In dem reinen Frauen-Stück geht es um die Möglichkeit der Freiheit in menschlichen Beziehungen. Die geschiedene Modeschöpferin Petra von Kant verliebt sich in die jüngere Karin. Karin nutzt die wohlhabende Petra nach Strich und Faden aus. In dieser Frauenbeziehung herrschen Abhängigkeit, Unterdrückung, Besitzgier und Eifersucht vor. Kann sich Petras Utopie einer wahren Liebe ohne Männer am Ende doch noch erfüllen? - Ingrid Gündisch, Tochter der bekannten siebenbürgischen Schriftstellerin Karin Gündisch, wurde 1977 in Bukarest geboren und siedelte 1984 in die Bundesrepublik aus. Die diplomierte Schauspielregisseurin arbeitet seit 2002 am Schauspiel Köln, wo ihr im Februar 2003 mit "Yard Girl" von Rebecca Prichard eine gefeierte Inszenierung gelang.
Für Schlagzeilen sorgte die Fassbinder-Inszenierung schon vor der Premiere. Wie die
Süddeutsche Zeitung in ihrer Kolumne "Leute" (10. März) meldet, rief die Sprecherin des Schauspiels Köln, Djamak Homayoun, öffentlich zu Schuhspenden auf. Denn für das Bühnenbild sind elegante hochhackige Pumps vorgesehen, und der Theaterfundus bot "nur ausgelatschte Treter". Die Reaktion blieb nicht aus: Es hagelte Schuhe, 170 Paar, viele davon ungetragen. Ein knapper Etat schützt eben nicht vor Cleverness.
CS
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