Mit Verspätung hält der Frühling in diesem Jahr Einzug. Die Verfasserin beschreibt in diesem Gedicht in siebenbürgisch-sächsischer Mundart, wie sie in einem vorhergegangenen Jahr schon Ende Februar einen richtigen Vorfrühlingstag mit all seinen Freuden und Verheißungen erlebt hat. Die Autorin, die ungenannt bleiben möchte, zeichnet mit einem Pseudonym.
Äm Februar äs no asem Kalender
bä as normalerweïs noch Wängter,
doch sängt em vun der Iërderwärmung hiert,
äs’t Klima åldiest, åls weer’t verkihrt.
Well’t hegt esi hiesch äs dertaus,
hält ient uch glått näst mih äm Haus.
De Sånn schengt uch de Laft äs laa,
åf de Wise fainkeln de Perle vum Daa.
Em kå genesse Sånn uch Reah,
de Gesång åldenes Vueģels derzea.
Ålles erschengt esi rien uch fräsch;
än der Ferd hiëwt sich Niëwel iwer dem Bäsch.
Än de Gaarten häi uch do
set em Bläimcher giël uch bloo.
Un de Streche: Knerzker vum Vuerjohr ze sähn,
derzwäsche schie Pålmitzker blähn.
De Forsizia uch Tärne låssen ärr Kniepcher schwällen,
em kă se än de Krach glech ställen.
Än der Båch det Wåsser kån zer Reah näckest kunn
end nit meng Sihnsucht uch dervun.
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Hanni Markel und Bernddieter Schobel
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