24. Februar 2010
Der Umzug der Urzeln in Traunreut hat eine 30-jährige Tradition: Zunftmeister Thomas Lutsch, Sachsenheim, und aus Traunreut Bürgermeister Franz Parzinger, Zunftmeister Dieter Gräf, Pfarrerin Betina Heckner und Pfarrer Rainer Maier.
Vor 450 Gästen im K1 warf Gründungs- und Ehrenzunftmeister Hans Graef einen Blick zurück, wie sich 1980 ein Häuflein Urzeln zusammenfand und beschloss, den guten alten Brauch weiter zu pflegen. Und das ist bestens gelungen: regelmäßige Beteiligung an den Faschingszügen in Traunreut und Umgebung, Besuche in Sachsenheim und Geretsried, und als Höhepunkt, 1988 der Besuch bei Ministerpräsident Franz Josef Strauß in der Staatskanzlei. Nicht zu vergessen die Vatertagswanderungen mit anschließendem Grillfest, diverse Busausflüge und das herrliche Krautessen. All dies trug sicher mit dazu bei, dass Zunftmeister Dieter Graef heute 185 Mitglieder im neugegründeten Verein zählen kann.
Die Bürger mit der Zunftlade der Kürschnerzunft
Dabei betonte er die Offenheit für alle, die mitmachen wollen. So findet man unter uns nicht nur Siebenbürger aus mehr als einem Dutzend Ort-schaften, sondern auch Altbayern und sogar unseren Herrn Pfarrer, einen Nürnberger. Erfreulich ist auch, dass viele Kinder offensichtlich großen Spaß am Urzelnlaufen haben.
Urzeln vor dem K1 in Traunreut
Natürlich konnten die Traunreuter, trotz des großen Einsatzes des Zunft-meisters und seines Teams mit Otto Licinac, Edda Buchholzer, Hans Graef, Andres Lauer, Gerhard Wonner und den Ehepaaren Kotschisch, Rochus und Schneider eine solche Veranstaltung nicht alleine stemmen. Dank und Aner-kennung gebührt daher den Urzelnzünften aus Sachsenheim und Geretsried, die mit sehr stattlichen Abordnungen, 53 bzw. 44, unser Jubiläum unterstütz-ten, und allen, die zu unserem Fest oft von weit her angereist waren.
Kürschnerkrone und Bärentanz auf dem Rathausplatz
Wenn auch das Essen nicht „original Urzelnkraut“ war, es mundete, wie der Wein! Für beste Stimmung sorgten die „Power Sachsen“, die gekonnt den Geschmack des Publikums trafen und den unermüdlichen Tänzern noch lange kräftig ein-heizten. Wie sehr sich das Urzelnlaufen in Traunreut etabliert hat, beweist auch, dass sich am Faschingssonntag wieder 55 Urzeln einfanden, um traditio-nell den Faschingsumzug anzuführen und anschließend im „Kutscherstüberl“ von Familie Kotschisch mit besserem Urzelnkraut versorgt zu werden.
G. Wonner
Schlagworte: Urzeln, Traunreut
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