In ihrem Mundartgedicht "Zem nuae Gohr" hat Johanna Krestel im Rückblick auf teils erschreckende Nachrichten des vergangenen Jahres als Bitte an Gott vorgebracht, was viele Menschen für sich und die ganze Welt erhoffen: allem Frieden, Glaube und mehr Mitmenschlichkeit.
Johanna Krestel
Zem nuae Gohr
Hetj wänschen ech zem nuae Gohr,
dått Gott vuir Elend eas bewohr,
bewohr vuir Krech uch Hangersnuit,
vuir Krunkhit uch vuir bättrem Duid.
Dått ålle sich erfruan um Liëwen,
dått net amsonst as Biëden uch Striëwen.
Et sile sich ålle Mensche läwen,
net gejesettich det Liëwen dräwen,
mät’nunder frändlicher amgohn,
ä Fruad uch Lied zesummestohn.
Dått nemmest än de Låft sich spronjt,
derbä easchäldich Letj ambronjt.
Dått jeder sich ku frua bewiëjen
uch ohnen Ånjst ämt ieja Liëwen.
Uch dått mer healfen uerme Ledjen,
net Durscht uch Hanger mih ze ledjen.
Johanna Krestel, in Hetzeldorf geboren (Biographie siehe
"Johanna Krestel: Ze Oind giht nea e Gohr"), schreibt laut eigener Angabe in Hetzeldorfer Ortsmundart.
Den Wünschen von Frau Krestel schließen sich an und wünschen zudem allen Lesern gute Gesundheit im Jahr 2012!
Hanni Markel und Bernddieter Schobel
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