18. Februar 2004

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Familienforscher vielseitig aktiv

Im Zeichen des 200. Todestages von Samuel Freiherr von Brukenthal, dessen im letzten Jahr vielfältig gedacht wurde, steht auch das zweite Heft des 20. Jahrgangs (2003) der „Siebenbürgischen Familienforschung“.
Mit einem umfangreichen Artikel über die Familien Brekner von Brukenthal steuert Balduin Herter einen wichtigen Beitrag zur Würdigung des siebenbürgischen Politikers bei. Herter nimmt damit auch die Reihe „Zur Geschichte und Genealogie siebenbürgisch-sächsischer Geschlechter“ nach längerer Unterbrechung wieder auf. Auf die am Ende des Heftes angekündigten Artikel dieser Reihe dürfen sich die familienkundlich interessierten Leser und Forscher jetzt schon freuen. Einen aufschlussreichen Erfahrungsbericht über Forschungen betreffend USA-Auswanderer und Besucher aus Siebenbürgen hat Monika Ferrier verfasst.

Auf die interessante Schnittstelle zwischen Genealogie und Wissenschaftshistorik geht Uwe Dathe ein. Er erläutert den Beitrag, den die Familienforschung über siebenbürgische Studenten in Jena dazu leisten kann, die Geschichte der mathematischen Logik zu erhellen. Peter Handel ergänzt seine Forschungen zum Heltauer Familienstamm „Bergleiter“ durch Ausführungen zur Nachkommenschaft von vier als Bergleiter geborenen Frauen, die in alteingesessenen Heltauer Familien eingeheiratet haben.

Die Möglichkeiten moderner Datenverarbeitung bei der Familienforschung verdeutlicht Paul Stotz in seinem Beitrag über die Zuwandererfamilie Stotz aus Mössingen ins Burzenland. Die CD-ROM mit den Kirchenmatrikeln der Evangelischen Kirche zu Kronstadt eröffnen neue Ansatzpunkte für genealogisches Erkunden. Es folgen die bewährten (weil praxisnahen) Rubriken: Bibliographie zur siebenbürgischen Genealogie, Suchanzeigen und Leserfragen, Rezensionen und die in diesem Heft besonders umfangreichen Mitteilungen.

Vorträge beim Genealogie-Seminar in Gundelsheim im April 2003 bilden einen weiteren Schwerpunkt des Heftes: Meta Phleps stellt die Genealogische Datensammlung von Reps vor und Christian Reinerth den inzwischen sehr umfangreichen Katalog des Genealogischen Archivs. Das Ortsfamilienbuch Kronstadt wird von Ingeborg Graef präsentiert; eine kurze Meldung von Ingeborg Peter geht auf die Digitalisierung der Schäßburger Kirchenmatrikeln ein.

Das zweimal jährlich erscheinende Heft hat einen Gesamtumfang von rund 100 Seiten pro Jahrgang und kann zum Preis von 18,50 Euro (für AKSL-Mitglieder: 9 Euro) beim Siebenbürgen-Institut, Schloss Horneck, 74831 Gundelsheim/Neckar, Fax: (0 62 69) 42 10 10, bezogen werden. Bei derselben Adresse sind auch Informationen über die Sektion Genealogie des Arbeitskreises erhältlich.

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