Der siebenbürgisch-sächsische Brauch des "Bespritzens" wird in Würzburg seit über zehn Jahren weiter gepflegt. Auch an diesem Ostermontag erfreute eine Gruppe von Bespritzern, die seit mehreren Jahren fast identisch geblieben ist, unter der Leitung des Akkordeonspielers Gerhard Roth („Melody-Sextett“), mehr als 15 siebenbürgisch-sächsische Häuser.
 Die Gruppe der Osterbespritzer am zweiten Ostertag im Hause des Vorsitzenden der Kreisgruppe Würzburg. Am Akkordeon Gerhard Roth, ehemaliger Leiter des Melody-Sextetts |
Nach dem Bespritzen wurde unter Begleitung von Akkordeonmusik kräftig gesungen, man trank einen guten Schluck Wein und genoss siebenbürgisches Gebäck (Hanklich, Stritzel usw.). Der Auftritt beim Kreisvorsitzenden Alfred Müller-Fleischer, der seinerseits zum Akkordeon griff, stieß auf großes Interesse unter den einheimischen Nachbarn. Sie waren vor allem überrascht, als die zahlreiche Gruppe mit Musik und Gesang auf das Haus zusteuerte. Auf Anfrage erläuterte man ihnen den siebenbürgisch-sächsischen Brauch des Osterspritzens. Die Nachbarn fanden die Tradition sehr schön und ermunterten die Siebenbürger Sachsen, ihre Bräuche in der neuen Heimat weiterzupflegen.
Artikel wurde bis jetzt noch nicht kommentiert.