Die Planungen für den Heimattag der Siebenbürger Sachsen vom 28. bis 31. Mai 2004 in Dinkelsbühl laufen auf Hochtouren. Im Rahmen einer Sitzung des Heimattagsausschusses, die am 12. März in der landsmannschaftlichen Betreuungs- und Begegnungsstätte in München stattfand, wurden Inhalte und Verlauf des Heimattages erörtert.
An der von Johann Schuller, Bundesorganisationsreferent der Landsmannschaft für den Heimattag, geleiteten Sitzung nahmen neben Vertretern des Bundesvorstands, mit Bundesvorsitzendem Volker Dürr an der Spitze, u.a. auch Verantwortliche der Landesgruppe Nordrhein-Westfalen, des Hilfskomitees, der Siebenbürgisch-Sächsischen Jugend in Deutschland (SJD), des Ordnerteams sowie der Bundesgeschäftsführer der Landsmannschaft, Erhard Graeff, teil. Infolge eines Sportunfalls war Bundeskulturreferent Hans-Werner Schuster verletzungsbedingt ausgefallen.
Indes konkretisiert sich das Programm des Pfingsttreffens fortschreitend. Die Landesgruppe Nordrhein-Westfalen, in diesem Jahr Mitgestalter des Großereignisses wird besondere Akzente setzen. (Ein Interview mit Erhard Graeff wird im
SiebenbuergeR.de-Newsletter vom 1. April 2004 veröffentlicht.) So sind dem Themenschwerpunkt
60 Jahre Evakuierung und Flucht aus Nordsiebenbürgen eine Ausstellung, ebenso die
Gedenkveranstaltung mit der Festrede von
Prof. Thomas Nägler (Pfingstsamstag, 17.30 Uhr) sowie der Programmpunkt
Zeitzeugen erinnern sich (Pfingstsonntag, 14.30 Uhr) gewidmet.
 Trachtenumzug beim Heimattag der Siebenbürger Sachsen 2003 in Dinkelsbühl. Foto: Robert Sonnleitner |
Wie in den vergangenen Jahren erwartet den Besucher des Heimattags auch heuer wieder ein kulturell vielfältiges Angebot.
Siebenbürgische Kirchenburgen ist der Titel einer Ausstellung mit Reliefs von
David Scherbu, mit Modellen von
Peter Lukesch und Patchworkarbeiten von
Ilse Philippi. Im Bereich der zeigt der
Bilderdienst Siebenbürgen eine Fotoausstellung, der Künstler
Friedrich Eberle präsentiert Aquarelle siebenbürgischer Kirchen und Kirchenburgen, die
Edition Wort und Welt & Bild eine Buchausstellung. Mit außergewöhnlichen Perspektiven überrascht
Herberth Horedt in seiner Ausstellung
Satellitenbilder von Siebenbürgen.
Das
Motto des diesjährigen Heimattages lautet
Heimat suchen – Heimat finden. Daran anknüpfen werden diverse Redenbeiträge im Rahmen der Eröffnungsfeier, der Gedenkveranstaltung, der politischen Kundgebung vor der Schranne und der Feierstunde an der Gedenkstätte. Zur Eröffnung am Pfingstsamstag um 11.30 Uhr im Schrannen-Festsaal wird der neu gewählte
Oberbürgermeister der Großen Kreisstadt Dinkelsbühl, Dr. Christoph Hammer, eine Ansprache halten. Als Festrednerin für die pfingstsonntägliche Kundgebung konnte die
nordrhein-westfälische Sozialministerin Birgit Fischer (SPD) gewonnen werden. Jüngst, am 4. März, hatte Fischer anlässlich eines Gesprächs mit dem Bundesvorsitzenden Dürr in Düsseldorf die seit 1957 bestehende Patenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen für die Landsmannschaft der Siebenbürger Sachsen in Deutschland nochmals bekräftigt.
Traditionell große Publikumsresonanz wird für den
Trachtenzug am Pfingstsonntag (10.30 Uhr) im Anschluss an den
Pfingstgottesdienst (9.00 Uhr: St. Pauls-Kirche, Predigt
Pfarrer Gerhard Thomke) erwartet. Ähnlich feierlich dann sonntagabends (21.15 Uhr) der Fackelzug zur Gedenkstätte, mit Großem Zapfenstreich und einer Ansprache von
Pfarrer i. R. Kurt Franchy. Im Rahmen der
Preisverleihungen am Pfingstsonntag, 17.00 Uhr, in der St. Pauls-Kirche werden der
Siebenbürgisch-Sächsische Kulturpreis 2004 an
Dr. Ernst Weisenfeld, der
Ernst-Habermann-Preis 2004 an
Helga Fabritius, Christina-Franziska Lapping und
Wolfram-Wilhelm Ortius sowie der
Siebenbürgisch-Sächsische Jugendpreis 2004 vergeben.
Die
Angebote des Heimattagsprogramms speziell
für Kinder und Jugendliche beschränken sich keineswegs nur auf den Zeltplatz (siehe Interview mit Ute Schuller im
SiebenbuergeR.de-Newsletter vom 1. April 2004), auf
Konzerte im Festzelt auf dem „Schießwasen“ mit der
Akustik-Band (Freitag),
MELODY 4 YOU (Samstag) und
Amazonas-Express (Sonntag), auf
Fußball- und Tennisturnier. Darüber hinaus können aktive Gruppen beim Trachtenzug mitwirken. Zwei Highlights des vergangenen Jahres finden eine Neuauflage: die amüsante
Zaubershow für Groß und Klein, diesmal mit dem
Magier Christiano (Sonntag, 13.45 Uhr), und die Veranstaltung
Unser Nachwuchs präsentiert sich nebst
Brauchtums-Veranstaltung nordrhein-westfälischer Gruppen (Samstag, 15.00 Uhr).
Jung und voller Schwung, eine
Volkstanzveranstaltung der
SJD am Sonntag, 14.00 Uhr, vor der Schranne, dürfte wie im Vorjahr eine Zuschauerattraktion werden.
Wenn dann alle weiteren, unerwähnt gebliebenen Anziehungspunkte, etwa der siebenbürgisch-sächsische Markt oder die Trefflokale der verschiedenen Heimatortsgemeinschaften, die heuer hoffentlich noch zahlreicher vertreten sein werden, die Pforten schließen, nimmt der Heimattag seinen Ausklang mit der
Podiumsdiskussion, die am Pfingstmontag (9.30 Uhr) unter dem Motto
Identität und Aufbruch im Kleinen Schrannensaal stattfindet. Angesichts der reichen Vielfalt an Veranstaltungen verspricht der diesjährige Heimattag in Dinkelsbühl außergewöhnlich interessant zu werden. Einzelne Veranstaltungen werden durch Aufrufe in dieser Zeitung beworben. Das vollständige Heimattagsprogramm wird demnächst veröffentlicht.
Christian Schoger
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