21. August 2003

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Traunreuter reisen in die alte Heimat

Eine stattliche Schar unserer Kreisgruppe, unterstützt von Mitgliedern anderer Kreisgruppen, unternahm kürzlich eine zehntägige Busreise nach Siebenbürgen und Altrumänien.
Unter fachkundiger Leitung von Oswald Zerwes wurde Hermannstadt als erste Station ausgesucht. Nach kurzer Stadtbesichtigung ging es weiter nach Kronstadt. Direkt im Zentrum bezogen wir unsere Zimmer im Hotel Capitol. Der 3. Tag begann mit einer Führung durch Kronstadt, natürlich mit Besichtigung der Schwarzen Kirche. Die Seilbahn brachte uns anschließend auf die Hohe Zinne, von wo wir einen herrlichen Ausblick über Kronstadt genießen konnten. Am Abend kosteten wir im berühmten Gasthof "Karpatenhirsch" erlesene Weine und erfreuten uns an volkstümlichen Tanzvorführungen.

Ausgeruht fuhren wir am 4. Tag zum märchenhaften Königsschloss Sinaia. Weiter führte uns der Weg nach Busteni, wo wir mit der Drahtseilbahn auf den 2 500 Meter hohen Berg Caraiman fuhren. Bei einem Höhenrundweg konnten wir die "Sphinx des Bucegi-Gebirges" bewundern. Am 5. Tag verließen wir Kronstadt in Richtung Schäßburg. Es war die längste Tagesroute über Törzburg, Rucar, Campulung bis Curtea des Arges, wo wir die Grabstätte der rumänischen Königsfamilie besichtigten. Weiter ging es zum Stausee Vidraru. Auf der serpentinenreichen Hochkarpatenstraße zum Buleasee gab es viele sehenswerte Ausblicke über das ganze Tal. Dann führte uns der Reiseweg nach Schönberg. Dort erwarteten uns bereits sächsische Dorfbewohner mit frisch gebackenen Krapfen und gutem Wein. Nach kurzem Aufenthalt mit Besichtigung der imposanten Kirchenburg fuhren wir weiter nach Agnetheln, dessen gut erhaltene Kirchenburg besichtigt wurde. Am späten Nachmittag erreichten wir unser neues Quartier, das Hotel Kokeltal, nahe Schäßburg.
Traunreuter Gruppe auf ihrer Siebenbürgenreise.
Traunreuter Gruppe auf ihrer Siebenbürgenreise.

Am nächsten Tag unternahmen wir einen Ausflug nach Mediasch und besichtigten den Stadtplatz und das Kirchenkastell. Die nächste Station war Hetzeldorf. Auch hier sahen wir uns die Kirchenburg an, und Marianne Ongyerth überraschte uns mit einem Konzert auf der Kirchenorgel. Einige Mitreisende trafen sich im hiesigen Altersheim mit Bekannten. Anschließend fuhren wir weiter nach Birthälm und Schäßburg, wo uns Oswald Zerwes durch die engen Gassen hinauf zur Bergkirche führte.

Die nächsten beiden Tage standen zur freien Verfügung. Dies nutzten viele Mitreisende zum Besuch von Bekannten in den jeweiligen Heimatgemeinden. Am letzten Tag führte uns die Rückreiseroute über Klausenburg, Großwardein, Ungarn und Österreich wieder nach Traunreut zurück.

Rückwirkend betrachtet war diese Reise ein einzigartiges Erlebnis. Zu großem Dank verpflichtet sind wir Oswald Zerwes für die fachkundige Reiseleitung und Planung sowie den beiden Busfahrern, Herrn und Frau Mitterbichler, die uns sicher wieder nach Hause gebracht und uns aus der Bordküche stets gut versorgt haben.

Friedrich Artes


Schlagworte: Reisebericht, Traunreut

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