6. Juni 2011

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Hehn ist Vizepräsidentin des Exil-P.E.N.

Bei der Mitgliederversammlung des Exil-P.E.N. im April in Friedrichroda wurde die in Lowrin im Banat geborene Ilse Hehn zur Vizepräsidentin gewählt. Das Zentrum der Schriftstellerinnen und Schriftsteller im Exil deutschsprachiger Länder, kurz Exil-P.E.N., wurde 1948 gegründet und ist seit 1956 Mitglied im Internationalen P.E.N. Zentrum, der weltweiten Schriftstellervereinigung.
Ilse Hehn besuchte das Deutsche Gymnasium und die Universität in Temeswar und arbeitete nach Abschluss ihres Studiums der Bildenden Kunst als Gymnasiallehrerin für Kunst und Kunstgeschichte in Mediasch. 1992 kam sie mit ihrem Sohn nach Deutschland und ließ sich in Ulm nieder, wo sie als Kunstdozentin an der Katholischen Fachschule für Sozialpädagogik, der Volkshochschule und der Universität wirkt. Ilse Hehn debütierte 1973 mit dem Gedichtband „So weit der Weg nach Ninive“ und hat seitdem mehrere Lyrik- und Prosabände veröffentlicht. Kürzlich ist ihr jüngstes Werk, der zweisprachige Lyrikband „Randgebiete“, auf Japanisch und Deutsch mit Graphik und Collagen der Autorin erschienen. Neben ihrer literarischen Tätigkeit ist sie auch als Übersetzerin, Malerin und Fotografin tätig. Ilse Hehn ...Ilse Hehn Ihre neue Aufgabe sieht Ilse Hehn in der Aufarbeitung der Geschichte hinsichtlich des „verbrecherischen Erbes des Nationalismus und Kommunismus“ sowie in der Unterstützung der Minderheitskulturen und der Pflege der kleinen Literaturen in Europa. „Im Exil-P.E.N. sind Autoren und Autorinnen aus mehr als 20 unterschiedlichen Sprach- und Kulturkreisen organisiert. Diese Vielfalt ermöglicht eine gute Vor- aus­setzung für transkulturelle Dialoge und eine verstärkte geistige Öffnung“, erklärte sie gegenüber der Siebenbürgischen Zeitung. Ebenfalls im Exil-P.E.N. ist der Banater Schwabe Horst Samson als Generalsekretär aktiv.

Der Neuen Ulmer Zeitung zufolge arbeitet Ilse Hehn zurzeit an einem Buch über Diktatur und Kommunismus in Rumänien und möchte in diesem Zusammenhang in Bukarest Einsicht in ihre Securitate-Akte nehmen.

dr

Schlagworte: Literatur

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