25. Juni 2011
Peter Maffay wirbt in seiner Einführung engagiert für das Stiftungs-Projekt in Radeln. Foto: Christian Schoger
Maffay machte deutlich, dass es ihm darüber hinaus auch um die Solidarität mit Rumänien gehe. Im Rahmen des Projektes sind Maßnahmen zur Revitalisierung des rund 700 Einwohner zählenden Dorfes geplant. Radeln soll eine moderne Infrastruktur erhalten. Arbeitsplätze werden geschaffen. Wie Maffay ausführte, soll in einigen Monaten ein Ärztehaus fertiggestellt sein. Überdies geplant seien u. a. auch Werkstätten, ein Kindergarten, ein Bio-Bauernhof, da Radeln über ein hohes landwirtschaftliches Potential verfüge. Zur Realisierung dieser ehrgeizigen Vorhaben, deren Signalwirkung bis nach Bukarest reiche, kooperiere die Peter Maffay Stiftung bereits mit diversen Unternehmen und Organisationen, mit zahlreichen „Freunden und Unterstützern“. Von entscheidender Bedeutung sei es freilich, die Bedürfnisse der Dorfbevölkerung zu berücksichtigen: „Wir wollen die Dorfbewohner zur Mitarbeit einladen.“ Maffay warb für einen „Dialog auf Augenhöhe“, gegenseitigen Respekt und Toleranz („Wir kämpfen gegen Vorurteile in vielen Köpfen“). Die Eröffnung des therapeutischen Ferienhauses findet am 9. Juli 2011 statt. Damit werde der Traum von einem Schutzraum für Kinder in Radeln binnen eineinhalb Jahren Wirklichkeit, so Maffay.
In der St. Paulskirche ausgestelltes Modell der Kirchenburg Radeln. Foto: Christian Schoger
Im Hinblick auf die umfänglichen Aktivitäten der Stiftung wandte er sich direkt an seine Landsleute mit dem Aufruf: „Wir brauchen auch die Hilfe der siebenbürgisch-sächsischen Gemeinschaft!“ Dieses Engagement sei letztlich ein Beitrag zu „kultureller Vielfalt“, für ein „neues Selbstwertgefühl“. Nur so entstehe Partnerschaft. Peter Maffays Botschaft fand starken Beifall. Anschließend lud der Bundesvorsitzende Dr. Bernd Fabritius das Publikum ein, sich „über dieses wunderbare Projekt zu informieren“.
Christian Schoger
Schlagworte: Heimattag 2011, Maffay, Radeln, Kinder
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