Oskar Pastior erhält den diesjährigen Georg-Büchner-Preis. Wie die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung am 14. Mai mitteilte, habe der siebenbürgische Lyriker ein "Oeuvre von größter Radikalität und Formenvielfalt" geschaffen. Der Georg-Büchner-Preis gilt als die bedeutendste Auszeichnung für deutschsprachige Literatur.
"Pastior erzeugt aus Buchstaben und Lauten, anmutig und witzig, immer neue poetische Welten.", heißt es in der Urteilsbegründung der Jury, die den seit 1969 als freier Schriftsteller in Berlin lebenden, gebürtigen Hermannstädter als "methodischen Magier der Sprache" bezeichnet. Oskar Pastior hat bereits zahlreiche Auszeichnungen für sein literarisches Schaffen erhalten, zuletzt den Peter-Huchel-Preis (2001) und den Erich-Fried-Preis (2002). Der mit 40 000 Euro dotierte Büchner-Preis wird auf der Herbsttagung der Deutschen Akademie am 21. Oktober 2006 in Darmstadt verliehen.
 Oskar Pastior bei einer Lesung in der Münchner Muffathalle im vergangenen Jahr. Foto: Peter Pastior |
In einer ersten Reaktion fand Pastior seine Auszeichnung "total überraschend": "Ich hab' erst mal ein paar Tränchen verdrückt und dann ganz banal Freude empfunden. Und dann gab es ein bisschen Champagner.", zitiert der
Kurier.
Lesen Sie im Folgenden dazu einige ausgewählte Presseberichte:Berliner Morgenpost: Vater der literarischen PerformanceKurier: Büchner-Preis 2006 geht an Oskar PastiorDer Tagesspiegel: Sonette im BrühwürfelDie Presse: Pastior erhält Büchner-Preis
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