27. September 2011
Festgottesdienst in der evangelischen Kirche in Neppendorf. Foto: Johann Gärtz
Musikalisch wurde dieser Eröffnungsgottesdienst vom Kammerchor Allegretto unter der Leitung von Prof. Gheorghe Stoica mitgestaltet. Im Anschluss an den Gottesdienst ging man geschlossen zum Friedhof, wo eine 12-Mann-Kapelle der Neppendorfer Blasmusik diese Feierlichkeit musikalisch umrahmte. Altpfarrer Heinrich Galter gedachte unserer Verstorbenen und betonte, dass jedes einzelne Grab Familiengeschichte bedeute. Unsere Verstorbenen sind einfach ein Teil von uns und gehören zu uns. Nach dieser ergreifenden Feierlichkeit begann die Unterhaltung im festlich geschmückten Großen Saal unserer Gemeinde. Da der Platz der festlich gedeckten Tische nicht ausreichte, mussten noch schnellstens einige Tische hergerichtet werden. Renate Köber, die Pfarramtssekretärin, löste auch dieses Problem mit ihrer sicheren und lockeren Art. Leider waren viele Anwesende mit dem dargebotenen Essen eines Party-Services unzufrieden. Es war nicht nur sehr teuer, aber auch nicht frisch zubereitet. Die Mici waren innen noch roh. Deshalb gingen die meisten am Sonntag zu unserem Landsmann Sepp Schnell und konnten seine schmackhaft zubereiteten Speisen genießen.
Neppendorfer Musikanten in Tracht vor der Kirche.
Die Kleinbesetzung unserer Neppendorfer Blaskapelle unter der fachkundigen Leitung von Mathias Hubner bekam auch aus Hermannstadt durch loan Petcu und Christian Popescu Verstärkung. Die Kapelle spielte in folgender Besetzung zum Tanz auf: Kurt Müller (Flügelhorn), Kurt Reisenauer (Flügelhorn), Johann Gärtz (Flügelhorn), Hans Reisenauer (Trompete), Andreas Beer (Tenorhorn), Christian Popescu (Bariton), Mathias Hubner (Klarinette), Kurt Reisenauer (Klarinette), Josef Liebhart (Posaune), loan Petcu (Posaune), Jens Podolski (Tuba) und Martin Stefan (Schlagzeug). Jens Podolski ist ein waschechter Berliner und fühlte sich pudelwohl in unserer Mitte. Kurt Reisenauer (Panga-Brimes) führte gekonnt durch das Abendprogramm und bereicherte mit seinen Einlagen diesen unvergesslichen Abend. Er warb seitens der HOG für neue Mitglieder. Die Mitgliederzahl ist im letzten Jahr stark angestiegen, trotzdem seien immer noch viele Landsleute zurückhaltend. Die Walzer, Polka oder Tangos, die zu Gehör gebracht wurden, erinnerten uns an die Zeit, als wir noch alle in der Heimat weilten. Schnell wurde auch das Tanzbein geschwungen und die Stimmung war auf dem Höhepunkt. Das älteste anwesende Ehepaar war Mathias Beer (85 Jahre) und Katharina Beer (83 Jahre) von Hausnummer 854. Zu den älteren Teilnehmern zählten auch Altpfarrer Heinz Galter (85 Jahre), Michael Gierlich (82 Jahre), Georg Bleier (81 Jahre) und Elisabeth Rosenauer (81 Jahre). Auch altgediente Musikanten waren beim Heimattreffen dabei: Michael Schwachhofer (Hausnummer 46) spielte 34 Jahre das Tenorhorn, Josef Schnell (Nr. 448) blies 32 Jahre die Klarinette in der Kapelle und Michael Gierlich (Nr. 482) war 35 Jahre mit seinem Tenorhorn aktiver Bläser. Ein beeindruckender Moment war der Soloauftritt von Hanna Müller, der 12-jährigen Tochter des 1. Flügelhornisten Kurt Müller, die gekonnt sang und stürmischen Beifall erntete. Sie ist in einem musikalischen Wettbewerb mit über 500 Teilnehmern unter den besten zwölf gelandet. Eine großartige Stimme!
Altpfarrer Heinz Galter und Pfarrer Dietrich Galter mit Kurator Josef Beer und Kirchenvater Michael Rastel, die einen Kranz am Heldendenkmal zum Gedenken an die gefallenen der beiden Weltkriege niederlegen.
Dann wurde der gesellige Teil im Saal fortgesetzt, wo die Kapelle erneut mit ihren Gesangssolisten Kurt Müller, Kurt Reisenauer und Mathias Hubner zum Tanz aufspielte. Man war in Hochstimmung und setzte die Unterhaltung bis in die späten Abendstunden fort. Am Montag fuhr man mit Pferdegespannen in „die Wiesen“, wo Sepp Schnell für unsere Landsleute grillte und am Abend ein riesiges Lagerfeuer aufflackern ließ.
Andacht auf dem Neppendorfer Friedhof.
Dienstag wurde zum Ausklang des Heimattreffens ein Ausflug in das Thorenburger Salinen-Museum veranstaltet, an dem sich 35 Personen beteiligten. Einen herzlichen Dank den Organisatoren dieses gelungenen und lehrreichen Unternehmens. Danke, Renate Köber! Danke, Josef Beer! Danke dem Pfarrerehepaar Sunhild und Dietrich Galter. Abschließend sei erwähnt, dass dieses 7. Heimattreffen ein Volltreffer war. Wir danken dem Presbyterium unserer Heimatkirche und ganz besonders Renate Köber für den guten Ablauf. Wir freuen uns auf das nächste Treffen im Herbst 2012 in Denkendorf.
Helmut Leonbacher
Schlagworte: HOG, Treffen, Neppendorf
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