1. Oktober 2011
V.l.: Der hessische Landtagspräsident Norbert Kartmann, die Gesandte von Rumänien in der Bundesrepublik Deutschland, Adriana Stanescu, der Vorsitzende des Verbandes der Siebenbürger Sachsen in Deutschland, Dr. Bernd B. Fabritius, die Hausherrin der Landesvertretung Nordrhein-Westfalens, Staatsministerin Dr. Angelica Schwall-Düren, der Altbischof der Evangelischen Kirche A.B. in Rumänien, Prof. D. Dr. Christoph Klein, der VDA-Bundesvorsitzende und Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister der Finanzen, Hartmut Koschyk MdB, und das VDA-Verwaltungsratsmitglied und ehemaliger Aussiedlerbeauftragter der Bundesregierung, Hans-Peter Kemper, gemeinsam mit der Singruppe der Siebenbürger Sachsen in Berlin.
Staatsministerin Dr. Schwall Düren betonte in ihrem Grußwort, dass die regionale Ebene in Europa zunehmend an Bedeutung gewinne. Europa brauche starke Regionen, in denen Minderheiten als „Brückenbauer“ von größter Bedeutung für ein zusammenwachsendes Europa seien. Staatsministerin Dr. Schwall-Düren lobte in diesem Zusammenhang die Siebenbürger Sachsen in Rumänien, aber auch die 130-jährige Arbeit des VDA für die deutschen Minderheiten im Ausland, mithin die Siebenbürger Sachsen. Ebenfalls hob Staatsministerin Dr. Schwall-Düren die engen Beziehungen zwischen Nordrhein-Westfalen und Rumänien, respektive mit Siebenbürgen hervor. So sei Nordrhein-Westfalen nicht nur der wichtigste Handelspartner Rumäniens in Deutschland; überdies stammten viele Siebenbürger Sachsen ursprünglich aus dem heutigen Nordrhein-Westfalen, so dass das Bundesland 1957 die Patenschaft über die Siebenbürger Sachsen übernommen habe.
Altbischof Prof. Klein hob in seiner Festrede die Bedeutung des VDA für die deutschen Minderheiten in Siebenbürgen hervor.
Altbischof Prof. Klein hob in seiner Festansprache die Bedeutung des Vereins für Deutsche Kulturbeziehungen im Ausland für die deutschen Minderheiten weltweit, darunter die Siebenbürger Sachsen in Rumänien, hervor. Dass zum 125-jährigen Bestehen des VDA das VDA-Vorstandsmitglied Dr. Tammo Luther die Festrede gehalten habe und die zum 130-jährigen Jubiläum nun er selbst als Vertreter der Siebenbürger Sachsen wertete Klein als ein wichtiges, zukunftsweisendes Signal. Der VDA habe in seiner bewegten Geschichte stets in die Zukunft geblickt. Insbesondere nach 1945 sei es für die deutschen Minderheiten „überlebenswichtig“ gewesen, dass es einen Verein gab, der sie unterstützte. Heute, nach den politischen Umwälzungen in Osteuropa in den 90er Jahren und dem EU-Beitritt Rumäniens, gebe es keine Hemmungen in Rumänien, die Begriffe „Vaterland“ und „Mutterland“ zu verwenden. Neben dem rumänischen Vaterland bleibe die deutsche Minderheit in Rumänien Deutschland als Mutterland verbunden, allerdings sei für den Fortbestand dieser Verbundenheit die Zugehörigkeit zur deutschen Sprache und Kultur überlebenswichtig. In Rumänien, das von einer jahrhundertelangen friedlichen Zusammenarbeit der Ethnien geprägt sei, werde hier eine vorbildliche Arbeit geleistet. Man sei sich bewusst, dass die Bewahrung der eigenen Identität ein Gewinn für alle sei und die Zusammenarbeit zwischen den ethnischen Volksgruppen fördere, so Altbischof Klein. Die deutsche Kultur werde in Rumänien sehr geschätzt, was sich auch darin zeige, dass rund 90 Prozent der Schüler an deutschsprachigen Schulen Rumänen seien. Diese seien die Brückenbauer von morgen für das Gelingen des Miteinanders. Klein verwies auch auf die engagierte Arbeit des Demokratischen Forums unter dem Vorsitz des Hermannstädter Oberbürgermeisters Klaus Johannis. Der VDA leiste in diesem Zusammenhang mit seiner Arbeit einen wichtigen Beitrag, der fraglos unter Gottes Segen stehe, betonte Altbischof Klein.
Schlagworte: VDA, Berlin, Jubiläum
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13. Juni 2012
11:00 Uhr