hier, um RA Fabritius eine eMail zu senden!     Beitrag editieren/löschen   Antwort mit Zitat
Sehr geehrter Herr Popa,
Sehr geehrter Herr Danielis,

die letzten Beiträge machen richtig Freude, scheinen doch die unguten Anfangswehen überwunden und die schlichten Seitenhiebe aufgehört zu haben. Und ich - als relativer LM-Neuling - finde jeden sachlichen Vergleich zwischen der SZ unter der Redaktion Bergel bzw. der Redaktion Schuster sehr informativ (auch wenn noch Floskeln und Vergleiche wie "rot-braun mit schwarzer Decke" unentbehrlich scheinen...).

Zur Förderung der Sachlichkeit: ich war (erstmals) bei der HOG-Tagung in Nürnberg dabei und wurde dort zum Wahlleiter für die Vorstandswahlen gewählt. Von einer Abwahl oder gar einem "Sturz" Göbbels kann keine Rede sein. Herr Göbbel hat sich überhaupt nicht zur Wahl gestellt. Dieses hat er (überzeugend) damit begründet, dass er im letzten Jahr eine Vielzahl anderer Aufgaben (u.A. im "Haus der Heimat" in Nürnberg) übernommen hat und zeitlich völlig ausgelastet ist. Ich habe nach Beurteilung der Stimmung während der Tagung sowie der Aussprache zu seinem Tätigkeitsbericht keine Bedenken, dass er bei einer Kandidatur von den anwesenden Delegierten mit großer Mehrheit wiedergewählt worden wäre.

Dem neuen Vorstand gratuliere ich an dieser Stelle herzlich zur Wahl in diese Ehrenämter und wünsche gute Verrichtung.

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klaus.danielis@gmx.de
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erstellt am 04.05.2001 um 08:56 Uhr          Beitrag editieren/löschen   Antwort mit Zitat
Sehr geehrter Herr Fabritius,
Ihr Wiedereinstieg in diese Diskussion freut mich, da Sie doch der Einzige Vertreter des Bundesvorstand in dieser Runde sind.
Dass Sie sich über das Braun- Rot- Schwarze Mäntelchen nicht freuen ist für mich eine Beweis dafür, dass sie die Debatte in "Verangenheitsbewältigung" vom Algemeinen Forum nicht verfolgen; vor allem die dpa Meldung über die neue NS-Forschungsstelle in Ludwigsburg sollte Ihnen vergegenwärtigen, dass diese Beleuchtung gar nicht so abwegig ist.
S.Bruss beweißt uns eindruksvoll wie berechtigt diese "Eigenlobdebatte" ist; in seinem Bericht zur HOG-Tagung wo Sie Wahlleiter waren, wird doch hauptsächlich ein "Loblied" auf Horst Göbbel gesungen.
Mir sind von aktiven HOG-Leuten auch ganz gegenteilige Mitteilungen bekannt.
Auf diesen S.B. Bericht werde ich nächste Woche nocheinmal zum Schreiben kommen.
MfG - Danielis

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RA Fabritius
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erstellt am 04.05.2001 um 09:45 Uhr    Klicken Sie hier, um sich das Profil von RA Fabritius anzusehen!   Klicken Sie hier, um RA Fabritius eine eMail zu senden!     Beitrag editieren/löschen   Antwort mit Zitat
Sehr geehrter Herr Danielis,

ich bin selbstverständlich wieder dabei, die letzten Wochen war ich beruflich abwesend.

Die Debatte zur NS-Vergangenheit habe ich vorerst nur quergelesen, leider konnte ich noch nicht alles nacharbeiten. Ich gehöre auch eher zu denen, die zu NS in Siebenbürgen noch Wissenslücken schliessen müssen. Grundsätzlich ist meine Position diejenige, dass nichts verharmlost und die Greuel nie vergessen werden dürfen, schon aus generalpreventiven Gründen. Andererseits habe ich etwas gegen unreflektierte Kollektivschuld aller Folgegenerationen. Und dagegen dass denjenigen, die in jungen Jahren vielleicht Fehler gemacht haben, auf ewig abgesprochen werden soll, dass Menschen lernfähig sind und dass deren späteren Verdienste wegen der Anfangsfehler alle wertlos sein sollen.

Dieses sollte nur eine allgemeine Schilderung meiner Meinung sein und ist keinesfalls auf einzelne Personen oder Schicksale bezogen. Dafür fehlen mir Detailkenntnisse.

Jedoch die stetigen Vergleiche einiger Abläufe im Bereich der LM - so gut oder so schlecht sie sein mögen - mit rot-braunen Machenschaften empfinde ich als eine unsägliche Verharmlosung der letzteren. Wer braune Ideen oder Praktiken mit Handlungen in einem doch demokratischen Verband unserer Zeit vergleicht - seien diese noch so angreifbar - und auf die gleiche Stufe stellt, der verharmlost die Geschehnisse der NS-Zeit auf das Unverantwortlichste. Deswegen verwehre ich mich dagegen.

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d.michelbach
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Beiträge: 50
Von:D-Regensburg
Registriert: Dez 2000

erstellt am 04.05.2001 um 15:06 Uhr          Beitrag editieren/löschen   Antwort mit Zitat
JUHUUUUUU !!!

Ein allgemeiner Jubeltaumel bricht aus!


Klink ich mich aus, melde mich wieder, bin ich wieder dabei... und nachdem wir des Administrator hanzy's gelehrten fünfminuten-Spruch gelesen haben sind wir alle wieder dabei:

Zitat ...Nun, das war mein Vorschlag: macht beide Diskussionsfäden, die längst von der Kritik am Schreibstil in der SbZ zu einem "A gegen B" bzw. "A pro B" mutiert sind, dicht, und setzt die Diskussion in einem einzigen, neu zu eröffnenden, Faden fort...

Vergesst einfach die Eigenlob-und-Selbstdarstellung-Diskussion und vertragt euch wie nette kleine Kinderchen - auf solche mosaischen Weisheitssprüchlein wäre ich beim Blick auf Großmutters Wandkalenderchen auch gekommen. MANN GOTTES hanzy - sind Sie auch so ein Querleser?

Ich habe mich bereits ausführlich, verschwenderischerweise mit einem sehr klugen Mann beschäftigt - dieser sehr kluge Mann ist auch ein Querleser, und das damalige Thema ist bereits unbeantwortet unter folgender Adresse abgehandelt:

Januskopf oder Schmollerei? http://www.rokestuf.de/ubb/Forum2/HTML/000040.html


Doch nun der Reihe nach, lieber hanzy und auch allen anderen Querlesern zum Trotz, für alle, die Querlesen, noch einmal in Erinnerung rufend, wer begann denn mit dem oberflächlichen gequake bevor er sich, zumindest nach seiner Darstellung einer konstruktiven Kritik bedienen möchte?

Schaut Euch doch einmal folgendes Zitat an (es was an einen sehr klugen Mann gerichtet):


  • Johann Lauer erstellt am 10.02.2001 um 22:25 schrieb:
    Zitat ...ich habe weder das Wort "blöd" noch das Wort "Scheiße" benutzt, geschweige den jemanden als "Zerburus" beschimft. Solltest du dir die Mühe machen, in meinen recht umfangreichen Artikeln zu suchen, wirst du diese Wörter auch nicht finden. Daher gehöre ich auch nicht zu den "drei", die so etwas nötig haben. Mit den Zitaten bist du sehr, sehr kreativ umgegangen (auch die beiden anderen haben eine dermaßen negative Kritik nicht losgelassen). Wenn man jemanden etwas in die Schuhe schiebt, dann sollte das auch stimmen, oder gilt das nicht für Rechtsanwälte bzw. stehen RAs und der stv. Bundesvorsitzende über den Dingen?...

Na? Für Querleser doch etwas viel Lektüre? Doch der Grund meines Jubelgeschreies entspringt einer anderen Tatsache, nämlich derjenigen, daß sich die Querleser selbst outen:

A) sie sind viel beschäftigt, warum schreiben solche Leute denn das Märchen von diesem Bla, Bla? Jeder ist beschäftigt und wichtig! Da muß so ein Querleser kommen und sich verdammt wichtig nehmen...
B) ...nur quergelesen...fehlen mir die Detailkenntnisse... aber bitte dennoch einen Spruch abgesondert, doch lesen wir das einmal im Originaltext:


  • RA Fabritius erstellt am 04.05.2001 um 09:45
    Zitat ...beruflich abwesend.
    ...Die Debatte zur NS-Vergangenheit habe ich vorerst nur quergelesen, leider konnte ich noch nicht alles nacharbeiten...
    ...Dieses sollte nur eine allgemeine Schilderung meiner Meinung sein und ist keinesfalls... Dafür fehlen mir Detailkenntnisse...

Und trotz jener Oberflächlichkeit - "ich weiß daß ich nichts weis", dem Sokrates fälschlicherweise zugesprochenen Sprüchlein über "fehlende Detailkenntnisse, der richtig lautet "ich weiß daß ich nichts wirklich wissen kann", mutiert einerwelcher (?) zum Förderer der Sachlichkeit - Originaltext:


  • RA Fabritius erstellt am 03.05.2001 um 23:04
    Zitat ...Zur Förderung der Sachlichkeit...

Mit was denn BITTE ! Mit Vorwürfen jemand würde lästern, der kleine Bub lästerte also, der ausrief, daß der Kaiser nackt sei?

  • RA Fabritius erstellt am 12.04.2001 um 20:05
    Zitat ...bitte die (lästernde) Ausrichtung des Themas beachtet werden solle...

Ich möchte mir nun absolut verkneifen die hausgemachten Lästereien jenes sehr klugen Herren hier zu zitieren, Querleser können sie ohnehin selbst unschwer selbst nachlesen, doch den Faßboden schlägt folgende Formulierung aus:

  • RA Fabritius erstellt am 12.04.2001 um 20:05
    Zitat ...Es gibt durchaus Schreiber, die offensichtlich ausreichend Zeit haben, alle Beiträge zu analysieren und einzelne Argumente, bar jeden Zusammenhanges, entsprechend aufzubereiten...

Mann Gottes, wer bereitet denn bar jeden Zusammenhangs besser auf, ist es der Querleser-Internet-Mensch oder der vielbeschäftigte von berufsverpflichtungen überforderte, der das andauernd in dünnzeiligen Kommentaren durchschimmern läßt?

Zuviel Analyse verschwendet, denn die Querleser-Typen werden sich wieder ausklinken müssen, sie werden sich in die Ecke verkriechen und schmollen (alle anderen werden gar nichts sagen wollen) - auf keinen Fall werden sie sich die Mühe machen die Fragen zu beantworten die mehrfach, in einem sehr klarem und allgemeinverständlichen Stil gestellt wurden. Ablenkungsgefasele und A greift B an, doch statt Antworten und einer Auseinandersetzung, folgen die Reaktionsmuster wie jene auf einen Text mit dem Titel "Das schwäbische Bad". Die Kenner werden die Hintergründe im Kopf haben, für alle anderen sei kurz gesagt: jede Art von Selbstkritik soll erstickt werden, weil sie die Finger auf Wunden legt, die man am besten verbergen möchte. Der Kritiker wird als Ketzter gebranntmarkt, wenn man ihm nicht auf sachlichem Wege beizukommen vermag (denn das erfordert ein Mindesteinsatz an intellektuellem Aufwand), so versucht man es auf der billigen persönlichen Schiene der Autoren-Verunglimpfung. Also einen klaren Appell an hanzy und alle anderen: ich darf hundert mal auf den Bildschirm schreiben; "Kinder vertragt euch, Toleranz ist wundervoll und verwendet blos keine Anspielungen zum NS-Regim, denn das war doch viel, viel böser - das meint ein Querleser, der nur von den Strukturen ablenken möchte",

ich komme also zu meinem ausgeliehenen Lieblingsmotto:
"Ich bin dumm aber nur im Kopf"


pip, pip ich hab' Euch alle super lieb, und für alle anderen, die noch Augen im Kopf haben und sich den Luxus einer eigenen meinung noch gönnen möchten, sei hier das umfangreiche Zitat eines Artikels aus der Karpatenrundschau gewidmet - leider verfüge ich nicht über die Möglichkeiten die gescannten Artikel anderweitig zu veröffentlichen, nett wäre jedoch die Vergleichsmöglichkeit zu den erwähnten anderen Texte die in den "Eigenlob-und-Selbstdarstellung-Diskussionen" erwähnt sind und nicht online verfügbar sind - wer kann den Text auftreiben von dem Herr Lauer schreibt?

Johann Lauer erstellt am 17.02.2001 um 20:51
Zitat...Bericht über den Verbandstag (1999 nicht 1450??9 gründlich geprüft und stellte fest, dass der Name des Bundesvorsitzenden 33 mal (DU LIEST richtig drei und dreisig mal) vorkam...

Die Dokumente sprächen für sich selbst, doch zu meiner Abschiedsformel:

JUHUUUUUU !!! pip, pip ich hab' Euch alle super lieb!

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ZITAT :

Karpatenrundschau/Jg. XXXIII (XLiV)/19.August 2000/S.1

Gruppenspezifische Kommunikation und Selbstdarstellung

Gespräch mit Hannes Schuster, Schriftleiter der "Siebenbürgischen Zeitung"

Im Juni 1950 erschien in Deutschland die erste Ausgabe der "Siebenbürgischen Zeitung" die von der Landsmannschaft der Siebenbürger Sachsen in der Bundesrepublik Deutschland herausgebracht wird. Seit 50 Jahren vertritt diese Zeitung, die mit einer Auflage von 4000 Exemplaren gestartet wurde, die Interessen unserer nach Deutschland ausgewanderten Landsleute (ab Anfang 1958 auch jene der in Österreich lebenden Siebenburger Sachsen). Die Chefredakteure der "Siebenburgischen Zeitung": Hermann Otto Bolesch (1950-1953), Hans Hartl (1953-1957), Alfred Honig (1957-1970), Hans Bergel (1970-1989), Dankwart Reissenberger (1989) und Hannes Schuster (ab Dezember 1989) versuchten mit ihrer journalistischen Seriosität dem Blatt ein Niveau zu verleihen, das über das "Niveau von Regionalligen" hinausgeht, wie der Literaturwissenschaftler Peter Motzan es dieser Publikation heute bescheinigt. Dazu beigetragen hat auch die Mitarbeit bekannter Personlichkeiten wie z.B. Heinrich Zillich, Oskar Kraemer, Alfred Martin Coulln, Hermann Schlandt, deren Namen in den Seiten der "Siebenbürgischen Zeitung" sich wiederfinden.
Das 50. Gründungsjubiläum der "Siebenbürgischen Zeitung" wurde auch beim diesjährigen Heimattag in Dinkelsbühl gebührend gefeiert. Hannes Schuster hielt einen Festvortrag über den Werdegang dieser Zeitung, ein Vortrag der musikalsch von einem von Horst Gehann (Cembalo) und Dieter Rell (Bariton) gestalteten Programm umrahmt wurde. Das zahlreiche Publikum konnte ebenfalls eine begleitende Ausstellung zu diesem Thema besichtigen, die der Kulturreferent der Landsmannschaft, Hans-Werner Schuster vorbereitet hatte.
Hannes Schuster gewahrte der "Karpatenrundschau", bei der er von 1965 bis 1987, zuletzt als stellvertretender Chefredakteur, wirkte, in der Münchner Redaktion der "Siebenburgischen Zeitung" folgendes Interview.

Was bedeutet die "Siebenburgische Zeitung" für ihre Leser?

Die "Siebenbürgische Zeitung" ist wohl das wichtigste Mitteldergruppenspezifischen Kommunikation und der Selbstdarstellung der Siebenbürger Sachsen in Deutschland. Seit ich bei der Zeitung bin, ist es immer wieder vorgekommen, dass Leute, wenn sie in die Landsmannschaft eintreten wollen, mich anschreiben und sagen, dass sie nicht Mitglieder der Landsmannschaft sein wollen, sondern dass sie die Zeitung beziehen wollen. Das konnen sie ja nur, wenn sie Mitglieder der Landsmannschaft sind. Der Grund des Beitritts ist bei vielen Menschen das Bedürfnis, diese Zeitung zu beziehen und dieses Kommunikationsmittel wahrzunehmen. Darauf kann die Zeitung stolz sein.
Die Zeitung hat sich schon in den frühen fünfziger Jahren Verdienste erworben. Sie hat sich für die Landsleute hier und ihre Rechte in Deutschland eingesetzt und als ihr Interessenvertreter profiliert. Diese beiden Aspekte - Kommunikationsmittel und Interessenvertretung - sind wohl ihre wichtigsten Verdienste. Das sind nicht Verdienste des Chefredakteurs, der heute da arbeitet, sondern Verdienste all der Leute die die Zeitung im Laufe der 50 Jahren seit dem sie erscheint, gemacht haben.

Kommen heute auch andere Aufgaben hinzu?

Durch den Zustrom der vielen Landsleute aus Siebenbürgen nach der Wende hat die Zeitung ihr Profil im gewissen Sinne geandert. Die Leute, die nach der Wende gekommen sind, hatten und haben immer noch eine viel intensivere Beziehung und Bindung an ihr Herkunftsland. Sie wollen informiert werden, auch uber das was in Siebenburgen geschieht. Des-sen musste die Zeitung naturlich Rechnung tragen. Sie hat es auch insoweit getan, als ihr verantwortlicher Redakteur noch im Januar
1990, kurz nach der Revolution nach Siebenbürgen gefahren ist und dort versucht hat, den Informationsfluss in die Wege zu leiten aus dem Herkunftsland nach Deutschland. Die "Siebenburgische Zeitung" hat dann in Martin Ohn-weiler einen Mitarbeiter gefunden, der ja lau-fend die hiesige Redaktion mit Meldungen und Berichten aus Siebenburgen beliefert. Dazu ist dann noch folgendes gekommen: Siegbert Bruss, als er 1994 zu uns zur Redaktion kam, hat sich sehr bald auf die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Deutschland und Rumänien konzentriert. Das Blatt ist inzwischen zu einem zuverlässigen Informator darüber geworden, was in Siebenbürgen und was in Rumänien an wirtschaftlichen Entwicklungen läuft. Wir konnen auch stolz sein, dass sich heutzutage Wirtschaftsunternehmen, Investoren, Leute die also in Rumanien wirtschaftlich tätig werden, laufend an uns wenden, um Informationen aus Rumänien, Fakten, Daten (über die dortige wirtschaftliche Lage, über die Gesetzeslage zu erhalten. Wir haben ein Archiv und sammeln alles, was damit in Zusammenhang steht. Die Zeitung ist dadurch wirklich zu einem Brückenbauer zwischen Deutschland und Rumänien geworden. Im Hinblick auf den Weg Rumäniens in die Europaische Union ist das wichtig. Wir haben diesbezüglich Anerkennung erfahren, auch von rumänischen Stellen (Botschaft, Konsulat).

Ihre Zeitung wirbt auch für Siebenbürgen-Hilfe.

Die Hilfsaktionen die hauptsächtlich das Sozialwerk der Siebenbürger Sachsen nach Siebenbürgen unternimmt, es sind zum Teil die Hilfsaktionen der Bundesregierung die über das Sozialwerk laufen, die werden natürlich im Blatt bekannt gemacht und es wird ständig dafür geworben. Es ist heute so, dass in den letzten Jahren, aus den bekannten Spargründen der Bundesregierung, die öffentliche Hand immer weniger an Mitteln aufgebracht hat und aufbringt. Das Sozialwerk erbringt etwa 70 Prozent der Mittel die es nach Siebenbürgen flieBen lasst, aus den eigenen Spenden - nicht aus den Zuschüssen der öffentlichen Hand. Es ist wirklich bewundernswert wie unsere Landsleute, obwohl sie zum Teil seit 50 Jahren hier in Deutschland leben, immer noch bereit sind für ihr Herkunftsland Mittel aufzubringen und zu spenden. Das Sozialwerk hat natürlich auch einen sehr guten Partner in der Saxonia-Stiftung, die ja diese Mittel weiter reicht an die dort Bedürftigen. Es war sicher eine gute Idee, dass man die Saxonia-Stiftung dort, sagen wir als verlängerter Arm des Sozialwerkes, geschaffen hat. Diese Saxonia kennt die Nöte vor Ort und so ist das Sozialwerk nicht auf eigene Recherchen angewiesen. Das Sozialwerk hat in seiner Satzung die Bestimmung, dass seine Hilfeleistung ausschlieBlich nach Siebenbürgen geht. Da aber inzwischen auch die Forderungen fur die Kulturarbeit der Landsmannschaft aus der öffentlichen Hand von der neuen Bundesregierung zurückgefahren worden sind, hat man im letzten Jahr auf dem Verbandstag beschlossen, fünf Prozent der Leistungen des Sozialwerkes für die hiesige Kulturarbeit der Siebenburger Sachsen zu bestimmen. (Fortsetzung auf Seite 3)

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ZITAT:

Karpaten Rundschau/Heimatkunde/19.August 2000/ S. 3

Gruppenspezifische Kommunikation und Selbstdarstellung

(Fortsetzung von Seite 1)
Sie sind eine lange Zeit als Journalist in Kronstadt bei der "Volkszeitung" und später bei der "Karpatenrundschau" tätig gewesen. Wie schätzen Sie diese Zeit heute ein?

Ich habe die Arbeit in Siebenbürgen in guter Erinnerung. Wir haben dort, ich meine das ganze Team der "Karpatenrundschau", eine recht ordentliche Arbeit geleistet unter den Verhältnissen der Diktatur. Das war natürlich nicht immer einfach und wir mussten auch Kompromisse machen, wir haben auch so manches geschrieben und auch getan, was man aus dem Blickwinkel von heute nicht mehr ganz rechtfertigen kann. Und noch etwas hat die "Karpatenrundschau" gemacht, wie übrigens auch die anderen deutschen Zeitungen in Rumänien: Sie hat in die Bevölkerung hinein auch organisatorisch gewirkt. Sie hat Veranstaltungen organisiert, von Mundartautorentreffen bis zu den Kulturabenden. Sie hat also gemeinschaftsstiftend und gemeinschaftserhaltend gewirkt, was auch nicht immer einfach war. Denn man musste so manche Bestimmungen der Diktatur umgehen, damit man überhaupt solche Veranstaltungen organisieren konnte.
In Deutschland natürlich hatte ganz speziell ich, der so lange Jahre bei der "Karpatenrundschau" gearbeitet hatte, eine ganz besondere Chance und zwar die, das zu schreiben, was ich schreiben wollte - also frei zu schreiben. Dieselbe Chance, die ihr jetzt auch dort habt. Ihr seid auch nicht mehr der Zensur unterworfen. Ich war aber fast ein Leben lang derZensur unterworfen und hatte hier in Deutschland zum ersten Mal die Chance ohne diese Schere im Kopf und ohne die Schere der Zensur zu arbeiten. Und diese Arbeit bereitet mir viel Vergnügen, muss ich sagen.

In der "Siebenburgischen Zeitung" fehlte seinerzeit jedwelche Berichterstattung über die kommunistischen Schauprozesse Ende der fünfziger Jahre, in denen Siebenbürger Sachsen zu langen Haftjahren verurteilt wurden. Ist das nicht auch eine Art von Zensur?

Die Verbandsleitung, die ja die Zeitung herausgibt und auch die Redaktion haben in jenen Jah-
ren als diese Prozesse in Kronstadt und andernorts liefen, gemeint, aus Grunden der Vorsicht über diese Prozesse nicht zu berichten, was natürlich aus dem Blick von heute moralisch nicht vertretbar ist. Man hat sich also eine Art Selbstzensur auferlegt, um den Leuten in Siebenbürgen nicht zu schaden, obwohl andere Publikationen in Deutschland, in Frankreich, in England über diese Schandprozesse berichtet haben. Die "Siebenburgische Zeitung" hat sie aber tot geschwiegen, aus dieser Vorsicht heraus, dort nicht böses Blut noch zusätzlich zu machen.

Wie sehen die Zukunftsperspektiven für die "Siebenburgische Zeitung" aus?

Die Zeitung erscheint in den letzten zehn Jahren in einer Auflage von 28.000 Exemplaren und ist durch ihren Anzeigenteil finanziell abgesichert. Sie ist also nicht abhängig von Zuschüssen aus dem Verband. Wie ich das sehe, wird die "Siebenburgische Zeitung" solange es Menschen gibt, die sich ihrer siebenburgischen Herkunft bewusst sind, weiter bestehen. In absehbarer oder auch nicht absehbarer Zeit, also einmal später, in einem vereinten Europa wo es nicht mehr darauf ankommen wird, woher man stammt oder welcher Herkunft man ist, ist es möglich, dass diese Zeitung dann auch nicht mehr ihre Rolle zu spielen hat.
Vielen Dank fur dieses Gespräch!

Die Fragen stellte
Ralf Sudrigian

ZITATENDE

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hanzy
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erstellt am 04.05.2001 um 16:55 Uhr    Klicken Sie hier, um sich das Profil von hanzy anzusehen!   Klicken Sie hier, um hanzy eine eMail zu senden!     Beitrag editieren/löschen   Antwort mit Zitat
Man sollte den Querlesern keine Steine hinterherschmeißen, wenn man selber nur das liest und zitiert, was einem in den Kram passt.

Zitat:
hanzy:
Ich glaub es wird schön langsam Zeit, diesen
Diskussionsfaden und den über die "Grundsätze" zu schliessen, ein paar Nächte drüber zu schlafen, und dann vielleicht kühlen Kopfes einen neuen Anlauf in der Sache zu nehmen.

Und da dieser Vorschlag wohl für Irritation sorgte(und wie ich grad eben feststellte, noch immer sorgt) 2 Beiträge später:

Zitat:
hanzy:
Geehrter Herr Danielis,
irgendwann haben Sie in diesem Diskussionfaden geschrieben:"Schön währe es wenn sich ein kluger Kopf fände der diese beiden Themen zusammenlegen könnte - der Gerechtigkeit zu Liebe."
Nun, das war mein Vorschlag: macht beide
Diskussionsfäden, die längst von der Kritik am Schreibstil in der SbZ zu einem "A gegen B" bzw. "A pro B" mutiert sind, dicht, und setzt die Diskussion in einem einzigen, neu zu eröffnenden, Faden fort.

Da ist weder von totschweigen noch von vergessen die Rede. Sondern von Pause und Neuanfang. Und die Pause hat dem Diskussionsfaden hier ganz gut getan. Ihr Beitrag hat schließlich auch deutlich gemacht, das es noch sachliches Material zum Thema gibt.

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bonifatius
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erstellt am 11.05.2001 um 17:54 Uhr    Klicken Sie hier, um sich das Profil von bonifatius anzusehen!   Klicken Sie hier, um bonifatius eine eMail zu senden!     Beitrag editieren/löschen   Antwort mit Zitat
Zitat: also, kommen wir doch zurück zum Thema: Es ging um Einbeziehung von mehr jugendgerechten Beiträgen in die SbZ. Vielleicht melden sich auch Jugendliche mal zu Wort?

Selbst Artikel aus dem Jugendforum stehen unter dem Motto "Tuhe Gutes und rede darüber". An Alle die sich daüber aufregen kannn ich empfehlen, andere Vereinsblätter querzulesen und sie werden feststellen, dass über Aktivitäten des Vereins positiv berichtet wird. Die "Siebenbürgische Zeitung" ist nun mal ein Vereinsblatt, daran ändern auch zwei hauptamtlich angestellte Redakteure nichts.
Na ja, und die Jugendbeiträge, die wurden/werden stets redaktionell überarbeitet, so dass außer Rainer Lehni kaum noch jemand für das Jugendforum schreibt. Und Lehni hat sich meiner Meinung nach angepasst.
Vielleicht bringt das Internetzeitalter Schwung in die Sache. Anzeichen dafür hat man gerade vor der Nase.

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bonifatius
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erstellt am 11.05.2001 um 17:55 Uhr    Klicken Sie hier, um sich das Profil von bonifatius anzusehen!   Klicken Sie hier, um bonifatius eine eMail zu senden!     Beitrag editieren/löschen   Antwort mit Zitat
Zitat: also, kommen wir doch zurück zum Thema: Es ging um Einbeziehung von mehr jugendgerechten Beiträgen in die SbZ. Vielleicht melden sich auch Jugendliche mal zu Wort?

Selbst Artikel aus dem Jugendforum stehen unter dem Motto "Tuhe Gutes und rede darüber". An Alle die sich daüber aufregen kannn ich empfehlen, andere Vereinsblätter querzulesen und sie werden feststellen, dass über Aktivitäten des Vereins positiv berichtet wird. Die "Siebenbürgische Zeitung" ist nun mal ein Vereinsblatt, daran ändern auch zwei hauptamtlich angestellte Redakteure nichts.
Na ja, und die Jugendbeiträge, die wurden/werden stets redaktionell überarbeitet, so dass außer Rainer Lehni kaum noch jemand für das Jugendforum schreibt. Und Lehni hat sich meiner Meinung nach angepasst.
Vielleicht bringt das Internetzeitalter Schwung in die Sache. Anzeichen dafür hat man gerade vor der Nase.

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klaus.danielis@gmx.de
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erstellt am 11.05.2001 um 20:45 Uhr          Beitrag editieren/löschen   Antwort mit Zitat
Hallo miteinander,
da hat sich schon einiges getan, seit dem 4.5.01 (inklisive).
Sehr zu begrüßen der umfassende Neueinstieg von Michelbach, freue mich sehr darüber und kann erneut Seelenverwandtschaft feststellen.
Nicht verständlich ist für mich die Passivität meines lieben Johann Lauer - dem Gründer dieses Themas; er kalgt über Zeitmangel, aber wer hat schon genügend Zeit? In meinen 65 jahren kann ich mich kein einziges Mal von einem Zeitüberschuss erinnern.
Bonifatius, neuer Anonymus, werde nicht schlau aus dem was er bisher gebracht hat aber vielleicht bringt er noch Jugend in Internet "schön wäre es".(sollte ich ihm bei den andern Themen Unrecht getan haben bitte ich um Endschuldigung). Bis dann sollte er sich die gestern, vom Moderator ins Netz gesetzte "Hilfe" ansehen um zu vermeiden, dass seine Beiträge in doppelter Ausführung erscheinen - oder eventuell auch verloren gehen.
Hatte am 4.5. etwas angekündigt, für diese Woche, leider muss ich es auf die Nächste verschieben - erneut Zeitmangel - auch bei Rentnern.
Tschüss

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