Eine überraschende Kehrtwendung in Sachen Rückgabe von Immobilien machte jüngst der rumänische Premier Adrian Nastase. Das Regierungsoberhaut befürwortet nun verstärkt die Rückerstattung in natura einst enteigneter Häuser.
„Es mache keinen Sinn", so Nastase laut
Allgemeiner Deutscher Zeitung für Rumänien (ADZ), "sich für die Beibehaltung irgendeines Gebäudes zu verkrampfen." Zwar gibt es derzeit noch keine Regelung für Entschädigungszahlungen, aber laut Hochrechnungen von Fachleuten müsste Rumänien dafür Ausgaben in Höhe eines Jahreshaushalts aufbringen. In gut einem Dutzend Fällen hat der Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg, wie berichtet, Rumänien in dieser Angelegenheit erst kürzlich zu enormen Entschädigungen verdonnert. Daher vermutlich die blitzartige Kehrtwende, obgleich die Regierung, so ihr Sprecher, auch in einigen der besagten Fälle noch in Berufung gehen werde.
mo
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